Inszenierungen

 

Bisherige Inszenierungen:

Hier ein Überblick über meine bisherigen Inszenierungen beim Stadttheater Kufstein.

22: Warten auf Godot (April 2026)

“Warten auf Godot” ist für mich die Jubiläumsproduktion anlässlich der 20 Jahre, die ich jetzt schon  quasi ohne Unterbrechung für das Stadttheater Kufstein Stücke inszeniere. Nun gehe ich zurück zu den Wurzeln und zeige noch einmal meine allererste Produktion. Vieles wird so sein wie damals. Und doch werden zwei Jahrzehnte intensive Theatererfahrung sowie die wunderbaren Möglichkeiten des Kultur Quartiers, von dem wir damals ja nur träumen konnten, dazu führen, dass „Warten auf Godot“ im Jahre 2026 völlig anders anmutet als anno 2006. Wichtig ist mir auch, den Humor, der in diesem Stück an allen Ecken und Enden verborgen liegt, nicht zu kurz kommen zu lassen. Es darf auch gelacht werden.

21: Hamlet (Februar 2025)

Nach zwanzig Stücken Übung wird es 2025 endlich Zeit, auch das legendärste und schlichtweg wirkmächtigste Theaterstück der Weltliteratur zu inszenieren. Wir freuen uns auf „Hamlet“.
Mit von der Partie sind viele bekannte Gesichter des Stadttheater-Ensembles aber auch zahlreiche neue Talente aus meinem Theaterunterricht an der International School Kufstein Tirol. Die Hauptrolle spielt Dominik Bubalo, der in den vergangen Jahren schon mehrmals beim Kufstein English Theatre auf der Bühne stand und dort mit seinen Leistungen überzeugte.
Im Fokus der Kufsteiner Hamlet-Inszenierung soll vor allem Hamlets versteckte Theaterleidenschaft und seine Beziehung zu Horatio stehen. Auch Ophelia und Gertrude nehmen eine bedeutende Rolle ein.

16c: Jedermann (Juni 2024)

Nach den zwei erfolgreichen Jedermann-Saisonen der Sommer 2018 und 2022 kommen wir dem Wunsch unseres Publikums nach und zeigen nochmals unsere Kufsteiner Fassung des unsterblichen Bühnenklassikers „Jedermann“. Wir bleiben bei unserem geglückten Rezept und spielen dieses Stück in eben jenem neuartigen Kleide, wie wir es schon damals taten. Man bleibt dem schönen Klang der Hofmannsthal’schen Kunstsprache treu, traut sich jedoch, Sinn und Geschlecht ins Gegenteil zu verkehren und schreckt dabei nicht vor modernen Elementen zurück. Dabei entsteht etwas völlig Neues und ungemein Reizvolles … Auf jeden Fall ist unser „Jedermann“ ganz anders als anderswo – und auch ein bisschen anders als in den bisherigen Saisonen: mit neuen Liedern, neuen Partygästen (u.a. der Kufsteienr LGBTIQ+ Ikone Betty Pearl), neuen Choreographien und anderen Überraschungen.

20: Der Tod und das Mädchen (Mai 2023)

Eine Frau und ihr Mann leben in einem Häuschen auf dem Land und versuchen gemeinsam, die traurige Vergangenheit ihres Landes hinter sich zu lassen. Sie haben die Diktatur überlebt, haben viel erdulden müssen und hoffen nun auf einen Neuanfang in der noch jungen Demokratie. Doch dann hat das Auto einen Platten. Der Mann steht allein an der Landstraße und hofft, dass ihn jemand mitnehmen und heimbringen möge. Endlich hält ein Wagen. Der Fahrer ist sehr freundlich, von Beruf Arzt. Man versteht sich sofort. Als aber die Frau seine Stimme hört – die Stimme des netten Doktors, der ihren Mann nach Hause bringt -, brechen dunkle Erinnerungen über sie herein. Obwohl ihre Augen damals fest verbunden waren, glaubt sie in ihm ihren einstigen Peiniger zu erkennen, der ihr vor fünfzehn Jahren in den Gefängnissen der Diktatur Schreckliches angetan hat. Doch ist er es wirklich?

16b: Jedermann (Juni 2022)

Endlich, pandemiebedingt zwei Jahre später als geplant, kommt es zur heiß ersehnten Wiederaufnahme der erfolgreichen Jedermann-Inszenierung von 2018. Aber nicht alles bleibt hier beim alten. Es gibt eine neue Hauptdarstellerin, neue Songs und neue Regieeinfälle. Erneut aber bleibt man dem schönen Klang der Hofmannsthal’schen Kunstsprachs treu, traut sich jedoch, Sinn und Geschlecht ins Gegenteil zu verkehren.  Dabei entsteht etwas völlig Neues und ungemein Reizvolles …

Die Zuschauerinnen und Zuschauer erwartet ein spektakuläres Freilichttheater im historischen Ambiente des Festungsneuhofs. Eine hölzerne Tribüne mit Überdachung stellt sicher, dass das Publikum auch bei Regen trocken bleibt.

