Lukrez: De rerum natura

Es ist schwer in Worte zu fassen, wie großartig und unschätzbar wertvoll für die Nachwelt dieses über zweitausend Jahre alte Werk aus der Spätphase der römischen Republik uns erscheinen sollte. Seit vielen Jahren ist mir Lukrez in Zitaten und Verweisen immer wieder untergekommen (z.B. bei Bertrand Russell, aber auch in Büchern über Poesie und Naturwissenschaft). Leider hatte ich bisher nie die Zeit gefunden, De rerum natura in voller Länge zu lesen. Es war dafür schon reichlich spät. Aber dafür habe ich es nun mit umso lauterer Stimme gelesen und die alten Worte in meinem Wohnzimmer oder beim Wandern im Wald erklingen lassen.

Obwohl wir fast gar nichts über das Leben des Lukrez wissen, geht aus seinen Worten doch ganz klar hervor, dass er ein scharfer Beobachter der Natur, ein Kombinierer par excellence und ein famoser Dichter war. Er hat in seinem Werk so vieles behauptet, das seine Zeitgenossen als absurd bezeichnet haben, das in späteren Jahrhunderten als ketzerisch und gefährlich gebrandmarkt wurde und das sich doch fast zwei Jahrtausende später als goldrichtig erwies. Seine Atomtheorie ist sehr ähnlich dem, was man heute noch unter dem Begriff versteht. Achtzehn Jahrhunderte vor Robert Brown beschrieb er schon recht akkurat die Brown‘sche Molekularbewegung. Neunzehn Jahrhunderte vor Charles Darwin umriss er schon ansatzweise die Funktion von Genen und nahm in manchen Passagen Aspekte der Evolution vorweg. Er schrieb über Magnetismus, die Physik der Sinne, über Erdbeben und Vulkanausbrüche, Donner und Blitz, über den unendlichen Kosmos, über ferne Sterne und Planeten… sogar kosmische Strahlen werden schon angedeutet. Es ist direkt unheimlich, wie viel dieser Mensch vor über zweitausend Jahren schon richtig erriet. Erraten ist aber das falsche Wort; er rätselte ja nicht ins Blaue hinein, sondern begründete all seine Behauptungen mit Analogien aus der Natur. Sein Scharfsinn ist dabei ungemein faszinierend. Und das Beste an all seinen Thesen: Er schrieb sie in Versen. Nicht nur das, er erklärt uns sogar, warum er das tut. Weil komplexe Wahrheiten leichter bekömmlich sind, wenn man sie in Geschichten und schönen Worten verpackt. Oh ja. Die moderne Wissenschaft sollte sich dies zu Herzen nehmen.

Natürlich liegt Lukrez auch oft falsch. Seine Erklärungen des Sehens und Hörens sind falsch, seine Erklärungen des Riechens und Schmeckens dafür goldrichtig. Seltsamerweise bezweifelt er die Kugelgestalt der Erde. Auch bei anderen Phänomenen liegt er weit daneben. Und doch ist manches – so falsch es im Licht moderner Erkenntnisse auch scheint – immer noch bei Weitem richtiger als konkurrierende Erklärungsmodelle seiner Zeit. Seine Polemik, mit der er sich über den Glauben an die griechisch-römische Götterwelt amüsiert, ist grandios. (Wieso wartet Zeus immer auf schlechtes Wetter, bevor er seine Blitze schleudert?) Seine Religionskritik lässt sich aber ebenso gut auf das Christentum anwenden. Man meint an vielen Stellen gar, er würde sich auf selbiges beziehen. Allerdings gab es dieses zur Zeit der Abfassung von De rerum natura noch gar nicht.

