Anstoß zur demokratischen Erneuerung

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Der Gedanke ist nicht neu. Er ist alt – so alt wie die Demokratie. Einst war er ihr Herzstück. Doch dann geriet er in Vergessenheit – wurde vom Staub zweier Jahrhunderte verschüttet. Nun beginnt man, ihn allmählich wieder auszugraben. Kann er dazu dienen, die Demokratie zu stärken, neu zu beleben, zu retten gar? Ich denke schon. Graben wir mit!

Das Gefühl, etwas sei faul im System der elektoral-repräsentativen Demokratie, gewinnt an Stärke. Jene Volksvertreter*innen, die alle Jahre wieder von medial aufgebauschten Wahlritualen in die Parlamente und Räte der demokratischen Welt gespült werden – vertreten sie wirklich „das Volk“? Will heißen: Sind sie legitime Repräsentant*inn*en der Menschen, die sie gewählt – oder nicht gewählt – haben? Im amerikanischen Kongress findet man hauptsächlich Milliardäre, Unternehmer und Anwälte. Wo ist der Rest der Gesellschaft? Wo sind die Arbeiter*innen, die Künstler*innen, die Wissenschaftler*innen, wo die Bauern und Bäurinnen? Wo ist der Rest des Lebens? In vielen europäischen Parlamenten sieht es kaum besser aus.

Längst hat ein beträchtlicher Teil der Gesellschaft dies satt. Man übt sich in Politikverdrossenheit und Demokratiemüdigkeit. Man mag nicht mehr wählen. Man wettert gegen die Elite in den Gremien der Obrigkeit, glaubt sich nicht mehr vertreten, sondern verraten und verkauft. Man hetzt gegen den ungeliebten Typus des Berufspolitikers, den kaum mehr etwas mit den tatsächlichen Ängsten und Nöten der Bevölkerung zu verbinden scheint.Von rechts und links außen kommt immer häufiger die Forderung nach Volksabstimmungen, nach mehr „direkter Demokratie“. Hin und wieder wird dem auch stattgegeben, was oft in Katastrophen endet (z.B. Brexit, Ablehnung des kolumbianischen Friedensabkommens, etc).

Dass eine Volksabstimmung – ein Referendum zu einem heiklen, komplexen Thema – von vornherein eine höchst fragwürdige und bedenkenswerte Angelegenheit ist – zu dieser Einsicht bedarf es wirklich keiner hohen kognitiven Leistung. Man kann doch nicht das Bauchgefühl der großteils uninformierten Masse über Themen entscheiden lassen, zu deren Begreifen und Abwägen es intensiver Ausandersetzung bedarf. Viel zu viel Macht fließt dabei den populären Stimmungsmachern und Sensationsmedien zu. Eine Volksabstimmung zu einem komplexen Sachverhalt wird so meist zum Sieg des Postfaktischen, zum Triumph von Mythen über Fakten, zur Niederlage des Intellekts.

Was weiß man als Durchschnittsbürger*in schon von CETA und TTIP, was wusste man als  Durchschnittsbrite oder -britin über die Risiken des Brexit? Und doch kann man ihm sein Nichtwissen nicht zum Vorwurf machen.

Eine Frechheit wäre es, der breiten Masse zuzumuten, sich neben alltäglichen Sorgen, mit den komplexen Zusammenhängen mancher Brennpunktfrage unserer Zeit zu beschäftigen.

Naiv und kurzsichtig. Das Einarbeiten in die Komplexität der Gegenwart, um zu Entscheidungen zugunsten der Allgemeinheit zu gelangen – genau das ist der Job der Volksvertreter*innen, der Repräsentant*inn*en in den Parlamenten. Doch diese tun dies oft nur schlecht, sind gelähmt von Clubzwang und Parteipolitik, von Wählerstimmenfang und vom Interesse der politischen Karrieren. Legitime Repräsentant*inn*en der Allgemeinheit sind Parlamentarier*innen kaum mehr. Vielleicht sind sie es auch nie gewesen.

Was also tun? Angesichts der Unwegbarkeiten der demokratischen Praxis fällt vielen wohl nichts anderes ein, als einmal mehr den abgedroschenen Spruch zu bemühen, dass die Demokratie eine schlechte Regierungsform sei – aber leider die beste, die wir haben. Noch vor ein paar Wochen hätte ich wohl ähnlich räsoniert. Doch heute denke ich: Eine funktionierende Demokratie ist eine gute Regierungsform. Doch leider ist die Regierungsform, unter der wir heute leben, eben keine funktionierende Demokratie.

Was? Aber wir haben doch freie Wahlen. Sind Wahlen nicht der Inbegriff einer funktionierenden Demokratie? Nein.

