Wiederaufnahme der „Kosmischen Strahlen“!

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2015 gibt es eine Wiederaufnahme dieses Erfolgsstückes aus dem Jahr 2012. 

Zwei Aufführungen stehen an: am 14. Oktober in Kufstein und am 17. Oktober in Münster, Westfalen

Reservierungen für den Kufstein-Termin unter +436769161457 oder klaus.reitberger@gmail.com

Infos zum Gastspiel in Münster finden Sie hier

In bewegenden Episoden zeigt dieses Theaterstück ausgewählte Momentaufnahmen aus dem Leben von Victor F. Hess, dem Entdecker der kosmischen Strahlung. Von der dramatischen Ballonfahrt 1912 bis zur Flucht vor den Nazis, vom Disput mit Millikan bis zur Verleihung des Nobelpreises – hautnah am Leben werden Erfolge und Höhepunkte, Rückschläge und Niederlagen szenisch dargestellt.

Nach bisherigen Aufführungen in Innsbruck, Kufstein und Wien gehen die „Kosmischen Strahlen“ im Herbst auf Tournee:

Unsere Tournee:

  • am 9. September ein letztes Mal in Kufstein ( 19.00 Kulturhaus) mit anschließenden Vortrag über offene Rätsel der Astro- und Teilchenphysik von Klaus Reitberger
  • am 19. September in Graz (20.15 Uhr , Universität Graz, Hörsaal 05.01) – Details
  • am 20. September auf Schloss Pöllau (20.00 Uhr, Großer Freskensaal) – Details
  • am 21. Oktober auf Stift Melk (16:00 Uhr, Dietmayrsaal) – Bilder
  • am 30. Oktober in Siegen (11.00 Uhr, Siegerlandhalle) – Plakat
  • am 6. Dezember in Berlin (DESY Zeuthen) – Details
  • am 17. Januar in Rosenheim (FH) – Details
  • am 14. Oktober 2015 im Kulturhaus Kufstein (Beginn: 20.30 Uhr)
  • am 17. Oktober 2015 beim Astroseminar der WWU Münster – Details

Wir haben Anfragen für weitere Gastspiele und sind gerade dabei diese zu konkretisieren. Bei Interesse: +43 699 10811013

Video-Ausschnitt:

Das Buch zum Stück:

Bei der university press innsbruck erschien vor kurzem das Buch zum Stück – jetzt auch in englischer Sprache. Als Übersetzter fungierte Arthur Breisky – der Enkel von Victor F. Hess

Beide Versionen sind erhältlich auf amazon

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Pressestimmen:

„Zum Theaterstück kann ich sagen, dass mich die eingesetzten Bühnenbilder sehr beeindruckt haben, beispielsweise kam gleich am Anfang der Aufführung ein riesiger Heißluftballon zum Einsatz, welcher auf der kleinen Bühne des Kulturhauses eine große Wirkung erbrachte. Ebenfalls positiv wirkte auf mich, dass das Wechseln der Bühnenbilder nicht hinter verschlossenen Vorhängen geschah, sondern so, dass jeder es sehen konnte. Außerdem fand ich es toll, dass Klaus Reitberger diesmal nicht nur als Regisseur, sondern auch als Schauspieler – wenn auch nur in einer kleinen Rolle – fungierte. Ganz allgemein wurde dieses doch eher schwierige Thema der Kosmischen Strahlen gut verständlich und sehr spannend umgesetzt. Die schauspielerischen Leistungen waren allesamt top, besonders die Rolle des Victor F. Hess wurde hervorragend und absolut authentisch gespielt.“

Isabella Traunfellner – mein ticket

Stückbeschreibung:

Wir schreiben das Jahr 1912: Nach Jahren der Vorbereitung wagt der Physiker Victor Franz Hess eine riskante Ballonfahrt auf über 5000 Meter Höhe. Nur dort kann er Antwort finden auf ein Rätsel, das ihn schon lange beschäftigt. Das Experiment gelingt. Sensationelle Messergebnisse liefern den Nachweis einer bisher unbekannten Strahlung aus dem Weltraum.

Zurück am Boden scheint sich die Welt vorerst nicht sehr für Hess‘ Entdeckung zu interessieren. Als Jahre später einem Amerikaner ebenfalls die Messung dieser merkwürdigen „kosmische Strahlung“ gelingt, wird dieser als ihr Entdecker gefeiert. Späte Würdigung erfährt Hess erst im Jahre 1936. Der Physik-Nobelpreis wird ihm verliehen.

Doch auch die Welt der Wissenschaft bleibt von den politischen Ereignissen nicht unberührt. Es bricht eine Zeit an, in welcher kritisches Denken unerwünscht und schließlich gar verboten ist. Hess hat aus seiner Gesinnung nie einen Hehl gemacht und wagte stets den Nationalsozialismus offen zu kritisieren. Dafür wird ihm nun alles genommen: Stellung, Ansehen, Besitztümer. Im Herbst 1938 kann er sich gerade noch rechtzeitig über die Grenze in die Schweiz und weiter nach Amerika flüchten. Seine Heimat hat ihn verstoßen.

Entstehungsgeschichte:

Das Theaterstück entstand in Zusammenarbeit mit dem Institut für Astro- und Teilchenphysik der Universität Innsbruck. Der Autor selbst (Regisseur zahlreicher Inszenierungen beim Stadttheater Kufstein) ist dort als Doktorand auf dem Gebiet der experimentellen Astroteilchenphysik tätig. Wertvolle Hilfe bei historischen Detailfragen wurde uns überdies von Seiten der Victor-Franz-Hess Gesellschaft zuteil.

Die Schauspieler:

Hanspeter Teufel als Victor F. Hess

Franz Osl als Hauptmann Hofory / Rudolf Steinmaurer / Grenzer und Polizist

Stefan Schimmele als E. Wolf / Student

Maria Kaindl als Rosa Breisky

Klaus Reitberger als ein Künstler

Spieldauer:

ca. 1 Stunde

Die drei Herren im Ballon

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Rettungsboot an Unbekannt

Plakat-mix Kopie

Zum Stück:

Nach einem tragischen Schiffsunglück befinden sich drei Überlebende an Bord eines kleinen Rettungsbootes. Es bleibt nicht viel Zeit. Der Proviant wird bald zur Neige gehen. Ein Funkspruch hinaus ins Unbekannte – die letzte Hoffnung der Schiffbrüchigen – bleibt jeden Tag aufs Neue ohne Antwort.
Misstrauen macht sich breit. Zu zweit könnte man viel länger überleben, als zu dritt. Was, wenn zwei sich gegen einen verbünden?  Doch es gibt noch ganz andere Fragen. War das Schiffsunglück wirklich nur ein Unfall? Oder war es ein Anschlag? Ist einer der drei Überlebenden gar selbst der Attentäter?

„Rettungsboot an Unbekannt“ ist die Geschichte dreier Menschen im nackten Kampf ums Überleben. Wer spricht die Wahrheit? Wem kann man glauben? Ein jeder hat eine Geschichte. Ein jeder hatte Hoffnungen und Träume. Doch alles zerschellt im Angesicht der nahenden Vernichtung. Es sei denn, dass doch noch Hilfe käme …

URAUFFÜHRUNG: Sa 28. März um 20.00 Uhr im Kulturhaus Kufstein

In den Hauptrollen: Albin Winkler, Maria Kaindl, Klaus Reitberger

Der Flyer zum Download als pdf

Probenfotos:

Dank an unsere Fotografin Sylvia Größwang.

