Die vielleicht lustigste Komödie der Weltliteratur durfte ich anno 2011 auf der Kulturhaus-Bühne in Kufstein inszenieren. Gemeinsam mit Bernhard Buchauer spielte ich selbst eine der beiden Hauptrollen. Sehr zufrieden war ich aber auch mit dem antinaturalistischen Bühnenbild, das mit nur wenigen Griffen von „Algernon’s Home“ in „Cecily’s Garden“ verwandelt wurde. Auch die von oben herabfallende Schaukel war ein Highlight, eben-so die vielen Butterbrote, die auf der Bühne verzehrt werden mussten. Rasend schnelle, durchchoreografierte Umbauten begleitet von schwungvollen Klängen trugen dazu bei, diese Komödie mit ihrem wunderbaren Wortwitz zum unvergesslichen Erlebnis zu machen – für die Mitwirkenden und für das Publikum. Gewagt war sicherlich der Vorspann, in welchem wir Oscar Wildes kunstphilosophisches Vorwort seines Romans „The Picture of Dorian Gray“ in deutscher und englischer Sprache deklamiert haben.
JACK: „Wie du es fertig bringst, einfach da zu sitzen und seelenruhig Butterbrote in dich hineinzustopfen, wo wir doch beide bis zum Hals in diesem grässlichen Schlamassel stecken, Algy – das kann ich nicht verstehen!“
ALGERNON: „Ich kann Butterbrote nun einmal nicht in aufgeregter Manier essen. Ich könnte mir mein Jackett beflecken. Butterbrote soll man stets ganz ruhig essen. Das ist die einzig korrekte Art, wie man sie essen kann.“



