19: Ödipus Rex (Juni 2021)

Die Stadt Theben wird von einer rätselhaften Epidemie heimgesucht. Immer mehr Menschen sterben. Bald sind die Krankenhäuser überfüllt. Grenzschließungen und Ausgangssperren bleiben vorerst wirkungslos. Die Bürger:innen Thebens hoffen, dass ihr König Ödipus einen Weg aus der Misere finden wird. Doch dieser ist ratlos. Bald richtet sich der Hass gegen ihn und die Beliebtheitswerte des einst so populären Herrschers sinken rasch.

Doch ist Ödipus wirklich ohne Schuld? Ein Orakelspruch gibt Rätsel auf und bringt alte Verbrechen ans Licht. Es beginnt die Suche nach einem Mörder. Die Gesundheitskrise wird zur Kriminalgeschichte und zum erschütternden Familiendrama.

Seit fast 2500 Jahren erzählt man auf den Bühnen dieser Welt von Ödipus. Selten war dieses Stück so aktuell wie heute.

18: Richard III (Feb 2020)

Kein anderer Bösewicht im Shakespeare-Universum ist so faszinierend wie Richard III. Er ist ein Machtmensch ohne Skrupel, ein Meister der Intrige, ein Künstler der Verführung und ein Lügner sondergleichen. Keine Tat ist ihm zu abscheulich, keine Mittel zu roh, kein Opfer zu groß. Bei all dem bleibt Richard aber dem Publikum auf unheimliche Art sympathisch, denn die Zuschauerinnen und Zuschauer sind seine Komplizen. Er vertraut sich uns an. Und wir begleiten ihn auf seinem Weg. Erleben Sie, wie Richard sich Streich um Streich an die Macht putscht. Werden Sie Zeuge seiner Schliche, seiner Morde, seiner Eroberungen von Frauen. Erleben sie seinen Aufstieg und seinen Fall.

17: Sommernachtstraum (Juni 2019)

Auf über 1200 Metern Seehöhe wird die wohl bekannteste und erfolgreichste Komödie des Jahrtausendpoeten William Shakespeare gespielt. Nach geruhsamer Fahrt im Sessellift kann sich das Publikum auf Natur- und Kulturgenuss im Naturschutzgebiet Wilder Kaiser freuen. In unmittelbarer Nähe des Weinbergerhauses mit wunderbarer Sicht auf den schroffen Felsengipfel des Scheffauers zeigt ein dreizehnköpfiges Ensemble rund um Regisseur Klaus Reitberger eine teils klassische, teils mit Lokalkolorit angehauchte Interpretation des Sommernachtstraums.
Im Laufe der Handlung vermischen sich gleich drei Welten: das gezierte Treiben rund um gefährliche Liebschaften am Fürstenhof; das ehrliche Streben einer Truppe einfacher Handwerker, die Theater spielen wollen; und die magischen Machenschaften der Feen und Kobolde der Nacht. Amouröse Begegnungen, verhängnisvoller Liebeszauber und ein Esel im Mondschein treiben ihr Unwesen. Es darf gelacht werden! Und geträumt!

16a: Jedermann (Juni 2018)

Einen „Jedermann“ wie ihn die Welt noch nie gesehen hat … Das Stadttheater Kufstein zeigt das berühmt berüchtigte Kultstück von Hugo von Hofmannsthal  in völlig neuem Kleide. Man bleibt dem schönen Klang der Hofmannsthal’schen Kunstsprach treu, traut sich jedoch, Sinn und Geschlecht ins Gegenteil zu verkehren.  Dabei entsteht etwas völlig Neues und ungemein Reizvolles …

Die Zuschauerinnen und Zuschauer erwartet ein spektakuläres Freilichttheater im historischen Ambiente des Festungsneuhofs. Eine hölzerne Tribüne mit Überdachung stellt sicher, dass das Publikum auch bei Regen trocken bleibt.

15: Abendrot (Okt 2016)

Was macht ein Menschenleben aus? Sind wir denn mehr als der schöne Schatz unserer Erinnerungen?

Im ersten Teil des Stückes lernen wir Protagonistin Egilda in einem Café kennen und tauchen vor dem Hintergrund des bunten Treibens tief in ihr Leben ein, in ihre Träume, in ihre Aussichten und Absichten. Doch dann ändert sich alles. Nach einem einschneidenden Erlebnis sieht sich Egilda plötzlich gezwungen, gegen das Gesetz zu verstoßen und die Moralvorstellungen ihrer Mitmenschen in Frage zu stellen. Denn sie ist frei und ihre Freiheit lässt sich nicht einsperren.

