
Wie reizvoll es doch war, fern aller Technik am Berge Theater zu spielen. Am Hügel hinter dem Weinbergerhaus auf über 1200 Metern Höhe spielten wir Shakespeares Sommernachtstraum und waren da-bei Wind und Wetter schutzlos aus-geliefert. Die Sonne war unser einziger Scheinwerfer; auch Musikeinspielungen gab es nicht. Mit dem Kaiserlift kamen bei jeder Aufführung bis zu 200 Zuschauer:innen zu uns herauf und erfreuten sich an unserem Spiel in freier Natur. Reiz-voll war es auch für mich selbst, eine Dialektrolle zu spielen und als Regisseur der einfachen Handwerker das Stück im Stück zu inszenieren. Logistisch stellt so ein Spiel am Berg natürlich eine große Herausforderung dar. Was, wenn ein Sturm aufzieht? Auch bei Kälte und Regen muss geprobt werden.
Kuhfladen und Zecken machen es auch nicht leichter, sich den grünen Hügel hinabzurollen. Und doch kam immer wieder die Sonne zum Vorschein und das Publikum dankte uns für unsere Mühen. Es gibt wohl kaum ein anderes Stück, das so sehr für das Draußen geschrieben wurde, wie der Sommernachtstraum. Die meisten Szenen spielen ohnehin im tiefen Wald und auf der Wiese. Allesamt haben wir in diesem Sommer viel Zeit in freier Natur verbracht.






