Schon Aristoteles bezeichnete die Wahl nicht als demokratisch, sondern oligarchisch. Rousseau und Montesquieu sahen in ihr ein Perpetuieren der Aristokratie. Demokratisch aber sei ein anderer, ein besserer Weg, ein Weg, der einen echten, repräsentativen Querschnitt der Bevölkerung in Entscheidungsprozesse miteinbeziehe und dabei zugleich verhindere, dass unreflektiert und uninformiert entschieden werde; ein Weg, welcher Eliten und volksfremden Berufspolitikern das Wasser abgrabe, ein Weg, der so alt sei, wie die Demokratie selbst. Es gibt ein Mittel, ein demokratisches Werkzeug, das – weit besser als Wahlen – zu einer Neubelebung demokratischer Werte und demokratischen Denkens führen kann: das Los!

Ich sehe große Fragezeichen in den Köpfen der Lesenden. Nehmen wir ein Beispiel und machen einiges klar.

Schwierige Entscheidungen stehen an. Home-Ehe, Cannabis-Legalisierung, TTIP – ja oder nein? Mehr öffentliche Videoüberwachung auf Kosten der Privatsphäre – ja oder nein? Natürlich könnte einfach ein Parlament über die Köpfe der Bürger*innen hinweg entscheiden. Man würde dabei viele Proteste und Demonstrationen in Kauf nehmen, Hass schüren, Politikverdrossenheit mehren – oder aber man macht es so:

Per Los werden bundesweit (etwa aus Wählerregistern) insgesamt 101 Bürger*innen bestimmt. Jeder und jede ab dem sechzehnten Lebensjahr sei dazu geeignet. Diese Gruppe – nennen wir sie den „Rat der 101“ – wird nun für ein paar Wochen oder Wochenenden in die Hauptstadt berufen. Diese Tätigkeit ist selbstverständlich mit einer großzügigen Aufwandsentschädigung in der Höhe so manchen Politiker*innen*gehalts verbunden.

Der Rat der 101 ist ein echter Querschnitt der Bevölkerung: Jung und alt, arm und reich, Arbeiter*innen und Ba*uer*inne*n, Pflegekraft und Firmenleitung, homo und hetero, rechts und links – die zufällige Wahl stellt die Heterogenität – die Verschiedenartigkeit – des Rates sicher. Es bedarf keiner ausgefeilten Alogrithmen um sicherzustellen, dass die verschiedenen Gesellschaftsschichten darin vertreten sind – das Los allein reicht aus, um alle mit der ihrer Anzahl gemäßen Wahrscheinlichkeit in den Rat zu wählen. Nichts ist repräsentiver als die Hand des Zufalls – als das Los.

Mehrere Tage lang wird sich der Rat der 101 mit den einzelnen Themen beschäftigen. Vom Rat frei wählbare Fachleute und Kenner*innen der einzelnen Themen informieren ihn intensiv über die Vor- und Nachteile der verschiedenen Gesetzesentwürfe. Für und wider sollen gehört und in all ihren Facetten beleuchtet werden. Vor allem aber wird viel diskutiert. Man tauscht sich viel aus. Der Rat der 101 symbolisiert eine Art Idealbild der Demokratie. Vertreter verschiedener Gesellschaftsschichten treten miteinander in engen Kontakt, tauschen sich aus, lernen die Ängste und Bedürfnisse des jeweils anderen kennen. Man lernt zu verstehen, lernt, sich eine fundierte Meinung zu bilden.

Nach mehreren Tagen der ausführlichen Diskussion und der Anhörung einer Schar von Expert*inn*en, kommt ein Gesetzesentwurf schließlich zur Abstimmung. Der Rat der 101 stimmt ab. Die Entscheidung soll bindend sein. Nach einer gewissen Zeitspanne von etwa einem halben Jahr endet die Amtsperiode des Rats der 101. Es kommt zum nächsten Losverfahren. Ein neuer Rat wird gezogen.

Dieses Verfahren bietet mehrere Vorteile, die uns in unserer politikmüden Zeit ein Segen sind:

  • Entscheidungen des Rates haben große Legitimität, da sie nicht von einer sogenannten Elite, sondern von einfachen Bürger*inne*n getroffen werden
  • Entscheidungen werden nicht uninformiert auf Basis unreflektierter Emotionen, sondern nach gründlicher Information und Beratung getroffen
  • Da ein jeder und eine jede damit rechnen muss, eines Tages in den Rat der 101 gelost zu werden, steigt das generelle Interesse für Politik und die Themen der Zeit. Größeres Vertrauen in die demokratischen Institutionen sind die Folge. Der Wutbürger hat ausgedient.

Bedenken und Einwände:

  • Aber kann man wirklich darauf vertrauen, dass X-beliebige Bürger*innen zu kompetenten Entscheidungen fähig ist?

Ja. Pilotprojekte dieser neuen/alten Variante der Demokratie in Irland haben gezeigt, dass ein Rat wie der Rat der 101 sehr wohl die große Verantwortung fühlt, die auf seinen Schultern lastet. Der Einzelne spürt die Bürde seiner Aufgabe, versucht so viel wie möglich über das Thema in Erfahrung zu bringen, um eine informierte Entscheidung zu treffen. Dazu gibt ihm die Befreiung vom Alltagsstress ausreichend Zeit. Vor allem aber die Diskussion mit Andersgesinnten anderer Bevölkerungsschichten vermag vieles zu bewirken. Im Versuch andere zu überzeugen, wird man leicht selbst überzeugt. Eine fundierte Entscheidung setzt sich durch.