Am Ende steht die große Frage: Was würde man selbst tun? Würde man Egilda an ihrem Vorhaben hindern wollen? Oder würde man ihr sogar helfen wollen und sich dabei strafbar machen? „Abendrot“ ist Theater, das niemanden kalt lässt, Theater, das uns zeigt wie zerbrechlich und kostbar das Leben doch ist.

14 Der Weibsteufel (Juni 2015)

„Der Weibsteufel“ gilt als Karl Schönherrs bekanntestes und abgründigstes Werk. Es zählt zu den meistgespielten Theaterstücken im Süden des deutschen Sprachraums. Es war im Frühjahr 1915, als man auf der Bühne des Johann-Strauß Theaters in Wien zum ersten Mal die dunkle Dreiecksgeschichte vom Mann, seinem Weib und dem jungen Grenzgänger erzählte. Nun, hundert Jahre später, kann man das Stück beim Stadttheater Kufstein sehen.

13: Rettungsboot an Unbekannt (März 2015)

Nach einem tragischen Schiffsunglück befinden sich drei Überlebende an Bord eines kleinen Rettungsbootes. Es bleibt nicht viel Zeit. Der Proviant wird bald zur Neige gehen. Ein Funkspruch hinaus ins Unbekannte – die letzte Hoffnung der Schiffbrüchigen – bleibt jeden Tag aufs Neue ohne Antwort.
Misstrauen macht sich breit. Zu zweit könnte man viel länger überleben, als zu dritt. Was, wenn zwei sich gegen einen verbünden? Doch es gibt noch ganz andere Fragen. War das Schiffsunglück wirklich nur ein Unfall? Oder war es ein Anschlag? Ist einer der drei Überlebenden gar selbst der Attentäter?

„Rettungsboot an Unbekannt“ ist die Geschichte dreier Menschen im nackten Kampf ums Überleben. Wer spricht die Wahrheit? Wem kann man glauben? Ein jeder hat eine Geschichte. Ein jeder hatte Hoffnungen und Träume. Doch alles zerschellt im Angesicht der nahenden Vernichtung. Es sei denn, dass doch noch Hilfe käme …

12: Lucy & Glibsch (Juni 2014)

Es gab mal eine Zeit, da nahm ich mir ernsthaft vor, selbst ein Musical zu schreiben und zu inszenieren. In den Jahren 2014 und 2015 spielten wir das Resultat im Stadtpark Kufstein und im Stadtsaal Kufstein.
„Lucy & Glibsch“ erzählt die Geschichte einer Freundschaft, die Sternensysteme zu überbrücken vermag. Mit fesselnder Musik, einer berührenden Geschichte und viel Humor war diese Produktion vor allem auch für Kinder geeignet. Gemeinsam mit Komponist Stefan Fritz habe ich damals fast ein Jahr lang an diesem fulminanten Spektakel für Augen und Ohren gearbeitet. Über vierzig Mitwirkende – allen voran die Hauptdarsteller Nelly Weinert und Herbert Oberhofer zeigten großartige Leistungen. Das Publikum erwarteten über zwanzig Lieder, Tanzchoreographien und jede Menge Emotion. Alles in allem standen über 30 Mitwirkende auf der Bühne.



11: Antigone (Jan 2014)

Im Januar 2014 wagt sich das Stadttheater Kufstein an einen 2456 Jahre alten Polit-Psycho-Thriller und wurde damit mit dem Volksbühnenpreis des Landes Tirol ausgezeichnet.

„Antigone“, ist das wohl bekannteste Stück von Sophokles. Es ist ein Juwel der Weltliteratur, ein kostbares Vermächtnis aus den Anfängen der Theatergeschichte im antiken Griechenland. Erzählt wird ein blutiger Reigen aus Machtstreben und Familienliebe.

Modern inszeniert, doch mit klassischen Texten, spielten wir dieses griechische Drama in der Art eines Stubenspieles. Es gab keine Bühne. Es konnte überall gespielt werden. Insgesamt kam es zu 14 Aufführungen.



10 Wenn die Welt untergeht … (Dez 2012)

Was als harmlose Wette zweier Physiker begann, entwickelt sich binnen weniger Jahre zum globalen Albtraum.

Wir erleben die Entstehung einer Weltuntergangssekte – viel glaubwürdiger und gefährlicher als alle bisherigen Vorstellungen vom Ende der Welt. Die Zahl ihrer Anhänger wächst beständig. Man gibt seinen Beruf auf, nimmt die Kinder von der Schule und spendet der Sekte seinen ganzen Besitz – denn der Tag, an dem die Erde stirbt, ist nah.

Mit packender Story und Elementen beißender Satire ist dieses Stück eine Anklage an die Leichtgläubigkeit mancher Menschen.