Irgendwo dort draußen …

Flyer klein

Als studierter Physiker und Philosoph möchte Klaus Reitberger mit seinem neuen Programm „Irgendwo dort draußen“ ein bisschen Begeisterung für die Rätsel und Mysterien unseres Universums wecken. In einfachen Worten wird das Publikum auf eine Reise in Raum und Zeit quer durch den Kosmos entführt: vom Urknall bis zur Geburt der Erde. Auch brisante Themen, wie die mögliche Existenz außerirdischen Lebens und das künftige Schicksal unseres Heimatplaneten werden spannend dargelegt. Hernach bleibt noch Zeit für Fragen aus dem Publikum.

Da der Vortragende ein erfahrener Theatermacher und Autor ist, sticht das Programm nicht nur inhaltlich sondern auch rhetorisch hervor. Mit einigen Gedichten, die zur lyrischen Untermalung der physikalischen Erkenntnisse dienen, gelingt eine reizende Verbindung von Naturwissenschaft und Poesie.

Der Vortrag eignet sich nicht nur für Erwachsene, sondern vor auch für Jugendliche und Kinder ab 12 Jahren. Darbietungen an Schulen sind möglich.

Bei Interesse:

klaus.reitberger@gmail.com  / Tel: +43 (0)699 10811013

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Bilder von der Premiere

in der Arche Noe Kufstein (12. 3. 2015) / Copyright: Klaus Bernardi

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Lucy & Glibsch


Wieso nicht auch einmal ein Musical schreiben? Einen Versuch war es wert. Wir hatten sehr gute Singstimmen im Ensemble und mit Nelly Weinert und Herbert Oberhofer auch zwei wunderbare Hauptdarsteller:innen. Ich schrieb also während eines halbjährigen Forschungsaufenthalts in Frankreich ein berührendes Science-Fiction Musical, eine kleine Hommage an Carl Sagan, mit viel Witz und schriller Situationskomik. Als Komponisten für die bereits fertigen Lyrics fanden wir Stefan Fritz, der ein paar wunderbare Melodien fand. Songs wie „Weißt du wieviel Sterne stehen“ und „Flieg!“ klangen uns lange in den Ohren. Die großflächigen Bühnenhintergründe zeigten außer-irdische Landschaften und ein Sternenmeer. Highlight war sicherlich auch unser selbstgebautes Raumschiff, das dank Hebebühne weit über dem Stadtpark schwebte und über viele Scheinwerfer und sogar einen LCD-Screen verfügte. Es gelang damit, die Bruchlandung des Außerirdischen Glibsch und den späteren Aufbruch zurück zu den Sternen herrlich umzusetzen. Auch die selbstgebastelten Alien-Masken der Bewohner des Planeten Sül gelangen. Mit Live-Musik, über 20 Songs, zahlreichen Choreografien von Reda Roshdy, opulenter Bühnentechnik, großer Zuschauertribüne und vielem mehr erzählten wir also die Geschichte einer Freundschaft, die Sternensysteme zu überbrücken vermag. Der große Publikumserfolg blieb leider aus, auch des schlechten Wetters we-gen. Nach zehn Aufführungen im Stadtpark folgte 2015 noch eine Wiederaufnahme im Stadtsaal.

„Die Erde ist ein Tropfen nur – in einem großen Meer,
Das endlos viele Tropfen fasst – nur dazwischen ist es leer
Das Leben ist der Wellenschlag, der den Ozean bewegt
Und du und ich, wir sind die Gischt, die sich übers Wasser legt.“

Die Bilder:

Das Ensemble:

Story, Lyrics und Regie: Klaus Reitberger
mit Kompositionen von Stefan Fritz
und Choreographien von Reda Roshdi

In den Hauptrollen:
Nelly Weinert als Lucy
Herbert Oberhofer als Glibsch
Klaus Schneider als Hermann
Varina Weinert als Sandra
Karolina Bucher als Glotschi
Franz Osl als Glabatsch

Bühne: Steffen Weinert
Chorleitung: Karolina Bucher
Regieassistenz: Stefanie Grießer

Das Kurz-Video:

Die Broschüre:

Der Trailer:

Zum Inhalt:

Lucy ist ein lebensfrohes, naturverbundenes Mädchen, das nichts lieber tut, als im Sommer die Zeit im Freien zu verbringen und nachts mit ihrem Fernrohr die Sterne zu betrachten. Doch als ihr Vater nach einem schweren Autounfall ins Koma fällt und ihr Stiefmutter sie ins Internat stecken will, bricht für Lucy eine Welt zusammen. Sie ist einsam und verzweifelt. Allein und unter Tränen sitzt Lucy nachts auf der Wiese als etwas sehr unwahrscheinliches, aber nicht unmögliches geschieht.

Glibsch – ein Außerirdischer vom Planeten Sül – muss auf der Erde notlanden. Er hat Angst und möchte wieder fort. Er versucht zuerst mit einer Kuh zu kommunizieren, da er diese für die dominante Lebensform auf dem Planeten Erde hält. Lucy hält er anfangs für Ungeziefer und friert sie mittels Lähmstrahl ein. Als er seinen Irrtum erkennt, erfährt Lucy, dass es auf Glibschs Heimatplaneten Reparierroboter gibt, die jede Verletzung heilen können. Sie hilft Glibsch sich auf der Erde zurechtzufinden, damit er sein Raumschiff reparieren kann. Lucys Stiefmutter Sandra verständig inzwischen das FBI um den Außerirdischen unschädlich zu machen. Gerade noch rechtzeitig können Glibsch und Lucy entkommen. Die gelähmte Sandra nehmen sie im Laderaum des Schiffes mit.

Nach einem abenteuerlichen Flug durch die Galaxis landen Lucy und Glibsch auf Sül. Dort wird Glibsch sofort verhaftet, da es illegal ist eine andere Spezies zu importieren. Lucy wird in den Zoo von Sül gesperrt. Ihre Bitte einen Reparierroboter für ihren Vater zu bekommen und zurück nach Hause zu dürfen bleiben ungehört.

Kann sich Lucy außer dieser misslichen Lage befreien? Wird es ihr gelingen zur Erde zurückzukehren? Was geschieht mit Sandra, die immer noch im Laderaum des Schiffes liegt? Warum will Gladatsch, der König von Sül, die Erde zerstören? Und was sagt Glibschs Geliebte Glotschi zu alledem?

Songs & Lyrics:

1. Schönt ist’s

Lucy:
Schön ist‘s, sich im Gras zu verstecken
Und den Wolken beim Fliegen zuseh‘n
Schön ist’s, über Sträucher zu springen
Und im Sturm auf den Felsen zu steh‘n

Bienen und Vögel schwirr’n über das Land
Käfer, ganz bunt, krabbeln auf meiner Hand
Überall regt sich, bewegt sich die Welt
Löwenzahn flieg, es gibt nichts, das dich hält!