  • Aber werden sich bildungsferne Schichten und notorische Nichtwähler denn überhaupt motivieren lassen, ohne Zwang bei diesem Rat der 101 mitzumachen?

Ja. Die Möglichkeit, plötzlich Entscheidungsträger zu sein, für geraume Zeit bei heiklen Fragen mitzubestimmen hat einen ungeheuren Reiz. In den Rat der 101 gelost zu werden, gilt als Ehre. Teilnehmer*innen sind hochangesehen. Zudem bietet eine angemessen Aufwandsentschädigung einen weiteren Anreiz.

Die oben geschilderte Variante des Rats der 101 ist nur als ein mögliches Beispiel der Anwendung des Losprinzips zu sehen. Es gibt komplexere, vielleicht bessere Varianten. Mehrere Spielarten, auch Kombinationen von Wahl und Los sind möglich. Ich wählte dieses einfache Beispiel der Anschaulichkeit wegen. Für weitere – ausgereiftere – Spielarten werfe man am besten einen Blick in die unten gelistete Literatur.

Als Name dieser Form der Demokratie, in der das Los und nicht die Wahl als oberstes Prinzip gilt, kann man den Ausdruck „aleatorisch-repräsentative Demokratie“ wählen. Namensgeber sind dabei die Würfel – alea. Als die Demokratie im antiken Griechenland erfunden wurde, war sie tatsächlich von aleatorischer Natur. Die Wahl hatte darin nur eine verschwindend geringe Rolle und galt als undemokratisch. Das Los entschied, wer die Entscheidungen traf. Ähnlich war es auch noch im Venedig des Mittelalters. Der Doge wurde per Los gewählt. Erst die Gründerväter Amerikas machen dem Losverfahren – das einst als Inbegriff der Demokratie galt – den Garaus. Die Folge waren Politikerddynastien und ein System, das oft mehr aristokratisch als demokratisch scheint. Denn auch wenn der Bürger der elektoral-repräsantiven Demokratie wählen darf – er darf nicht wählen, wen er wählen darf. Die Namen auf den Listen, die Spitzenkandidaten und ihre Programme werden fertig vorgelegt – und oft fehlen dabei wichtige Alternativen. Zweihundert Jahre lang galt das Losprinzip als vergessen. Wird es Zeit für dessen Wiederentdeckung?

Auch wenn man von der aleatorisch-repräsentativen Demokratie in ihrer Reinform skeptisch gegenübersteht – ein Versuch wäre es wert. Man will ja nicht gleich dafür plädieren, die Parlamente abzuschaffen. Ein Bürger*innen*rat per Los – ein Rat der 101 als Korrektiv zum gewählten Parlament – wäre schon ein Anfang. Auch auf kommunaler Ebene hat man hier viele Möglichkeiten. Steht eine heikle lokalpolitische Frage an – so führt eine generelle Einwohnerbefragung selten zur besten Entscheidung. Die meisten sind uninformiert. Das Bauchgefühl ist ein schlechter Herrscher. Ein ausgelostes, informiertes Gremium wäre da schon eine bessere Variante – eine Variante, die einen Versuch wert wäre.

Wichtig ist: Die Spielregeln der Demokratie sind nicht in Stein gemeißelt. Wenn die Demokratie erstarrt, dann stirbt sie. Machen wir sie wieder dynamisch. Experimentieren wir. Wenn eine elektoral-parlamentarische Demokratie mit volksfremden Eliten einhergeht und ein Zuviel an direkter Demokratie zu fatalen Beschlüssen gegründet auf uninformiertem Bauchgefühl führt – vielleicht ist es da an der Zeit, jene alte Form des Losverfahrens wieder ins Leben zu rufen. Trauen wir uns, demokratischer zu sein. Experimentieren wird wieder – so wie es die alten Griechen taten. Wagen wir – und würfeln wir. Die beste Regierungsform ist vielleicht doch noch nicht gefunden. Die Demokratie ist gut – aber nicht so, wie wir sie betreiben.

„So gilt es, will ich sagen, für demokratisch, dass die Besetzung der Ämter durch das Los geschieht, und für oligarchisch, dass sie durch Wahl erfolgt.“

Aristoteles

 

„Wahl durch Los entspricht der Natur der Demokratie – Wahl durch Abstimmung der Natur der Aristokratie“

Montesquieu

 

„Das entspricht der Natur der Demokratie […]. In jeder wahren Demokratie ist ein Amt kein Vorteil, sondern eine drückende Last, die man gerechterweise nicht dem einen mehr als dem anderen auferlegen darf. Das Gesetz allein darf sie dem auferlegen, auf den das Los fällt.“

Rousseau

 

Weitere (sehr lesenswerte) Lektüre:

B. Berbner, T. Stelzer u. W. Uchatius: Zur Wahl steht: Die Demokratie. DIE ZEIT Nr.4/2017

David van Reybrouck: Gegen Wahlen – Warum Abstimmen nicht demokratisch ist. Wallstein Verlag. Göttingen, 2016.