9: Kosmische Strahlen! (Mai 2012)

Die bewegte Lebensgeschichte von Victor F. Hess – dem Entdecker der kosmischen Strahlen – wird in diesem Stück zum 100-jährigen Jubiläum der gewagten Ballonfahrt von 1912 auf die Bühne gebracht. Physik trifft Theater. Nach der Premiere in Innsbruck und weiteren Aufführungen in Kufstein und Wien, geht dieses Stück im Herbst 2012 auf Tournee – mit Gastspielen in Berlin, Graz, Siegen, Stift Melk, Pöllau und vielleicht auch anderswo. Bei der university press innsbruck erschien vor kurzem das Buch zum Stück – nun auch in englischer Sprahe, übersetzt von Arthur Breisky, dem Enkel von Victor F. Hess



8: Die Thurnbacherin (März 2012)

Immer ausverkaufte Vorstellungen, Verlängerungstermine, Gastspielangebote, standing ovations und Applaus ohne Ende. Keiner meiner bisherigen Inszenierungen vermochte das Publikum so sehr in ihren Bann zu ziehen wie „Die Thurnbacherin“. Ich danke allen, die dabei waren und die mithalfen, dieses Projekt möglich zu machen.
Wir schreiben das Jahr 1910. Hoch über dem Tal liegt der Thurnbachhof. Nach langem Siechtum ist der junge Bauer endlich tot. Zurück bleiben sein greiser Vater, sein Bruder und seine Witwe, die nun als Thurnbacherin das Sagen auf dem Hof hat – sehr zum Missfallen von Schwager und Schwiegervater. Außer diesen dreien hausen auf Thurnbach noch ein Knecht und eine Magd – sonst niemand mehr. Was sich anfänglich wie ein einfaches Volksstück anhört, ist in Wahrheit Psycho-Terror vom Feinsten: Ein verhängnisvolles Labyrinth aus Liebe und Hass, ein Strudel der gegenseitigen Abhängigkeit, genährt von Machthunger und sexueller Begierde. Hinzu kommt der lange Schatten eines schrecklichen Verbrechens, welches niemals ans Licht kommen darf.



7: Cyrano von Bergerac (Mai 2011)

Edmond Rostands Versdrama aus dem Jahre 1897 erzählt wohl eine der berührendsten und schönsten Liebesgeschichten der Weltliteratur. „Cyrano von Bergerac“ ist zugleich romantische Komödie und heroisches Heldenepos, die Geschichte einer großen Täuschung und eines unsterblichen Sehnens, ein Märchen von epischem Ausmaß basierend auf einer wahren Begebenheit. Spätestens seit der oscargekrönten Verfilmung mit Gérard Depardieu hat dieses Stück Weltruhm erlangt. Mit einem Ensemble von über fünfzig Mitwirkenden wagt sich das Stadttheater Kufstein im Sommer 2011 an dieses große Abenteuer – Regie: Klaus Reitberger

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6: Bunbury (Jan 2011)

Oscar Wildes Komödie „The Importance of Being Earnest“ ist ein wahres Juwel der Theatergeschichte. Leichtfüßig, scharfsinnig und gewitzt wie dieses ist wohl kaum ein Theaterstück. Ich griff für meine Inszenierung auf den englischen Originaltext zurück und übersetzte ihn neu, da mir die herkömmliche deutsche Übersetzung viel zu wortwörtlich und kaum sinngemäß erschien. Mit modernem Bühnenbild aber ansonsten in streng klassischer Manier, feierte dieses Stück beim Stadttheater Kufstein am 21. Januar 2011 seine Premiere.

5: Die Dreigroschenoper (Juni 2010)

Es war wieder soweit und das Stadttheater Kufstein wagte sich zurück auf die Burg. Und zwar mit einem Juwel des deutschen Theaters – Brechts Dreigroschenoper – begleitet von der wunderbaren Musik von Kurt Weill. Mit professionellem Pianisten und Gesangsunterricht bereitete sich das Ensemble des Stadttheaters auf eine große Herausforderung vor.

4: Der Held (Feb 2009)

Der Held ist eines meiner eigenen Theaterstücke und wurde anlässlich des zweihundertsten Jubiläums des Tiroler Freiheitskampfes von mir inszeniert. Ich setze mich darin mit der Thematik Heldentum auseinander. Eine erstklassige Besetzung und viel kreatives Potential machten auch diese Produktion zum Erfolg. Am 20. Februar feierten wir eine fulminante Uraufführung, zu der auch ein wunderbares Publikum seinen Beitrag leistete. Aufgrund der großen Nachfrage gab es zwei Zusatzaufführungen.