Schön ist’s, auf die Bäume zu klettern
Sich in Blättern und Ästen verlier‘n
Schön ist’s, unter Sträucher zu kriechen
Deren süße Beeren probier‘n

Sonnenlicht leuchte, bis die Nacht lacht,
Bis dass mein Schatten mich riesengroß macht
Und dann der Reih nach die Sterne schön glüh‘n
Sterne wie Blumen am Himmelsfeld blüh‘n

Schön ist’s, unter Sternen zu wandern
Und darin allerlei Bilder zu seh‘n
Hermann:
Schön ist’s, eine Tochter zu haben
Sich mit ihr so gut zu versteh‘

2. Mama ist fort

Hermann:
Mama ist fort.
Verdampft und verschwunden
Vom Winde verweht
Und nicht mehr gefunden
Ihr Herz war zu schwach
Die Krankheit zu schwer
Der Arzt kam zu spät
Und sie lebte nicht mehr
Lucy:
Mama ist fort
Wir hab‘n sie verloren
Kein Mittel, das half
Ihr Herz ist erfroren
Aber manchmal im Traum
Sehe ich sie dort steh‘n
Sie lächelt mir zu
Und ich will zu ihr geh‘n
Hermann:
Mama ist fort
Es muss weiter gehen
Denn nichts bleibt wie’s ist
Nicht bleibt wie‘s ist
Ja das musst du verstehen
Beide:
Sie ist nicht mehr da
Kommt nie mehr zurück
Ja man schaut jetzt nach vorn
Und man sucht neues Glück
Lucy:
Mama ist fort
Sandra:
Doch dafür bin ich da
Er hört ganz auf mich
bin bald seine Braut,
bin bald seine Braut,
ja und wenn’s soweit ist,
ist sein Leben mein
Und in diesem Haus
Werd ich Königin sein

3. Kompliziert

Hermann:
Es konnt‘ nichts Schönres geben
Frau, Heim, Kind – mein Leben
Nichts konnt uns mehr stören
Jeder Tag betören.
Doch dann …
Das Leben zeigte Zähne
Zerstörte alle unsre Pläne
Gestorben ist, was mein war
Und ich stand ganz allein da.
Ensemble:
Leben ist manchmal kompliziert
Und falsch ist alles, was man tut.
Sind Sie denn nicht auch arg frustriert?
Spürn Sie auch manchmal diese Wut?
Hermann:
Es konnt‘ nichts Schönres geben
Frau, Heim, Kind – mein Leben
Nichts konnt uns mehr stören
Jeder Tag betören.
Doch dann …
Das Leben zeigte Zähne
Zerstörte alle unsre Pläne
Gestorben ist, was mein war
Und ich stand ganz allein da.
Ensemble:
Leben ist manchmal kompliziert
Und falsch ist alles, was man tut.
Sind Sie denn nicht auch arg frustriert?
Spürn Sie auch manchmal diese Wut?

4. Ein Bisschen

Sandra:
Wenn die Tochter nicht wäre,
Dann hätt ich leichtes Spiel
Dann hätt ich ihn schon längst so weit
Denn dazu braucht‘s nicht viel

Ein bisschen Flirten,
Ein bisschen Schön-sein.
Ein bisschen Lügen,
Ein bisschen Charme
Und alle Männer dieser Welt
Sind plötzlich Schafe
Und ich, ich schere sie

Wenn nur Lucy nicht wäre,
Wär das Haus schon längst mein
Und Hermanns schöner Chevrolet,
Der wird auch meiner sein.

Ein bisschen Flirten,
Ein bisschen Schön-sein.
Ein bisschen Lügen,
Ein bisschen Charme
Und alle Männer dieser Welt
Sind plötzlich Schafe
Und ich, ich schere sie

5. Hochzeitslied

Ensemble:
Geschenke für das Brautpaar
Rosen für die Braut
Zigarren für den Bräutigam
Achtung, jetzt wird’s laut!
Gast (männl.): Hermann, alter Gauner!
Gast (weibl.): Sandra, tolles Kleid!
Fotograf: Ein Foto von dem Hochzeitspaar
Ensemble: Ein Kuss, es ist soweit
Gast (männl.): Endlich, jetzt gibt‘s Torte!
Gast (weibl.): Und dazu viel Wein!
Ensemble: Die Band spielt eine Chachacha
Schon bald wird Morgen sein
Hermann: Endlich gehn die Gäste
Sandra: Schöner ist‘s allein
Hermann: Leg dich schon mal ins Hochzeitsbett
Werd‘ gleich bei dir sein

6. Weißt du wie viel Sterne stehen?

Lucy:
Planetarische Nebel und ferne Quasare
Pulsierende Sterne und roter Staub
Supernovae und Kugelsternhaufen,
Spiralgalaxien und glühendes Gas
Sag wie viele Phänomene,
Die dort draußen leise leuchten,
Deren Licht die Zeit durchschreitet
Und dann schließlich uns erreicht.
Können wir denn alles sehen?
Wie viel mehr bleibt unsichtbar
Auf ewig verborgen und niemals verstanden
Für immer verhüllt im Dunkel der Nacht

Weißt du wie viel Sterne stehen?
Hast du’s denn noch nie gesehen
Wenn der Himmel Feuer fängt?
Tauch ins Meer der Galaxien
Wo die Sternenwinde wehen
Wo die schwarzen Nebel schweben
Und der Morgen niemals kommt
Tanz den Tanz der tausend Lichter,
Die die Nacht des Alls erleuchten
Fühl dich eins mit allen Strahlen,
allen Teilchen, allem, allem Sein
Denn auch du bist Sternenstaub

Rote Riesen, weiße Zwerge,
Kreisende Neutronensterne
Das seltsame Rätsel der Dunkelmaterie
Mysteriöses Verhalten galaktischer Kerne
Tausend Fragen ohne Antwort
Tausend Rätsel in der Nacht.
Woher sind die schnellsten Teilchen?
Was passiert, wenn Sterne sterben?
Was geschieht in schwarzen Löchern?
Wie entsteht die Supernova?
Wie viel Galaxien gibt es?
Gibt es Leben, fern von uns?
Ensemble
Wisst ihr wie viel Sterne stehen?
Habt ihr‘s denn noch nie gesehen
Wenn der Himmel Feuer fängt?
Taucht ins Meer der Galaxien
Wo die Sternenwinde wehen
Wo die schwarzen Nebel schweben
Und der Morgen niemals kommt.
Tanzt den Tanz der tausend Lichter,
Die die Nacht des Alls erleuchten
Fühlt euch eins mit allen Strahlen,
allen Teilchen, allem, allem Sein
Denn auch ihr seid Sternenstaub

7. Sterne – ihr hört nicht auf leuchten

Lucy:
Sterne – ihr hört nicht auf leuchten
Auch wenn es trüb und finster ist
Auch wenn ein Schatten uns zerfrisst
Und wenn man ganz vergisst,
Was Freude ist
Sterne – ihr hört nicht auf leuchten

Sterne – ihr hört nicht auf leuchten
Auch wenn ihr hinter Wolken lebt
Auch wenn der Nebel uns umschwebt
Auch wenn die Erde bebt,
Wenn nichts mehr lebt
Sterne – ihr hört nicht auf leuchten

Sterne – ich weiß, dass ihr leuchtet
Auch wenn ich euch nun ferner bin
Am Himmel nur mehr Punkte sind
Auch wenn ich einsam bin,
euch nicht mehr find
Sterne – ich weiß dass ihr leuchtet

8. Nie geseh‘n

Lucy:
Ich habe diesen Stern noch nie geseh‘n.
Er strahlt so seltsam hell und fröhlich
Was bist du für ein schöner neuer Stern?
Warum denn hab ich dich noch nie geseh‘n?

Es scheint fast, als bewegt sich dieser Stern
Er wird dabei auch immer heller
Kann das denn eine Sternenschnuppe sein?
Ach wünschen würd ich mir etwas sehr gern
Ich wünsch mir, dass mein Papa wieder spricht
Dass alles wird, wie es gewesen

Du lieber Stern, erfüll mir diesen Wunsch
Nur diesen, denn was andres will ich nicht.
Der Stern ist plötzlich gleißend hell und brennt
Er ist der hellste Stern am Himmel
Auch hören kann man ihn in dunkler Nacht
Es donnert und es rauscht am Firmament

9. Ich komme in Frieden

Glibsch:
Ich komme in Frieden
Nicht Fürchten vor mir
Wir sind zwar verschieden
Doch schwöre ich dir:

Ich werd dich nicht fressen
Also tu mir nicht weh
Du sollst nicht vergessen
Dass ich dich gut versteh.