Hubertus Buchstein: Demokratie und Lotterie Das Los als politisches Entscheidungsinstrument von der Antike bis zur EU. Frankfurt a. M. / New York 2009.

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Kőszeg, Ungarn – Puigcerdà, Spanien

 

Kőszeg, Ungarn – Puigcerdà, Spanien

Was diese beiden Orte miteinander verbindet?

2630 Kilometer Fernwanderweg, die ich beschritten habe!

  1. Juli 2006 bis 1. November 2016

Binnen diesen zehn Jahren ist mir der Europäische Fernwanderweg E4 in kurzen und längeren Etappen immer wieder ein Ort der Erholung und Ruhe gewesen. Habt Dank ihr Wanderwegbewahrer und -gestalter, ihr Wanderorganisationen und Einzelkämpfer, ihr, die ihr dafür sorgt, dass es diese Wege gibt.

Und für alle, die mehr wissen wollen: im Laufe des nächstes Jahres soll ein Büchlein fertig werden, in dem ich meine Erlebnisse vom Wegesrand in Frankreich, der Schweiz und Österreich schildere.

Und auch weiterwandern werde ich. Der E4 ist schließlich 10 000 km lang und erst ein Viertel ist geschafft. Mitte sechzig plane ich in Ost und West das Ende zu erreichen. Es ist schön, sich einen Fernwanderweg zur Lebensaufgabe zu machen. Es warten noch große Teile Spaniens, Ungarns, Serbiens, Bulgariens und Griechenlands.

Der Weg ruft und der Wanderer wird weiter wandern. Für ein vereintes Europa und für die Schönheit des Weges – bei Regen, Wind und Sonnenschein!

Abendrot

Der Autor und Regisseur verspricht ein ruhiges, besinnliches, doch sehr emotionales Stück. Was macht ein Menschenleben aus? Sind wir denn mehr als der schöne Schatz unserer Erinnerungen? Obwohl das Thema ein ernstes ist, soll dieses Stück viel Lebensfreude versprühen und in unseren Köpfen ein leuchtendes Ja zum Leben zünden.

Hildegard Reitberger, Obfrau des Stadttheaters Kufstein, dominiert als Hauptfigur Egilda das Bühnengeschehen. Im ersten Teil des Stückes lernen wir sie in einem Café kennen und tauchen vor dem Hintergrund des bunten Treibens tief in ihr Leben ein, in ihre Träume, in ihre Aussichten und Absichten. Doch dann ändert sich alles. Nach einem einschneidenden Erlebnis sieht sich Egilda plötzlich gezwungen, gegen das Gesetz zu verstoßen und die Moralvorstellungen ihrer Mitmenschen in Frage zu stellen. Denn sie ist frei und ihre Freiheit lässt sich nicht einsperren.

Am Ende steht die große Frage: Was würde man selbst tun? Würde man Egilda an ihrem Vorhaben hindern wollen? Oder würde man ihr sogar helfen wollen und sich dabei strafbar machen?

„Abendrot“ ist Theater, das niemanden kalt lässt, Theater, das uns zeigt wie zerbrechlich und kostbar das Leben doch ist.

Die Bilder:

Der Folder:

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Der TV-Bericht:

Die Presse:

Inszenierungen

Mein Theaterherbst

Es stehen wieder zwei Uraufführungen meiner Stücke auf dem Programm.

Das Theater frei-wild. zeigt am 18. November zum ersten Mal das Stück „Der Krah“. Es ist dies die Geschichte eines (un-)Heiligen Abends in  einer Hütte irgendwo in den Alpen… Mehr dazu auf: http://www.theater-frei-wild.at/

Und ab 15. Oktober zeigen wir in der Landesmusikschule Kufstein mein neustes Stück – das Drama „Abendrot“.

Weiters stehen in Deutschland zwei weitere Inszenierungen von „Der Anschein“ auf dem Programm – einmal in Ettlingen/Karlsruhe und einmal in der Eifel. Hier nochmal die schöne Kritik der Uraufführung des letzten Jahres: Link

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Les Houches, Diderot et Grenoble

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Von einer kurze Reise wiederkehrend schreibe ich Gedanken nieder.

Es waren schöne Tage in Les Houches, dem kleinen Dorf mit seiner wunderbaren Aussicht auf die Kette des Mont-Blanc. Im Ort selber war ich kaum. Die meiste Zeit verbrachte ich mit 50 anderen Astrophysikern und Astrophysikerinnen in der dreißig Marschminuten oberhalb des Orts gelegenen École de la Physique, wo auch Pauli und Dirac schon weilten. Die Vorlesungen waren gut, die Zuhörerschaft international, die Einsichten durchaus von Nutzen – auch für meine eigene Forschung.