3: Viel Lärm um nichts (Juni 2008)

„Viel Lärm um Nichts“ war meine erste Groß- und Freilichtproduktion. Sie fand im Sommer 2008 am Ufer des Stimmersees statt. Das Publikum saß zentral. Gespielt wurde rund herum, sogar auf einem Boot am See. Über fünfzig Mitwirkende halfen mir diese schönste aller Komödien Shakespeares in dieser herrlichen Naturkulisse zu zeigen. Wir haben gespielt, gelebt, getanzt und gesungen. Schöne Choreographien, eigens komponierte Arien und die gut gewählte Besetzung lockten weit mehr Zuschauer ans Seeufer, als wir uns erhofft hatten.

2: Geschlossene Gesellschaft (März 2007)

Die Geschlossene Gesellschaft – Sartres famoses Gedankenexperiment einer möglichen Hölle der psychologischen Abhängigkeit – war wohl eines der intensiveren Stücke, die ich im Laufe der Jahre auf die Bühne brachte. Psychoterror pur. Bei jeder Vorstellung hätte man eine Stecknadel fallen hören können – so konzentriert beobachtete das Publikum die Leidenden auf der Bühne. Der Erfolg blieb nicht aus. Sogar eine Zusatzvorstellung musste gegeben werden.

1: Warten auf Godot (April 2006)

Warten auf Godot – der Klassiker des absurden Theaters – war als allererste Inszenierung sicherlich eine gewagte Wahl und eine große Herausforderung. Man nehme ein Stück, in dem nichts geschieht, das voller unsinniger Dialoge und bar jeder Logik ist und versuche damit das Publikum zu begeistern. Ein Ding der Unmöglichkeit? Keineswegs.

Gut gewählt war die Musikuntermalung. Die Melodien und Texte von „The Doors“ harmonierten prächtig mit dem verzweifelten Pathos dieser wunderbaren Tragikomödie.

Pressestimmen:

Es war eine Premiere der Sonderklasse, ein Stück so intensiv wie ein Thriller, meisterlich inszeniert von Regisseur Klaus Reitberger. Mit der Thurnbacherin zeigten Brigitte Einkemmer, Gunther Hölbl, Reinhard Exenberger, Hannes Reitberger, Christl Lutz und Alois Pfurtscheller, auf welch außergewöhnlichem Niveau das Ensemble des Stadttheaters Kufstein zu spielen vermag. Intensiv und abgründig die Vorlage von Rudolf Greinz aus dem Jahr 1910. Meisterlich inszeniert von Klaus Reitberger mit intensiver Musik und multimedialen Elementen. Sechs Schauspieler, ein Raum und menschliche Abgründe, die das Publikum sofort fesselten. Volksbank-Direktor Wolfang Schauer: „Das beste Theaterstück, das ich je gesehen habe.“ Zum Schluss gab’s Standing Ovations für das Ensemble, das in dieser Inszenierung bis an seine Grenzen und wohl auch darüber hinaus gehen musste, um das Publikum in die abgrundtiefe Seelenwelt der Thurnbacherin zu entführen. Besser geht’s nicht.

Christian Mey – „Kufsteinerin – das Magazin“

Mit dem Volksstück „Die Thurnbacherin“, geschrieben von Rudolf Greinz, startet das Kulturhaus Kufstein in das diesjährige Theaterjahr. Regie führt Klaus Reitberger. Am Freitag, dem 23. März 2012, besuchte ich besagtes Kulturhaus, um mir eine von insgesamt sieben Aufführungen anzusehen. Knapp 150 Zuschauer erschienen an diesem Abend zu dem Volkstheater. Mit „Die Thurnbacherin“ habe ich die Möglichkeit bekommen, mein Theater-Repertoire sehr positiv bereichern zu können. Um es schlicht und einfach zu sagen: Ich war begeistert. Und zwar aus mehreren Gründen: Einerseits fand ich die Geschichte, die bei diesem Stück erzählt wird, unglaublich spannend – es ist einfach einmal etwas anderes als die klassischen, lustigen und leichten Volksstücke, die man normalerweise zu sehen bekommt. Bei diesem Stück stand die Dramatik klar im Vordergrund. Die sich abwechselnden Szenen aus sowohl körperlicher als auch in Dialogen vorkommender Gewalt und Leidenschaft erzeugten einen Spannungsbogen, der sich am Schluss durch den Mord an der Thurnbacherin schlagartig entladen hat. Andererseits haben die mitwirkenden Darsteller eine wirklich großartige schauspielerische Begabung gezeigt – und zwar alle. Jedem Einzelnen habe ich seine gespielten Emotionen voll und ganz abgekauft. Auch die Gäste, die ich interviewt habe, waren restlos begeistert. Man darf sich also schon wieder auf das nächste Stück, wo ebenfalls Klaus Reitberger Regie führt, freuen! 