Ich komme in Frieden
Und ich will wieder weg
Nichts ist mir geblieben
Und mein Schiff ist defekt.

10. Ein blauer Punkt

Lucy:
Die Erde ist ein blauer Punkt im Weltall
Ein kleiner funkelnd heller Diamant
Und darauf tummeln sich Milliarden Tiere
Am Himmel, unter Wasser und am Land

Die Jahreszeiten bringen uns die Vielfalt
Der Mond sorgt für die Ebbe und die Flut
Und wenn ein Sturm Zerstörung über Land weht
Macht die Sonne uns am Morgen wieder Mut

Ich find es schön, auf dieser Welt zu leben
Ich atme und genieße jeden Tag
Und wenn einer sagt, diese Welt sei hässlich
Dann sag ich, dass ich sie sehr gerne mag.

Im Lauf der Zeit entwickeln sich die Tiere
Man passt sich an die neue Umwelt an
Im Spiel der kunterbunten Lebensvielfalt
Gab’s dann Menschen und die neue Zeit begann.

Ich find es schön, auf dieser Welt zu leben
Ich atme und genieße jeden Tag
Und wenn einer sagt, diese Welt sei hässlich
Dann sag ich, dass ich sie sehr gerne mag.

11. Einmal noch (1)

Glibsch:
Wieder einmal auf den Türmen stehn
Wieder einmal den Himmel rot sehn
Wieder an einem Glokul nagen
Wieder einmal eine Gladaratsch jagen.

Weit, weit, weit – weit weg ist mein zu Haus
Wie gern wär – ich wieder mal daheim
Weit, weit, weit – weit weg ist mein zu Haus
Werd ich je – wieder einmal dort sein?

Einmal nur noch in den Kratlak gehn
Einmal von dort den Mond von Sül sehn
Einmal noch schau’n in Glotschis Augen
Einmal nur noch mit ihr Krölek-Saft saugen

Weit, weit, weit – weit weg ist mein zu Hause
Wie gern wär – ich wieder einmal daheim
Weit, weit, weit – weit weg ist mein zu Hause
Werd ich je – wieder einmal dort sein?

12. Das ist der Deal

Ensemble:
Das ist der Deal, so wird‘s gemacht
Wir schleichen durch die Straßen in der Nacht

Das ist der Deal, so wurd‘s gemacht
Wir fliegen zu den Sternen morgen Nacht

13. Flieg

Glibsch:
Flieg! Flieg! Flieg!
Was ist los du blödes Raumschiff?
Warum lässt du mich im Stich?
Hast dein Lithium bekommen.
Flieg! Flieg! Flieg!
Warum rührst du dich nicht?
Flieg!
Ensemble:
Dieses Ding da ist gefährlich
Und entwischen darf es nicht
Alle Waffen auf Bereitschaft
Gebt zum Kampf grünes Licht!
Lucy:
Flieg! Flieg! Flieg!
Setzt dich endlich in Bewegung
Zu den Sternen möcht ich nun
Durch die weite Ferne schweben
Flieg! Flieg! Flieg!
Das, nur das – will ich tun
Flieg!
Ensemble:
Sie verlassen jetzt das Raumschiff!
Denn wir zählen jetzt bis drei
Wenn sie dann nicht gleich erscheinen
Angriff marsch! Feuer frei!
Glibsch & Lucy:
Flieg! Flieg! Flieg!
Da verschwimmt die Atomsphäre
Sterne füll’n das Firmament
Und wir reisen in die Ferne
Flieg! Flieg! Flieg!
Wo die Erde niemand kennt

14. Frei wie ein Komet

Lucy:
Und wir fliegen durch den Kosmos
Uns umgibt ein Sternenmeer
Voller Rätsel, voller Zauber
Sag, wo kommt das alles her?
Glibsch:
Alles ist aus Nichts entstanden
Nur der Zufall und die Zeit
Brachten Sterne, brachten Leben
Und hier sind wir nur zu zweit.
Beide [Ref.]:
Frei wie ein Komet
Schweben wir dahin
Fliegen durch den Raum
Wo die Sterne sind.
Unser Raumschiff rast
Fast so schnell wie Licht
Fliegt wohin wir woll’n
Grenzen gibt es nicht.
Lucy:
Was ist das dort für ein Nebel?
Warum leuchtet er so rot?
Glibsch:
Das sind Supernovareste
Und der Stern darin ist tot.
Lucy:
Warum ist dort alles dunkel?
So viel Schwarz nur und kein Licht?
Glibsch:
Das ist nur eine Staubwolke
Und die raubt uns da die Sicht.
Beide [Ref.]:
Frei wie ein Komet
Schweben wir dahin
Fliegen durch den Raum
Wo die Sterne sind.
Unser Raumschiff rast
Fast so schnell wie Licht
Fliegt wohin wir woll’n
Grenzen gibt es nicht.
Lucy:
Und die Erde ist verschwunden
Unsre Sonne – nur ein Fleck
Glibsch:
Und in wenigen Momenten
Ist auch dieser Punkt schon weg.
Lucy:
Ach ich liebe es zu fliegen
Durch die Zaubersternenwelt
Tausend Rätsel, tausend Fragen
Und ein Schiff, das mir gefällt.
Beide [Ref.]:
Frei wie ein Komet
Schweben wir dahin
Fliegen durch den Raum
Wo die Sterne sind.
Unser Raumschiff rast
Fast so schnell wie Licht
Fliegt wohin wir woll’n
Grenzen gibt es nicht.

15. Scher dich weg

Glotschi:
Scher dich weg, du fieser Tölpel
Keiner ist so arg wie du
Lässt mich kalt und herzlos sitzen
Will vor dir jetzt meine Ruh

Alles nichts als faule Lügen
Gib’s doch endlich einmal zu,
Dass ich dir nicht viel bedeute
Was dir wichtig ist, bist du

Warum fliegst du in die Ferne?
Warum bleibst du nicht mal hier?
Fliehst vor mir so oft wie möglich.
Einen Dreck bedeut ich dir!

Es ist aus zwischen uns beiden
Mit dem Drama ist jetzt Schluss
Denn ich kann nicht bei dir bleiben
Weil ich auch mal leben muss

16. Der Sicherheitsdienst

Sicherheitsdienst:
Keiner rührt sich!
Keiner spricht!
Folgt und lebet,
Oder nicht!
Wer sich weigert,
Schmerzen spürt
Auf zum König
Man euch führt
Glabatsch will euch
sofort sehn
Und sein Urteil
Soll geschehn
Ensemble:
Auf zum großen Königsthron
Auf zu Gradotschs erstem Sohn
Auf zu Glabatsch, unserm Herrn
Er führt euch und er hat euch gern.