Doch im Vordergrund stand dieser hypnotisierende Blick auf die höchsten Gipfel Europas, der einen in jeder Pause, am frühen Morgen und nachts unter Sternen immer wieder still stehen und staunen ließ. Ein kleiner Rundweg führt für 10 Minuten durch zauberischen Märchenwald. Vogelgesang und fröhliches Krötengequake. Am Gipfel des Hausbergs Le Prarion watete ich noch durch Schnee und sah weit in die Ferne, doch längst nicht so weit wie von der Nadel des Mittags, der Aiguille du Midi. Dort hinauf, auf 3842 m, führt von Chamonix aus eine Seilbahn und der Blick, der sich bietet, ist einzigartig in der Welt. Man sieht die weiße Kuppe des Mont-Blanc – zum Greifen nah. Und ferner sieht man Matterhorn und Monterosa, Jura, Chaîne des Aravis und tausend andere Berge dreier Länder. Lange stand ich dort am Gipfel, höher als jeder Gipfel Österreichs, und blickte auf das Dach Europas. Chamonix selbst ist ein Genuss. Trotz Tourismus blieb Beschaulichkeit bewahrt. Die Statuen der großen Gestalten seiner Geschichte ragen am Ufer der Arve empor – und alle blicken sie hinauf zum Mont-Blanc. Die kleine Eisenbahn, die Martigny in der Schweiz und St. Gervais in Frankreich verbindet rattert im Stundentakt gemächlich durchs Tal, welches unten so saftig grün und oben so ewig weiß ist. Ich erfreute mich einmal mehr an französischer Kultur, am Klang der Sprache und an der Küche. Die Mahlzeiten in der École de physique waren wirklich famos, auch der Charme und Humor des Koches war ein Spektakel. Auf kleinen Wanderungen erkundete ich, teils allein, teils mit anderen, die Gegend. Der Ort Les Houches, das Dorf Servoz, der Gipfel des Prarion und die beschauliche Ruine aus dem 13. Jahrhundert unten am Fluss, die auch schon Victor Hugo mit Versen bedachte – all diese Orte bleiben mir im Gedächtnis. Auch das Krähen des Hahnes am Morgen, das Zirpen der Grillen am Nachmittag und das ewige Rufen der Schafe auf der Weide gleich unterhalb unserer Unterkünfte. Das Wetter zeigte sich abwechslungsreich in allen Facetten. Neben sommerlicher Wärme, neben Starkregen und Sturm, überraschte uns eines Morgens auch ruhiger, beschaulicher Schneefall und für einen Vormittag war die Welt tief winterlich.

Ich las viel in jenen Tagen. Zuerst beschäftigte ich weiter mit Faulkner und seinem düsteren Roman „Absalom, Absalom“, dessen Ende mich packte und mit dem Anfang versöhnte. Dies Buch ist ein Schälen der Zwiebel, deren wahre Gestalt hinter vielen Schichten des Scheins verborgen liegt. Welch eine Enthüllung in den letzten Kapiteln. Und welch ein Kontrast in französischen Bergen ein amerikanisches Südstaatendrama zu lesen. In einer Buchhandlung in Chamonix stieß ich auf Denis Diderot und seine Geschichten. Allein im Wald las ich laut von Freude und Leid seiner Figuren, die zum Teil gar wirklich lebten. Schön war es, im Wald Diderot zu lesen.

In einer Schlucht liegt eine kleine Bahnstation. Der Wanderweg endet dort. Es gibt nur ein kleines Häuschen aus Holz. Der Zug hält nur, wenn man die Hand hebt. Über ein altes Viadukt quert er die Arve und passiert die einsame Station. Und erst gestern stand ich da, hob meine Hand und der Zug hielt.

Und so verließ ich nach zehn Tagen das schöne Arvetal. Aber noch ging es nicht zurück in die Heimat. Zu nahe lag ein sehr vertrauter, altbekannter Ort. Ich kam nicht umhin, ihn zu besuchen. Über Saint-Gervais und Bellegarde fuhr ich nach Grenoble. Eine Beobachtung am Weg: In der schönen, runden Bahnhofshalle von Bellegarde steht einfach so ein Klavier und lädt alle wartenden zum Spielen ein. Pour vous à jouer. Ah, c’est la France!

Bald sah ich vom Fenster des Zuges Le Rhône, bald den wunderbaren Lac du Bourget, bald auch die Isère, den Dent de Crolles und die Chartreuse. Alles Bekannte von einst. Und schon war ich da – in Grenoble. Vor drei Jahren hab ich hier ein halbes Jahr lang gelebt. Wie schnell die Zeit vergeht. Ich schlenderte durch die Straßen, fuhr mit der Seilbahn hinauf zum Fort de Bastille, genoss einmal mehr den vertrauten Blick hinab in die Stadt und hinüber auf die Gebirgsmassive von Belledonne und Vercors. Viele Gipfel der Umgebung hatte ich damals erklommen, die Moucherotte, die Chamechaude, den Néron. Ich wanderte weiter die Straße hinab nach La Tronche. Hier steht das Haus, wo ich ein halbes Jahr wohnte, das Fenster zum Zimmer, wo ich so viel las und schrieb, wo ich schwitzte und fror. Alle Fenster waren zu, die Jalousien geschlossen. Ob meine Vermieterin wohl noch hier wohnte?