Isabella Traunfellner – mein-ticket.at

Tiroler Volkstheater Kufstein greift Shakespeare auf und begeistert sein Publikum mit einer der echten Perlen unter allen Sommerkomödien dieser Welt. […] Nachdem alle Dasteller/innen ebenso dezent wie wirkungsvoll mit Mikrofon verstärkt werden, kann Regisseur Klaus Reitberger die einzelnen Szenen in ständigem Wechsel sehr mobil rund um sein Publikum anlegen, was dem Stück eine zusätzliche Dynamik gibt, zumal der ambitionierte blutjunge Regisseur seine Inszenierung ganz eng an Shakespeares Text entlangführt. […] Die Inszenierung von „Viel Lärm um nichts“ ist ein echtes Highlight dieses Theatersommers.

Christine Frei – Tiroler Woche, Juli 2008

Der Kufsteiner Jungdramatiker Klaus Reitberger führt Regie. Mit erstaunlicher Selbstsicherheit und kompetent führt der junge Regisseur das große Ensemble, das mit vielseitigen Begabungen besticht, durch das Labyrinth der Gefühle und Leidenschaften der Shakespearewelt.

Ekkehard Schönwiese – Darstellendes Spiel, Juli 2008

Nach der gelungen Premiere an einem lauen Vorsommerabend und weiteren erfolgreichen Freilichtaufführungen zeigt das Stadttheater Kufstein Bert Brechts „Dreigroschenoper“ noch and folgenden Terminen […]. Mit über fünfzig Mitwirkenden wagte sich das Ensemble rund um Regisseur Klaus Reitberger an Brechts Kultstück aus den 20er Jahren, untermalt mit der unsterblichen Musik von Kurt Weill. Der Kulissenaufbau ist hervorragend gelungen, die Schauspieler hatten ihre Rollen und die schrägen Songs bestens einstudiert – und hinterließen bereits bei der Premiere ein begeisteres Publikum

Brigitte Eberharter, Tiroler Woche, Juni 2010

Die Begeisterung war spürbar […] Es war eine gelungene Uraufführung vor ausverkauftem Saal. […] Der Schlussapplaus war überwältigend. Wenn Theater mehr sein soll als bloße Unterhaltung, wenn es aufrütteln und Denkanstöße geben soll, dann ist das dem Stadttheater voll und ganz gelungen.

Premierenbericht zu „Der Held“ – Tiroler Woche, März 2009

Allgemein

Uraufführung von „Gefangen“

Am 23. Oktober 2010 wurde bei der Volksbühne Alpenland Thiersee unter der Regie von Hubert Petter mein Drama „Gefangen“ uraufgeführt. Es war ein großer Erfolg und für mich ein sehr schönes Erlebnis.

Pressestimmen:

Herbststück „Gefangen“ war ein Riesenerfolg – Die diesjährige Herbstproduktion „Gefangen“ von Klaus Reitberger aus Kufstein, welche von der Volksbühne Alpenland Thiersee als Welturaufführung gespielt wurde, war ein großer Erfolg. Sämtliche Aufführungen im Landgasthof „Zur Post“ in Landl waren nahezu ausverkauft (teilweise schon eine Woche vor dem Aufführungstermin) und das Drama stieß bei fast alen Gästen auf Begeisterung.

Gerhard Pierzinger – Kufsteinblick, November 2010

Die Volksbühne Alpenland Thiersee legt mit der Uraufführung „Gefangen“ von Klaus Reitberger mehr als nur in einer Hinsicht ein Bekenntnis ab. […] Der Geist der widerständigen Dorftheaterkultur scheint in „Gefangen“ wieder auferstanden zu sein. Klaus Reitberger, das junge Dramatikertalent aus Kufstein, hat für die Volksbühne Thiersee/Landl in bester Anzengruber-Tradition – ein Volksstück geschrieben, das am 23. Oktober uraufgeführt wurde. […] Ein Stück Befreiung zum Thema des Rechtes auf Entwicklung zur Individualität im Widerstand gegen die Beharrung durch ungeprüfte Verhaltensmuster.

Ekkehard Schönwiese – Darstellendes Spiel, Herbst 2010

Zum Stück:

Der Ort ist Tirol. Die Zeit ist heute. Obwohl es auf den ersten Blick anders erscheinen mag, ist „Gefangen“ weit mehr als ein einfaches Dialektstück. Denn in die enge Stube des Bauernhofes der Familie Brenner weht ein Wind der fernen Welt, welcher große Fragen mit sich bringt. Tragen wir nicht alle Masken? Masken, die unserem sozialen Status und den Verhältnissen, in denen wir leben, entsprechen? Spielen wir nicht alle Rollen? Rollen, die determiniert sind durch Geschlecht, Religion, Herkunft, Alter und Sprache? Wann kommt man denn schon dazu, man selbst zu sein? Sind wir nicht alle Schauspieler, die auf der Bühne gefangen sind, eingesperrt in die engen Mauern gesellschaftlicher Erwartungen?