17. Ordnung in der Galaxie

Glabatsch:
Die Ordnung in der Galaxie
Das ist mein höchstes Streben
Weg muss, was nur Chaos schafft
Was schön ist, das soll leben
Die Spezies, die das Wissen mehrt
Die sei uns sehr willkommen
Das Volk, das hohe Kunst verehrt
Wird meine Gunst bekommen
Doch jene, die so töricht bleiben
Und sinnlos ständig Kriege treiben
Jene, die die Kunst verachten
Grausam sich und andre schlachten
Die Narren, Toren, Unheilstifter
Himmelschwärzer, Weltvergifter:
Bessern werden sie sich nie
Es ist kein Platz in unserer Galaxie,
Für solch Gefahr der Sternenharmonie

Ein jeder will doch fröhlich sein
Viel Glück und wenig Leiden
Doch wenn man weiß, dass Unheil droht
Dann muss man sich entscheiden.
Es gilt zu handeln, vor der Not
Das Unkraut gleich entfernen
Wenn man’s zu lange wuchern lässt,
herrscht Krise in den Sternen.
Und darum muss man‘s manchmal richten
Manchmal eine Welt vernichten.
Um der größ‘ren Sache wegen
Manch ein Volk vom Himmel fegen.
Die Narren, Toren, Unheilstifter
Himmelschwärzer, Weltvergifter:
Bessern werden sie sich nie
Es ist kein Platz in unserer Galaxie,
Für solch Gefahr der Sternenharmonie


18. Mensch sein

Lucy:
Ich bin jung und weiß nicht viel
Hab wenig erst erlebt
Doch ich weiß, was Mensch sein heißt
Auch wenn ihr’s nicht versteht

Mensch sein heißt zu träumen
Die Hoffnung nie verlier’n
Auch wenn’s kalt uns finster
Im Dunkel nicht erfrier’n

Mensch sein heißt zu streben
Nach einer bess’ren Welt
Die frei von Leid und Elend
Die mir und dir gefällt.

Ich hab noch nicht viel Zeit gehabt
Bin nur ein Menschenkind
Doch die Welt hat mich gelehrt
Dass Menschen wichtig sind

Mensch sein heißt sich fragen
Wie unsre Welt entstand
Was war und was noch sein wird
So viel ist unbekannt

Mensch heißt erzählen
Geschichten, die uns rühr‘n
Ein Märchen zu erfinden
Um Wirklichkeit zu spür‘n

Ich flehe und ich bitte euch
Gebt uns nicht so schnell auf
Der Mensch hat seine Chance verdient
Lasst Leben seinen Lauf.

Mensch heißt sich irren
Doch Fehler eingesteh’n
Aus Irrtümern zu lernen
Und neue Wege geh’n

Mensch sein heißt zu sterben
Ins ew’ge Nichts eingeh’n
Auch wenn ein Stern verglüht ist
Kann man sein Licht noch seh’n.

19. Ein lustiges Tier

Sandra:
Wo zur Hölle bin ich hier?
Roter Himmel, gelbe Berge
Üble Luft und Monsterzwerge?
Was nur, was geschieht mit mir?
[Strophe der Bewohner von Sül]
Sandra:
Was wollt ihr Monster denn von mir?
Was steckt ihr mir in die Ohren?
Was nur hab ich hier verloren?
Ich möchte bitte weg von hier!
Ensemble:
Was ist das denn
für ein lustiges Tier?
Ich glaube fast
sowas war noch nie hier.
Ich würd es gern behalten.
Ich mag solche Gestalten.
Ich würde es gern streicheln
Mit mir nach Hause nehmen
Mit leckren Sachen füttern
Zum Haustier es mir zähmen.
Sandra:
Ich will nicht euer Haustier sein!
Könnt ihr mich nun auch verstehen?
Ich möcht gern nach Hause gehen.
Lasst mich bitte jetzt allein!
Ensemble:
Das ist gewiss
ein sehr niedliches Tier.
Ich glaube fast
so was war noch nie hier
Ich würd es gern studieren.
Ein bisschen rumprobieren.
Ich würde es gern auszieh‘n
Ihm neue Kleider geben
Es dann ein bisschen schmücken
Und mit ihm fortan leben.
Was ist das denn
für ein lustiges Tier?
Ich glaube fast
sowas war noch nie hier

20. Einmal noch (2)

Lucy:
Einmal nur noch auf der Wiese stehn
Einmal nur noch den Himmel blau sehn
Wieder den Wind der Erde spür‘n.
Einmal nur noch einen Menschen berühr‘n.

Weit, weit, weit – weit weg ist mein zu Haus
Wie gern wär – ich wieder mal daheim
Weit, weit, weit – weit weg ist mein zu Haus
Werd ich je – wieder einmal dort sein?

Einmal nur noch meinen Papa sehn
Gerne würd ich die Menschen verstehn.
Ein Leben lang, die Welt studieren
Niemals möcht ich meine Erde verlieren.

Weit, weit, weit – weit weg ist mein zu Hause
Wie gern wär – ich wieder einmal daheim
Weit, weit, weit – weit weg ist mein zu Hause
Werd ich je – wieder einmal dort sein?


21. Ohne ihn

Glotschi:
Wie groß sei auch der Weltraum
Wie schön der schönste Stern
All das ist trist und traurig
Denn er ist mir so fern
Allein sein ist so einsam
Viel schöner ist’s zu zweit
Gemeinsam weiterleben
Ich bin dazu bereit.
Ohne ihn
macht alles keinen Sinn
Ohne ihn
weiß ich nicht, wer ich bin
Ohne ihn
fällt jeder Schritt so schwer
Ohne ihn
ist meine Welt so leer
Ich muss ihn wiederfinden
Kann mich ihm nicht entzieh‘n
Und hab ich ihn gefunden
Dann werd‘ ich mit ihm flieh’n.
Nur mit ihm
ist dieses All noch schön
Nur mit ihm
kann ich die Zukunft seh’n
Nur mit ihm
macht meine Welt noch Sinn
Nur bei ihm
da weiß ich wer ich bin.

22. Nur ein Tropfen

Glibsch:
Die Erde ist ein Tropfen nur – in einem großen Meer,
Das endlos viele Tropfen fasst – nur dazwischen ist es leer
Das Leben ist der Wellenschlag, der den Ozean bewegt
Und du und ich, wir sind die Gischt, die sich übers Wasser legt
Lucy:
Hundert Milliarden Sterne
Leuchten in der Galaxie
Hundert Milliarden Lichter
Wer wohl betrachtet sie?
Hermann:
Der Weltraum ist ein Paradies, so unvorstellbar groß
So voller Rätsel und Gefahr’n, alles dreht sich pausenlos
Glotschi:
Und mit der Zeit drehn wir uns mit in diesem Weltenraum
Wir reisen gern von Stern zu Stern, wir leben unsern Traum.
Sandra:
Monde und Planeten
Kreisen durch das Sternenmeer
Von fernen Sternenstädten
Dringt Kunde zu uns her.
Ensemble:
Die Erde ist ein Tropfen nur – in einem großen Meer,
das endlos viele Tropfen fasst – nur dazwischen ist es leer.
Das Leben ist der Wellenschlag, der den Ozean bewegt.
Und du und ich, wir sind die Gischt, die sich übers Wasser legt.

Die Presse:

Inszenierungen

Antigone

Schon Jahre zuvor hatte ich die Antigone des Sophokles gelesen und war begeistert von Spannungsgrad und Gegenwartsrelevanz dieses Stoffes. Ein über 2400 Jahre altes Stück zu inszenieren, war eine Herausforderung, die mich reizte. Ich kürzte das Stück drastisch und fasste viele Rollen zu jener des Wächters zusammen, für welchen ich auch einen komplett neuen Monolog schrieb, welcher dem Publikum das Eintauchen ins antike Theben erleichterte. Unsere „Anti-gone“ wurde als immersives Stubenspiel konzipiert. Da war keine Bühnenkante zwischen uns und dem Publikum. Wir spielten in einem winzigen Kreis umrundet von 100 Zusehenden. Publikum blickte auf Publikum. Ja mehr noch: die Zusehenden selbst wurden zu Bürgern Thebens, die direkt angesprochen wurden und sich als Teil der Handlung fühlten. Stefanie Telser spielte die Titelrolle mit Bravour. Dazu kamen Klaus Schneider, Gunther Hölbl, Varina Weinert, Hanspeter Teufel und andere. Auch mit diesem Stück gingen wir auf Tournee. Wir spielten in Stadt Haag, Innsbruck, Imst, Thiersee, Fiss, Tristach und Schwendau im Zillertal. Schließlich wurde das Stück sogar mit dem Tiroler Volksbühnenpreis ausgezeichnet.