Da war mein Waldweg hinab in die Altstadt, der Baumstamm, wo ich einst mit Maria desnachts grünen Chartreuse trank, die Porte Saint Laurent, die Rue Saint-Laurent, die Pont Saint-Laurent, der Löwenbrunnen mit seiner Schlange. Auch der E4 verlief genau hier. Die Altstadt, die Brunnen, der Place Victor Hugo – alles wie damals. Nur die vierte Straßenbahnlinie ist endlich fertig geworden. Nach gutem Essen ging ich ins Kino, wo ich damals zahlreiche Filme gesehen hatte. Gleich daneben stand der dunkle Turm von Perrin, unter dem ich am 14. Juli 2013 das schönste Feuerwerk meines Lebens sah, untermalt mit Vivaldi.

Morgens ging ich zum Markt, kaufte Obst so wie damals, nur kein Gemüse. (Das eignet sich nicht so gut für die Zugfahrt.) Ich saß lang mit Croissant und Chocolatine im Café am Place de Saint-Claire. An so vielen Sonntagen war ich hier damals gesessen und hatte hier viele Bücher gelesen. Stendhal und Voltaire, Dumas und viel mehr. Der Kellner ist derselbe geblieben, doch er kennt mich nicht mehr. Wie damals blieb ich lange hier, zwei Stunden fast – und las den Diderot zu Ende. Mehr als seine traurigen Kurzgeschichten, die wirklich schön und berührend sind, begeisterte mich aber ein kurzer Text im Anhang: seine Éloge sur Richardson. Als der englische Autor Richardson gestorben war, widmete Diderot ihm eine Eloge und nie noch habe ich einen Autor so über einen anderen Autor schreiben sehen. Diderot verehrt und verherrlicht das Werk von Richardson derart, dass mir eine baldige Lektüre seiner Werke unvermeidlich scheint. Eine Eloge, die sich zu lesen lohnt und die dazu anspornt, neue literarische Gefilde zu erkunden. Ô Richardson, tu ne mens jamais.

Und wieder vorbei am schönen Lac du Bourget, am großen Taubenschlag und an den weinrebenreichen Hängen des Léman gleite ich nun der Heimat entgegen. La France, je reviendrai.

 

 

Nach ein paar Zeilen Dostojewski

Wie frappierend gut das Buch, wie ungewohnt packend das Lesen einem erscheint, wenn man nach Jahren anderweitiger Lektüre endlich wieder einmal einen Roman von Dostojewski zur Hand nimmt. Die ausgefeilte Erzählkunst des bärtigen Russen lässt andere Meister der Weltliteratur rasch alt aussehen. Diese Meinung teilten übrigens auch Albert Camus oder Siegmund Freund. Für den einen war „Die Dämonen“ das beste Prosawerk, das je geschrieben wurde, für den anderen war es „Die Brüder Karamaso“. Dostojewski ist und bleibt der feinfühligste, abgründigste und wohl auch beste Romancier unserer Spezies. Sein Werk hat einen ungeheuren Sog und macht mir eben wieder sehr viel Freude.

Wintersonnenwende

An diesem Tage lohnt es, daran zu denken, wie groß die Emotionen waren, die unsere Vorfahren damit verbanden.

Seit Monaten werden die Tage dunkler und kälter. Es herrscht immer mehr Nacht. Das Leben wird zunehmend karger. Alles stirbt. Das Grün des Sommers ist längst eine verblassende Erinnerung geworden. Man friert immer mehr, sieht immer weniger. Es fühlt sich so an, als ginge alles zu Ende. In den Herzen herrscht Weltuntergangsstimmung. Denn wieso sollte alles werden, wie es war? Man sieht doch, wie das Licht mit jedem Tag schwindet, wie Sonnenauf- und untergang sich immer weiter nach Süden verschieben, bis sie sich fast schon treffen und beinahe ewige Dunkelheit herrscht. Etwa so haben sich tausende Generationen von Jägern, Sammlern und frühen, sesshaft gewordenen Bauern in den Tagen vor der Wintersonnenwende gefühlt.

Doch dann … dreht die Sonne plötzlich um und gibt inmitten aller Kälte das Versprechen des wiederkehrenden Sommers, des wiedererwachenden Grüns, der ewigen Wiederkunft des Lebens. An dem Tag, da im alten Megalith-Bau des irischen Newgrange der Strahl der Morgensonne in die innerste Kammer eindringt und diese zum Leuchten bring, ändert sich alles. Die Sonne kehrt um. Die Tage werden wieder länger. Und die Last von Frost und Dunkelheit ist plötzlich viel leichter zu tragen. Denn mit jedem Sonnenaufgang sieht man, wie die Tage wieder länger werden.

Welch Freude und Erleichterung, welch Feste hat die Zeit der Wintersonnenwinde in der Geschichte der Menschheit wohl erlebt? Wie viele Tränen wurden ob der Umkehr der Sonne vergossen? Es lohnt sich, am Tag der Sonnenwende unserem Gestirn der Spektralklasse G7 beim Untergehen zuzusehen und sich darauf zu besinnen.