Doch es gibt Menschen, die sich nicht einsperren lassen, Menschen, die den unsagbar großen Mut zeigen, einfach nur sie selbst sein zu wollen und es satt sind irgendwelchen Rollenbildern zu entsprechen. Für ihre Individualität nehmen sie den Hass und den Hohn der anderen in Kauf. Zumindest solange, bis nur noch ein einziger Weg erträglich scheint: die Flucht. Dies ist der Weg der Evi Brenner, der tragischen Heldin dieses Stückes.

Doch all dies ist längst Vergangenheit. Gefangen“ erzählt nicht von Evis Flucht, sondern von ihrer Rückkehr. Wie anknüpfen an ein Leben, das nicht mehr das ihrige ist. Wie ertragen, dass keiner erkennen will, dass sie nicht mehr jene ist, die einst vor allem floh? Ein Stück der großen Fragen und tiefen Emotionen.

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Endlich wieder auf dem Weg…

In dieser Wirklichkeit, die uns umflutet und die im Wechselspiel ihrer Gezeiten dem einen Leid, dem andern Freude vor die Füße spült, – in dieser Wirklichkeit, die unermüdlich wogt, und fließt und brandet, die donnernd gegen schroffe Felsenwände schlägt, die einmal stürmt und schäumt und brodelt – und hernach wieder ach so ruhig scheint, sodass das kaum vergangene Wüten zur undenkbaren Möglichkeit zu werden droht – in dieser Wirklichkeit sind wir zu Hause.
Der Strom der Zeit spült uns vorüber und vorbei an tausend Landschaften und Möglichkeiten, an großen Plänen und geheimen Träumen, an Monumenten der Alltäglichkeit; und auch an vielen Trinkenden, Trunkenen und Ertrinkenden im graublauen Wasser des Lebens. Schnell werden wir durch die Momente hindurchgetrieben – so schnell, dass die Zeit nicht reicht, dem einen schönen Augenblick in gebührender Achtung hinterher zu blicken – denn viel zu rasch werden wir in den nächsten Augenblick hineingespült.
So ist es hin und wieder ratsam, wohltuend und schön, den Fluten zu entkommen, ans Ufer zu krabbeln, dort zu verharren, den Fluss als Ganzes zu betrachten, Größe und Bedeutung seiner zu erahnen, ein wenig zu trocknen, sind in der Sonne zu wärmen, nüchtern zu werden um sich dann wieder hinein zu stürzen in die Wogen des Lebens.

Eine Allegorie und nicht mehr… .

Ich gehe wieder wandern. Wie schon zwei Jahre zuvor, kehre nach zwei Jahren eines turbulenten Leben voller Ereignisse wieder zurück auf den Weitwanderweg meiner einstigen Wahl, kehre zurück an exakt jenen Ort, an dem ich damals stehen blieb – und setze meine Weg fort. Keine Physik, kein Theater mehr, nichts mehr als die Ruhe der Natur, den Weg vor meinen Füße und die wunderbare Ungewissheit nicht zu wissen, wo man die nächste verbringen, wie weit man an diesem Tag gelangen und welche Aussicht sich hinter der nächsten Hügelkuppe offenbaren wird. Zwei Jahre lang habe ich mich darauf gefreut. Und endlich geht es los.

Mein Weg wird mich von Grenoble aus über das Massif du Vercors nach Süden bis Viviers am Fluss Rhône führen. Von dort aus geht es weiter nach Westen, hinein in die Ardèche in Richtung französisches Zentralmassiv. Ich gedenke jeden Schritt zu Fuß zurückzulegen, drei Wochen lang kein einziges Verkehrsmittel zu nützen und zu 100% im Leben zu sein – und nicht im Internet. Dem bleibe ich für diese Zeit fern.

Und zum Geleit ein wenig Fredericus N.:

Es geht ein Wandrer durch die Nacht
Mit gutem Schritt;
Und krummes Thal und lange Höhn —
Er nimmt sie mit.
Die Nacht ist schön —
Er schreitet zu und steht nicht still,
Weiß nicht, wohin sein Weg noch will.

I will now walk into the wild…
Again.

Unterwegs auf dem E4 – Teil 1 (Bregenz bis Saint-Cergue)

Unterwegs auf dem E4 – Teil 2 (Saint-Cergue bis Grenoble)

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Silbersommer-Literaturpreis der Stadt Schwaz

„Die Stimme erheben“ – so lautete das Thema des diesjährigen Autorenwettbewerbes zum Schwazer Silbersommer. Autoren und Autorinnen aus ganz Tirol beteiligten sich und unter all diesen wurde ein Gewinner gekürt.