Unsere Tournee:

  • am 8.2. / 9.2 / 14.3. / 15.3. und 16.3. 2014 im Kulturhaus Kufstein
  • am 14.2. 2014 in der Arche Noe Kufstein
  • im 20.3. 2014 im Freien Theater Innsbruck (heute BRUX)
  • am 16.5. 2014 in Imst (Humiste)
  • am 11.9. 2014 im Passionsspielhaus Thiersee
  • am 13.9. 2014 beim Theatergenussherbst in Fiss
  • am 20.5. 2015 im Kulturhaus Kufstein
  • am 24.5. 2015 beim Theaterfestival Schauplatz in Stadt Haag
  • am 3.10. 2015 in Tristach (Osttirol)
  • am 9.4. in Schwendau im Zillertal

„Antigone“, ist das wohl bekannteste Stück von Sophokles. Es ist ein Juwel der Weltliteratur, ein kostbares Vermächtnis aus den Uranfängen der Theatergeschichte im antiken Griechenland. Erzählt wird ein blutiger Reigen aus Machtstreben und Familienliebe. Nichts ist hier verstaubt. Die Fragen, mit denen uns die Geschichte der Antigone – Tochter des Ödipus – entgegentritt, haben auch in unserer Gegenwart nichts an ihrer Sprengkraft eingebüßt.

Die Bilder:

Der Volksbühnenpreis:

Die Übergabe des Tiroler Volksbühnenpreises am 17.11. 2014. Im Bild von links nach rechts: Johannes Reitmeier (Intendant des Tiroler Landestheaters, Hildegard Reitberger (Obfrau des Stadttheaters Kufstein), Beate Palfrader (Kulturlandesrätin von Tirol), Ekkehard Schönwiese (Dramaturg des Theaterverbandes Tirol) und Helmut Häusler (Schauspieler am Tiroler Landestheater)

Da ich selbst zum Zeitpunkt der Verleihung in Indien weilte, steuerte ich nur folgende Worte bei:

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kunstschaffende und Kunstgenießende,

die Nachricht, dass unsere Inszenierung der Antigone des Sophokles von der hochkarätigen Jury des Tiroler Volksbühnenpreises mit dem ersten Platz bedacht wurde, erreichte mich in einem kleinen Dorf im indischen Himalaya. Hier saß ich, zwischen Bergen und Buddha-Statuen, und dachte darüber nach, ob ich mein Leben künftig eher in Richtung Theater oder in Richtung Gammastrahlenastroteilchenphysik ausrichten sollte. Ihre Entscheidung, werte Jury, bestätigt mir: um die Gammastrahlen sollen sich andere Leute kümmern.
Ich bedanke mich bei meinem famosen Team. Nur mit euch war dieses Stück möglich. Erinnern sich die beiden Damen, Ismene und Antigone, noch daran, als sie mich beide bei „Endstation Sehnsucht“ fragten, ob ich nicht ein Stück für sie hätte? Schon damals spukte mir Antigone durch den Kopf, das psychologisch spannendste Drama der griechischen Antike. Schon nach den ersten Probe war uns klar: dieses Stück dringt tief ins Herz. Die alten Worte wirken – auch heute noch. Jeder Theatermacher wandelt im Licht und im Schatten einer zweieinhalb Jahrtausende reichen Geschichte. Dass eines der ältesten Stücke der Welt heute noch Preise gewinnen kann, ist einfach nur schön.
Doch das Schönste an unserer Antigone ist: sie ist noch nicht tot. Wir werden dieses Stück wohl noch einige Male spielen. Und wir freuen uns sehr darauf.
Ich möchte auch den kreativen Köpfen hinter allen anderen nominierten Stücken gratulieren. Ich wünschte, ich hätte all eure Stücke gesehen, doch leider sind die Tage zu kurz, um alles zu sehen, was sehenswert ist. Dennoch: erhebt heute alle gemeinsam die Gläser und stoßt an: auf das Theater, auf die Bühnenmagie, auf das Gelächter und die Tränen im Publikum. Es gibt nichts Schöneres.
Klaus Reitberger
31.10. 2014   Yuksom, Sikkim, India

Der TV-Beitrag

Der Folder:

Antigone

Inszenierungen

Wenn die Welt untergeht …

 


Manchmal beginnt alles mit einem Song. Der Radiowecker meiner WG in Innsbruck weckte mich eines schönen Morgens mit Barry McGuires „Eve of Destruction“. Und die Fantasie sprintete los. Während der Morgenroutine nahm ein Theaterstück Form an und als ich mit dem Rad in meinem Büro an der Natur-wissenschaftlichen Fakultät ankam, war im Geiste alles schon fertig. Noch am selben Abend brachte ich dann „Wenn die Welt untergeht …“ zu Papier – ein abwechslungsreiches Stück, das mit einer Wette zweier Physiker beginnt und schließlich zur Entstehung eines Weltuntergangsmythos führt – passend zum damals verbreiteten Geschwurbel, dass die Welt laut Maya-Kalender am 21.12. 2012 untergehen würde. An diesem Datum feierten wir dann in Innsbruck im Theater diemonopol Premiere und spielten in Folge noch viele Male in Kufstein. Mit Albin Winkler und Karolina Astl standen erstmals zwei Menschen in größeren Rollen auf der Stadttheater-Bühne, die auch später noch große Rollen in meinen Inszenierungen spielen würden. Gerne erinnere ich mich auch an die gekonnte Musikuntermalung mit eigens komponierten Songs von Stefan Fritz, zum größten Teil performt von Nelly Weinert. Der brennende Absinth in den Gläsern, die Feierstimmung bei jeder Aufführung – mit dem Weltuntergang verbinde ich viele schöne Erinnerungen.

“Zeitkritisch”, “erschreckend” und zugleich “sehr unterhaltsam” – mit diesen Worten beschrieben die Theaterkritiker vom ORF-Radio Tirol die Uraufführung am 21.12.2012. Das Stück vermittle eine “wichtige Botschaft”, zeige auch viele “musikalische Talente” und sei ein “Highlight für Theaterfreunde”.

Was als harmlose Wette zweier Physiker begann, entwickelt sich binnen weniger Jahre zum globalen Albtraum. Wir erleben die Entstehung einer Weltuntergangssekte  – viel glaubwürdiger und gefährlicher als alle bisherigen Vorstellungen vom Ende der Welt. Die Zahl ihrer Anhänger wächst beständig. Man gibt seinen Beruf auf, nimmt die Kinder von der Schule und spendet der Sekte seinen ganzen Besitz – denn der Tag, an dem die Erde stirbt, ist nah. Als einer von wenigen stellt sich der Physiker David Wegener gegen den Wahnwitz der Weltuntergangslehre. Doch als schließlich sogar seine Geliebte Lisa in die Fänge der Sekte gerät, wird sein Kampf immer aussichtsloser. Alles steuert dem einen Datum entgegen, dem Tag, an dem die Welt untergehen soll. Bald sind es nur noch wenige Wochen bis dahin – und die Lage scheint völlig außer Kontrolle zu geraten.

Die Bilder:

Die Broschüre zum Stück:  

Der Titelsong zum Stück:

Der TV-Bericht:

Inszenierungen

Kosmische Strahlen!