Rettungsboot an Unbekannt

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Termine und Spielorte:

  • am 28.3 / 3.4 und 6.4. 2015 im Kulturhaus Kufstein
  • am 13.5. / 16.5. und 17.5. 2015 im Kulturhaus Kufstein. (am 17.5. als Benefizaufführung für die Opfer des Erdbebens in Nepal)
  • am 13.11. 2015 in der Arche Noe Kufstein
  • am 6.4. 2017 im Kulturhaus Kufstein
  • am 7.4. 2017 bei den Internationalen Theatertagen am See in Friedrichshafen

Zum Inhalt:

Nach einem tragischen Schiffsunglück befinden sich drei Überlebende an Bord eines kleinen Rettungsbootes. Es bleibt nicht viel Zeit. Der Proviant wird bald zur Neige gehen. Ein Funkspruch hinaus ins Unbekannte – die letzte Hoffnung der Schiffbrüchigen – bleibt jeden Tag aufs Neue ohne Antwort.
Misstrauen macht sich breit. Zu zweit könnte man viel länger überleben, als zu dritt. Was, wenn zwei sich gegen einen verbünden?  Doch es gibt noch ganz andere Fragen. War das Schiffsunglück wirklich nur ein Unfall? Oder war es ein Anschlag? Ist einer der drei Überlebenden gar selbst der Attentäter?

„Rettungsboot an Unbekannt“ ist die Geschichte dreier Menschen im nackten Kampf ums Überleben. Wer spricht die Wahrheit? Wem kann man glauben? Ein jeder hat eine Geschichte. Ein jeder hatte Hoffnungen und Träume. Doch alles zerschellt im Angesicht der nahenden Vernichtung. Es sei denn, dass doch noch Hilfe käme …

In den Hauptrollen: Albin Winkler, Maria Kaindl, Klaus Reitberger
Fotos von Sylvia Größwang.

Die Bühne:

Ein herausragendes Feature an dieser Inszenierung war wohl das Bühnenbild, das bei den Spielterminen im Jahr 2015 im Kulturhaus Kufstein zu sehen war. Der von einem Sternentransparent umrahmte erhöhte Bühnenaufbau in Sechseckform hatte als Hintergrund eine Rückprojektionsleinwand auf welcher das Live-Bild einer auf der oberen Bühnenhinterseite installierten Kamera zu sehen war. Das Publikum konnte also alle drei Schauspieler:innen immer zweimal sehen – von vorne und hinten. Selbst wenn man flach am Boden lag, war man auf der Projektionsleinwand gut sichtbar.

Sylvia Groesswang

Der Folder:

Die Bilder:

Inszenierungen

Wiederaufnahme der „Kosmischen Strahlen“!

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2015 gibt es eine Wiederaufnahme dieses Erfolgsstückes aus dem Jahr 2012. 

Zwei Aufführungen stehen an: am 14. Oktober in Kufstein und am 17. Oktober in Münster, Westfalen

Reservierungen für den Kufstein-Termin unter +436769161457 oder klaus.reitberger@gmail.com

Infos zum Gastspiel in Münster finden Sie hier

In bewegenden Episoden zeigt dieses Theaterstück ausgewählte Momentaufnahmen aus dem Leben von Victor F. Hess, dem Entdecker der kosmischen Strahlung. Von der dramatischen Ballonfahrt 1912 bis zur Flucht vor den Nazis, vom Disput mit Millikan bis zur Verleihung des Nobelpreises – hautnah am Leben werden Erfolge und Höhepunkte, Rückschläge und Niederlagen szenisch dargestellt.

Nach bisherigen Aufführungen in Innsbruck, Kufstein und Wien gehen die „Kosmischen Strahlen“ im Herbst auf Tournee:

Unsere Tournee:

  • am 9. September ein letztes Mal in Kufstein ( 19.00 Kulturhaus) mit anschließenden Vortrag über offene Rätsel der Astro- und Teilchenphysik von Klaus Reitberger
  • am 19. September in Graz (20.15 Uhr , Universität Graz, Hörsaal 05.01) – Details
  • am 20. September auf Schloss Pöllau (20.00 Uhr, Großer Freskensaal) – Details
  • am 21. Oktober auf Stift Melk (16:00 Uhr, Dietmayrsaal) – Bilder
  • am 30. Oktober in Siegen (11.00 Uhr, Siegerlandhalle) – Plakat
  • am 6. Dezember in Berlin (DESY Zeuthen) – Details
  • am 17. Januar in Rosenheim (FH) – Details
  • am 14. Oktober 2015 im Kulturhaus Kufstein (Beginn: 20.30 Uhr)
  • am 17. Oktober 2015 beim Astroseminar der WWU Münster – Details

Wir haben Anfragen für weitere Gastspiele und sind gerade dabei diese zu konkretisieren. Bei Interesse: +43 699 10811013

Video-Ausschnitt:

Das Buch zum Stück:

Bei der university press innsbruck erschien vor kurzem das Buch zum Stück – jetzt auch in englischer Sprache. Als Übersetzter fungierte Arthur Breisky – der Enkel von Victor F. Hess