Ich erinnere mich im Grunde kaum mehr daran, wie es war, als ich meinen Text einreichte. Das muss irgendwann mitten im Dreigroschenoper-Theaterstress gewesen sein. Ich las die Ausschreibung, hämmerte irgendeinen Text in den Computer, druckte aus und schickte ab. Ich bin mir nicht einmal mehr sicher, ob ich ihn überhaupt noch einmal durchgelesen habe.

Umso größer waren folglich mein Erstaunen und meine Freude, als Mitte Juni ein Brief auf meinem Schreibtisch landete und mir verkündete, dass ich den ersten Preis errungen habe. Bei einer feierlichen Lesung und Preisverleihung wurden meine Siegertext, sowie die Texte der Zweit- und Drittplatzierten, am 24. Juni in Schwaz noch einmal verlesen und mir ein großzügiges Preisgeld von € 600 überreicht.

Hier geht’s zum Siegertext.

Auf dem Bild unten sieht man links von mir den Kulturreferenten der Stadt Schwaz, Herrn GR Martin Schwarz. Der Herr rechts von mir ist Roland Jordan, Jurymitglied und Obmann der Literaturvereinigung Turmbund Innsbruck. Ich bedanke mich bei der Stadt Schwaz und bei allen Beteiligten für das schöne Geschenk, das mir mit diesem Preis gemacht wurde.

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Und wir waren im Licht…

What a night! What a crowd! Makes you glad, makes you proud!

Denn wofür lebt der Mensch? Für Abende, wie der gestrige einer war.

Noch schöner, noch spannender, noch wärmer und würziger hätte ich mir unseren großen Premierenabend auf der Burg in Kufstein kaum vorstellen können. Vor einem Publikum von über 250 Leuten zeigten wir „Die Dreigroschenoper“ und ernteten nicht enden wollenden Applaus. Von Vorspiel bis Nachspiel ein gelungenes Ganzes. Ich danke allen, die dies möglich gemacht haben. Der Ort, die Zeit, die Menschen – alles war wunderbar. Jetzt heißt es, auch noch die nächsten Aufführungen zu genießen. Ich freue mich schon sehr auf nächste Woche, wenn es wieder heißt: „Sie werden eine Oper für Bettler sehen.“

Der Countdown läuft…

Heute in zwei Wochen werden wir auf der Festung Kufstein  die Premiere unserer Dreigroschenoper feiern. Alles ist gespannt, alles wartet, bangt und hofft… Alles läuft nach Plan. Die heiße Phase hat begonnen. Es ist das zweite Projekt dieser Größe, dass ich leite – diesmal mit mehr Routine, mehr Spaß und besserer Planung. Wenn auch das Wetter besser ist, dann kann eigentlich gar nichts mehr schief gehen.

Es ist etwas Großes, das wir hier geschaffen – eine einzigartige Bühnenshow voll Gesang, Schauspiel und Tanz, voll düsterem Charme und viel Tiefsinn. Es ist schön, all dies verwirklichen zu können. Selten habe ich mich auf eine Premiere so gefreut. Selten war ich vor einer Premiere so ruhig. Es gab schon kleinere Stücke, die mich nervöser gemacht haben.

Auf geht’s. In den Endspurt. Jeder der’s nicht sieht, ist selber schuld.

Links:

Stadttheater Kufstein

Festung Kufstein

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Lesung in der Kunstveranda

Nach mehreren erfolgreichen Lesungen in Kufstein, Bad Häring und anderswo, hole ich kommenden Mittwoch wieder einmal meine Utopien hervor und werde in der Kunstveranda Kufstein von einer möglichen Zukunft erzählen. Zur Auflockerung gibt’s zwischendurch wie immer auch einige astronomische Gedichte.

MITTWOCH, 19. Mai 2010  –   KUNSTVERANDA  –   Prof.Sinwelstrasse 2   –   20.00 Uhr   –   Eintritt frei

Auf euer Kommen freut sich,

Klaus Reitberger

Der chinesische Taoismus

Am Dienstag, den 13. April, halte ich anlässlich des monatlichen Jour-fixe zu literarisch-philosophischen Grenzfragen (einer Veranstaltung der Literaturvereinigung Turmbund) wieder einmal eine Vortrag. Diesmal geht es um ein Thema, das mich schon viel früher beschäftigte als Sartre oder Nietzsche. Ich werde über den klassischen Taoismus sprechen, wie er zur Zeit der streitenden Reiche (ca. 700 – 200) in China entstand. Dabei werde ich auch einige Textstellen aus den Schriften von Lao-tzu und Chuang-tzu vortragen.

Moderation und Diskussionsleitung: Martin Kolozs

Ort: Spiegelsaal des Palais Pfeiffersberg, Innsbruck, Sillgasse 8/II

Zeit: Dienstag, 13. April 2010, 19.00 Uhr

Mehr Information: Flyer

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