Als Astroteilchenphysiker beschäftigte ich mich beruflich viele Jahre lang mit kosmischen Strahlen und deren Folgeerscheinungen im All. Als sich deren Entdeckung durch den österreichischen Physiker Victor F. Hess zum 100. Mal jährte, bot sich die Gelegenheit, das Leben dieses Nobelpreisträgers als Theaterstück zu erzählen und damit auf Tournee zu gehen. Es war dies meine zweite Zusammenarbeit mit Hanspeter Teufel, der einen groß-artigen Hess verkörperte. Mit von der Partie waren auch Franz Osl, Stefan Schimmele und meine spätere Frau Maria. Gemeinsam spiel-ten wir dieses Stück in Innsbruck, Kufstein, Rosenheim, Wien, Graz, Pöllau, Stift Melk, Berlin, Siegen und im westfälischen Münster. In Ham-burg wurde zudem die Videoaufzeichnung des Stückes gezeigt. Nur ein Gastspiel bei den H.E.S.S. Teleskopen in Namibia scheiterte aus organisatorischen Gründen. Die Inszenierung selbst zeichnete sich durch den starken Einsatz von Hintergrundprojektionen aus. Unser damaliger Bühnenmeister Lois Pfurtscheller baute für uns einen Ballonkorb, in welchem die erste Szene spielte – in mehreren tausend Metern Höhe – hoch über Böhmen.

Unsere Tournee:

  • am 9. September 2014 ein letztes Mal in Kufstein ( 19.00 Kulturhaus) mit anschließenden Vortrag über offene Rätsel der Astro- und Teilchenphysik von Klaus Reitberger
  • am 19. September in Graz (20.15 Uhr , Universität Graz, Hörsaal 05.01) – Details
  • am 20. September auf Schloss Pöllau (20.00 Uhr, Großer Freskensaal) – Details
  • am 21. Oktober auf Stift Melk (16:00 Uhr, Dietmayrsaal) – Bilder
  • am 30. Oktober in Siegen (11.00 Uhr, Siegerlandhalle) – Plakat
  • am 6. Dezember in Berlin (DESY Zeuthen) – Details
  • am 17. Januar in Rosenheim (FH) – Details
  • am 14. Oktober 2015 im Kulturhaus Kufstein (Beginn: 20.30 Uhr)
  • am 17. Oktober 2015 beim Astroseminar der WWU Münster – Details

Wir haben Anfragen für weitere Gastspiele und sind gerade dabei diese zu konkretisieren. Bei Interesse: +43 699 10811013

Video-Ausschnitt:

Das Buch zum Stück:

Bei der university press innsbruck erschien vor kurzem das Buch zum Stück – jetzt auch in englischer Sprache. Als Übersetzter fungierte Arthur Breisky – der Enkel von Victor F. Hess

Beide Versionen sind erhältlich auf amazon

 

 

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Pressestimmen:

„Zum Theaterstück kann ich sagen, dass mich die eingesetzten Bühnenbilder sehr beeindruckt haben, beispielsweise kam gleich am Anfang der Aufführung ein riesiger Heißluftballon zum Einsatz, welcher auf der kleinen Bühne des Kulturhauses eine große Wirkung erbrachte. Ebenfalls positiv wirkte auf mich, dass das Wechseln der Bühnenbilder nicht hinter verschlossenen Vorhängen geschah, sondern so, dass jeder es sehen konnte. Außerdem fand ich es toll, dass Klaus Reitberger diesmal nicht nur als Regisseur, sondern auch als Schauspieler – wenn auch nur in einer kleinen Rolle – fungierte. Ganz allgemein wurde dieses doch eher schwierige Thema der Kosmischen Strahlen gut verständlich und sehr spannend umgesetzt. Die schauspielerischen Leistungen waren allesamt top, besonders die Rolle des Victor F. Hess wurde hervorragend und absolut authentisch gespielt.“

Isabella Traunfellner – mein ticket

Stückbeschreibung:

Wir schreiben das Jahr 1912: Nach Jahren der Vorbereitung wagt der Physiker Victor Franz Hess eine riskante Ballonfahrt auf über 5000 Meter Höhe. Nur dort kann er Antwort finden auf ein Rätsel, das ihn schon lange beschäftigt. Das Experiment gelingt. Sensationelle Messergebnisse liefern den Nachweis einer bisher unbekannten Strahlung aus dem Weltraum.

Zurück am Boden scheint sich die Welt vorerst nicht sehr für Hess‘ Entdeckung zu interessieren. Als Jahre später einem Amerikaner ebenfalls die Messung dieser merkwürdigen „kosmische Strahlung“ gelingt, wird dieser als ihr Entdecker gefeiert. Späte Würdigung erfährt Hess erst im Jahre 1936. Der Physik-Nobelpreis wird ihm verliehen.

Doch auch die Welt der Wissenschaft bleibt von den politischen Ereignissen nicht unberührt. Es bricht eine Zeit an, in welcher kritisches Denken unerwünscht und schließlich gar verboten ist. Hess hat aus seiner Gesinnung nie einen Hehl gemacht und wagte stets den Nationalsozialismus offen zu kritisieren. Dafür wird ihm nun alles genommen: Stellung, Ansehen, Besitztümer. Im Herbst 1938 kann er sich gerade noch rechtzeitig über die Grenze in die Schweiz und weiter nach Amerika flüchten. Seine Heimat hat ihn verstoßen.

Entstehungsgeschichte:

Das Theaterstück entstand in Zusammenarbeit mit dem Institut für Astro- und Teilchenphysik der Universität Innsbruck. Der Autor selbst (Regisseur zahlreicher Inszenierungen beim Stadttheater Kufstein) ist dort als Doktorand auf dem Gebiet der experimentellen Astroteilchenphysik tätig. Wertvolle Hilfe bei historischen Detailfragen wurde uns überdies von Seiten der Victor-Franz-Hess Gesellschaft zuteil.

Die Schauspieler:

Hanspeter Teufel als Victor F. Hess

Franz Osl als Hauptmann Hofory / Rudolf Steinmaurer / Grenzer und Polizist

Stefan Schimmele als E. Wolf / Student

Maria Kaindl als Rosa Breisky

Klaus Reitberger als ein Künstler

Spieldauer:

ca. 1 Stunde

TV-Betrag:

Die drei Herren im Ballon

Aufnahme mit englischen Untertiteln

Inszenierungen

 

Die Thurnbacherin

Dass ich ein Tiroler Volksstück von Rudolf Greinz inszenierte, kam für viele überraschend. Tatsächlich wäre es wohl kaum dazu gekommen, wenn nicht Theaterurgestein Ewald Grasl mir das Buch – ein über achtzig Jahre altes Exemplar in Kurrentschrift – in  die Hand gedrückt hätte und mich in Folge mehrmals er-mahnte, ich möge es doch endlich lesen. Das tat ich dann schließlich auch – und war begeistert. Spannender kann ein Psychothriller kaum sein. Welch mentale Abgründe, welch Geflecht aus Abhängigkeit, Ekel, sexueller Begierde und Machtgefällen sich in diesem Stück offenbaren, sucht in der alpenländischen Literatur seinesgleichen. Wollte Ewald anfangs selbst noch die männliche Hauptrolle spielen, wurde bald klar, dass er schon zu alt dafür war. Doch zumindest Prolog und Epilog konnte er mit Bravour sprechen. Auf der Bühne brillierten Brigitte Einkemmer, Gunther Hölbl, Reinhard Exenberger, Hannes Reitberger und Christl Lutz. Die Musikuntermalung von Apocalyptica, der Einsatz von Projektion hinter den Fenstern und die Kapitelüberschriften an der Drehwand sorgten für den nötigen Kontrapunkt in der ansonsten klassischen Inszenierung.