Beide Versionen sind erhältlich auf amazon

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Pressestimmen:

„Zum Theaterstück kann ich sagen, dass mich die eingesetzten Bühnenbilder sehr beeindruckt haben, beispielsweise kam gleich am Anfang der Aufführung ein riesiger Heißluftballon zum Einsatz, welcher auf der kleinen Bühne des Kulturhauses eine große Wirkung erbrachte. Ebenfalls positiv wirkte auf mich, dass das Wechseln der Bühnenbilder nicht hinter verschlossenen Vorhängen geschah, sondern so, dass jeder es sehen konnte. Außerdem fand ich es toll, dass Klaus Reitberger diesmal nicht nur als Regisseur, sondern auch als Schauspieler – wenn auch nur in einer kleinen Rolle – fungierte. Ganz allgemein wurde dieses doch eher schwierige Thema der Kosmischen Strahlen gut verständlich und sehr spannend umgesetzt. Die schauspielerischen Leistungen waren allesamt top, besonders die Rolle des Victor F. Hess wurde hervorragend und absolut authentisch gespielt.“

Isabella Traunfellner – mein ticket

Stückbeschreibung:

Wir schreiben das Jahr 1912: Nach Jahren der Vorbereitung wagt der Physiker Victor Franz Hess eine riskante Ballonfahrt auf über 5000 Meter Höhe. Nur dort kann er Antwort finden auf ein Rätsel, das ihn schon lange beschäftigt. Das Experiment gelingt. Sensationelle Messergebnisse liefern den Nachweis einer bisher unbekannten Strahlung aus dem Weltraum.

Zurück am Boden scheint sich die Welt vorerst nicht sehr für Hess‘ Entdeckung zu interessieren. Als Jahre später einem Amerikaner ebenfalls die Messung dieser merkwürdigen „kosmische Strahlung“ gelingt, wird dieser als ihr Entdecker gefeiert. Späte Würdigung erfährt Hess erst im Jahre 1936. Der Physik-Nobelpreis wird ihm verliehen.

Doch auch die Welt der Wissenschaft bleibt von den politischen Ereignissen nicht unberührt. Es bricht eine Zeit an, in welcher kritisches Denken unerwünscht und schließlich gar verboten ist. Hess hat aus seiner Gesinnung nie einen Hehl gemacht und wagte stets den Nationalsozialismus offen zu kritisieren. Dafür wird ihm nun alles genommen: Stellung, Ansehen, Besitztümer. Im Herbst 1938 kann er sich gerade noch rechtzeitig über die Grenze in die Schweiz und weiter nach Amerika flüchten. Seine Heimat hat ihn verstoßen.

Entstehungsgeschichte:

Das Theaterstück entstand in Zusammenarbeit mit dem Institut für Astro- und Teilchenphysik der Universität Innsbruck. Der Autor selbst (Regisseur zahlreicher Inszenierungen beim Stadttheater Kufstein) ist dort als Doktorand auf dem Gebiet der experimentellen Astroteilchenphysik tätig. Wertvolle Hilfe bei historischen Detailfragen wurde uns überdies von Seiten der Victor-Franz-Hess Gesellschaft zuteil.

Die Schauspieler:

Hanspeter Teufel als Victor F. Hess

Franz Osl als Hauptmann Hofory / Rudolf Steinmaurer / Grenzer und Polizist

Stefan Schimmele als E. Wolf / Student

Maria Kaindl als Rosa Breisky

Klaus Reitberger als ein Künstler

Spieldauer:

ca. 1 Stunde

Die drei Herren im Ballon

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Rettungsboot an Unbekannt

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Zum Stück:

Nach einem tragischen Schiffsunglück befinden sich drei Überlebende an Bord eines kleinen Rettungsbootes. Es bleibt nicht viel Zeit. Der Proviant wird bald zur Neige gehen. Ein Funkspruch hinaus ins Unbekannte – die letzte Hoffnung der Schiffbrüchigen – bleibt jeden Tag aufs Neue ohne Antwort.
Misstrauen macht sich breit. Zu zweit könnte man viel länger überleben, als zu dritt. Was, wenn zwei sich gegen einen verbünden?  Doch es gibt noch ganz andere Fragen. War das Schiffsunglück wirklich nur ein Unfall? Oder war es ein Anschlag? Ist einer der drei Überlebenden gar selbst der Attentäter?

„Rettungsboot an Unbekannt“ ist die Geschichte dreier Menschen im nackten Kampf ums Überleben. Wer spricht die Wahrheit? Wem kann man glauben? Ein jeder hat eine Geschichte. Ein jeder hatte Hoffnungen und Träume. Doch alles zerschellt im Angesicht der nahenden Vernichtung. Es sei denn, dass doch noch Hilfe käme …

URAUFFÜHRUNG: Sa 28. März um 20.00 Uhr im Kulturhaus Kufstein

In den Hauptrollen: Albin Winkler, Maria Kaindl, Klaus Reitberger

Der Flyer zum Download als pdf

Probenfotos:

Dank an unsere Fotografin Sylvia Größwang.