Sommer 1910: Hoch über dem Tal liegt der Thurnbachhof. Nach monatelangem Siechtum ist der junge Bauer endlich tot. Zurück bleiben sein greiser Vater, sein jüngerer Bruder und seine Witwe, die nun als Thurnbacherin das Sagen auf dem Hof hat – sehr zum Missfallen von Schwager und Schwiegervater. Außer diesen dreien hausen auf Thurnbach noch ein Knecht und eine Magd – sonst niemand mehr.
Was sich anfänglich wie ein einfaches Volksstück anhört, ist in Wahrheit Psycho-Terror vom Feinsten: Fünf Personen. Fünf Leidenschaften. Ein verhängnisvolles Labyrinth aus Liebe und Hass, ein Strudel der gegenseitigen Abhängigkeit, genährt von Machthunger und sexueller Begierde. Hinzu kommt der lange Schatten eines schrecklichen Verbrechens, welches niemals ans Licht kommen darf.

FRIEDL: „Mi hat’s nit g’litten im Haus. Es is mir so gruslig vor-kommen, als wenn a großes Unglück g’schehen müsst‘. Der Wind hat so wild getan, und g’regnet und g’schneit hat‘s.
I hab‘ mi
hinausg’schlichen vor ’s Haus. Und hab‘ mi auf die Bank gestellt, die vor eurer Schlafkammer steht. Und von da aus hab‘ i alles g’sehen und g’hört. Alles.“

Der TV-Bericht:

Die Presse:

Es war eine Premiere der Sonderklasse, ein Stück so intensiv wie ein Thriller, meisterlich inszeniert von Regisseur Klaus Reitberger. Mit der Thurnbacheirn zeigten Brigitte Einkemmer, Gunther Hölbl, Reinhard Exenberger, Hannes Reitberger, Christl Lutz und Alois Pfurtscheller, auf welch außergewöhnlichem Niveau das Ensemble des Stadttheaters Kufstein zu spielen vermag.

Intensiv und abgründig die Vorlage von Rudolf Greinz aus dem Jahr 1910. Meisterlich inszeniert von Klaus Reitberger mit intensiver Musikuntermalung und multimedialen Elementen. Sechs Schauspieler, ein Raum und menschliche Abgründe, die das Publikum sofort fesselten. Volksbankdirektor Wolfgang Schauer: „Das beste Theaterstück, das ich je gesehen habe.“ Zum Schluss gab’s Standing Ovations für das Ensemble, das in dieser Inszenierung bis an seine Grenzen und wohl auch darüber hinaus gehen musste, um das Publikum in die abgrundtiefe Seelenwelt der Thurnbacherin zu entführen. Besser geht’s nicht.

Christian Mey in Die Kufsteinerin (2, S.110)

Mit dem Volksstück „Die Thurnbacherin“, geschrieben von Rudolf Greinz, startet das Kulturhaus Kufstein in das diesjährige Theaterjahr. Regie führt Klaus Reitberger. Am Freitag, dem 23. März 2012, besuchte ich besagtes Kulturhaus, um mir eine von insgesamt sieben Aufführungen anzusehen. Knapp 150 Zuschauer erschienen an diesem Abend zu dem Volkstheater. Mit „Die Thurnbacherin“ habe ich die Möglichkeit bekommen, mein Theater-Repertoire sehr positiv bereichern zu können. Um es schlicht und einfach zu sagen: Ich war begeistert. Und zwar aus mehreren Gründen: Einerseits fand ich die Geschichte, die bei diesem Stück erzählt wird, unglaublich spannend – es ist einfach einmal etwas anderes als die klassischen, lustigen und leichten Volksstücke, die man normalerweise zu sehen bekommt. Bei diesem Stück stand die Dramatik klar im Vordergrund. Die sich abwechselnden Szenen aus sowohl körperlicher als auch in Dialogen vorkommender Gewalt und Leidenschaft erzeugten einen Spannungsbogen, der sich am Schluss durch den Mord an der Thurnbacherin schlagartig entladen hat. Andererseits haben die mitwirkenden Darsteller eine wirklich großartige schauspielerische Begabung gezeigt – und zwar alle. Jedem Einzelnen habe ich seine gespielten Emotionen voll und ganz abgekauft. Auch die Gäste, die ich interviewt habe, waren restlos begeistert. Man darf sich also schon wieder auf das nächste Stück, wo ebenfalls Klaus Reitberger Regie führt, freuen!

Isabella Traunfellner in mein ticket

Diese Aufführung schien mir die beste aller Inszenierungen, die ich erlebt habe. Sie verdiente weitere Wiederholungen an anderen Orten, wenn machbar auch über das Fernsehen. Mit ihrer Leistung können die Kufsteiner sicher mit medien-bekannten Bühnen konkurrieren.

Dr. Georg Ott (Enkel von Rudolf Greinz) über „Die Thurnbacherin“

Die Bilder:

Die Ehrenurkunde:

Verleihung der Ehrenurkunde zur Nominierung für den Tiroler Volksbühnenpreis durch die Kulturlandesrätin Beate Palfrader

Der Folder:

Inszenierungen

Nietzsche-Inszenierung am Hundstalsee

„Man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden Stern gebären zu können.“

Zeitungsartikel in der Tiroler Krone

Kein Philosoph vermochte seine Gedanken in so wortgewaltigen Bildern und atemberaubend schönen Metaphern auszudrücken wie Friedrich Nietzsche. In Gedenken an den Philosophen – 111 Jahre nach seinem Tod – hat der Kufsteiner Regisseur Klaus Reitberger die literarisch opulentesten Textpassagen und schönsten Gedichte Nietzsches zu einer einstündigen Inszenierung für zwei Darsteller verarbeitet. Diese wird am Samstag, dem 20. August 2011 vor der wunderschönen Kulisse des Apollon Tempels am Hundstalsee bei Inzing auf 2300 Meter Höhe aufgeführt werden. Beginn: 15.00 Uhr. Es spielen: Klaus Reitberger und Gabriele Parsert. Der Eintritt ist frei. Ersatztermin bei Schlechtwetter: 27. August.

Aufführungsdauer: ca. 1 Stunde, Wettertelefon: 069910811013

Anfahrtsplan

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Cyrano von Bergerac

Edmond Rostands Versdrama aus dem Jahre 1897 erzählt wohl eine der berührendsten und schönsten Liebesgeschichten der Weltliteratur. „Cyrano von Bergerac“ ist zugleich romantische Komödie und heroisches Heldenepos, die Geschichte einer großen Täuschung und eines unsterblichen Sehnens, ein Märchen von epischem Ausmaß basierend auf einer wahren Begebenheit. Spätestens seit der oscargekrönten Verfilmung mit Gérard Depardieu hat dieses Stück Weltruhm erlangt. Mit einem Ensemble von über vierzig Mitwirkenden wagte ich mich mit dem Stadttheater Kufstein im Sommer 2011 an dieses große Abenteuer. Wir spielten erneut in der Festungs-Arena Kufstein, jedoch gegenüber jenem Ort, wo sich die Bühne bei der „Dreigroschenoper“ befunden hatte. Zum ersten Mal kamen die großen Hintergrund-transparente unseres neuen Bühnenmeisters Steffen Weinert zum Einsatz. In den Hauptrollen brillierten Christoph Dolar, Varina Weinert und Stefan Bric, die ein mehr als dreißigköpfiges Ensemble anführten. Das Publikum war sichtlich gerührt und begeistert über unse-ren Einsatz. Schlachtenszenen, Bühnenelemente wie Häuser und Kutschen, strahlende Hintergrund-transparente und beeindruckende schauspielerische Leistungen zeichneten diese Produktion aus. Im fünften Akt hatte wohl kaum jemand keine Tränen in den Augen.

Die Bilder:

Die Broschüre:

Beitrag im ORF Tirol:

Die Presse:

Inszenierungen