Dass wir dieses Buch haben, dass es den Jahrhunderten nicht gelang, es zu vernichten, haben wir wohl historischen Zufällen zu verdanken. Viele Jahrhunderte lang geriet es in Vergessenheit, bis es im fünfzehnten Jahrhundert in einer deutschen Klosterbibliothek zufällig wieder zum Vorschein kam. Dass die katholische Kirche keine rechte Freude damit hatte, ist kein Wunder. Für Lukrez ist die Seele ein physisches Phänomen und daher genauso sterblich wie der Leib, göttliche Intervention ist blinder Aberglaube, religiöse Ideologie ein Übel, das Familien und Staaten in Kriegen zerreißt. Explizit spricht er auch von Sexualität und anderen Tabuthemen der Theologie des Mittelalters. Lukrez möchte jenen, die sein Werk lesen, die Angst vor Göttern und vor dem Tod nehmen. Der Weg dazu liegt für ihn mitunter in der Naturwissenschaft, in der Erkenntnis der Natur der Dinge, die einher geht mit tiefem Staunen und aufrichtiger Faszination für die Phänomene des uns umgebenden Kosmos. Jener Philosoph der griechischen Antike, auf den sich Lukrez dabei am meisten beruft, ist kein anderer als Epikur, welcher ja bekanntlich bei Dante ganz tief unten in der Hölle sitzt. Beide – Lukrez und Epikur – sind Fackelträger der Diesseitsbejahung.

Trotz aller Widerstände schafften es die Worte des Lukrez bis in die Gegenwart. Und auf dem Wege inspirierten sie viele große Geister jüngerer Vergangenheit: Giordano Bruno, Montaigne, Molière, Goethe und viele mehr. Es ist spannend zu erspüren, wie sich die Spuren dieses Werks durch die Geschichte ziehen.

Man kann Lukrez primär als Dichter sehen – oder als Proto-Naturwissenschaftler – oder als beides. Ich wäre schon geneigt, dieses Buch als frühes Beispiel naturwissenschaftlicher Welterklärung zu betrachten und es etwa in einer Reihe mit Newtons so viel späterem Philosophiae Naturalis Principia Mathematica zu nennen. Der Anspruch der schlüssigen Welterklärung bleibt derselbe. Die Methode allerdings verlagerte sich von der Poesie zur Mathematik, wobei sich letztere als die viel tauglichere Sprache entpuppte – zumindest für die Ziele der Naturwissenschaft.

Neben Poesie und Wissenschaft sollte man natürlich nicht darauf vergessen, den philosophischen Aspekt dieses Werkes hervorzuheben. Es entstand zu einer Zeit als sich die einzelnen Naturwissenschaften noch nicht von der Zwiebelstruktur der Philosophie abgeschält hatten, als z.B. Physik mangels naturwissenschaftlicher Methodik noch Naturphilosophie hieß. Die Lukrez’sche Methode des Erkenntnisgewinns birgt etwas Urphilosophisches in sich. Der menschliche Geist selbst wird hier zum Mess- und Analyseinstrument, mit dem gelang, was sinnerweiternden Geräten noch jahrhundertelang nicht gelingen würde.

Zwei besonders prägende Stellen im Werk des Lukrez möchte ich noch herausgreifen. Seine Beschreibung der Attischen Seuche (jene Epidemie, die Athen von 430–426 v. u. Z. heimsuchte und von der uns schon Thukydides erschütterndes Zeugnis liefert) gehört wohl zu den frappierendsten Schilderungen in Vers, die je über Krankheit und Tod geschrieben wurden. Vor allem, wenn man selbst gerade eine Pandemie durchlebt, hören sich diese Zeilen aus längst vergangener Zeit so erschreckend aktuell und vertraut an.

Und dann wäre da noch jene Stelle, die das Herz aller Science-Fiction Freunde schneller schlagen lässt. Seit wann träumen die Menschen von der Existenz außerirdischen Lebens auf fremden Welten im All? Seit ein paar hundert Jahren? Nein, schon Lukrez hält es für wahrscheinlich, dass wir nicht allein im All sind. Denn ist die Zeit nur lang genug, so wiederholt sich, was sich auf Erden ereignet hat, wohl auch anderswo. Hier die nämliche Textstelle in der großartigen Übersetzung von Alicia Elsbeth Stallings:

Besides, when matter is available in great supply,
Where there is space at hand, and nothing to be hindered by,
Things must happen and come to pass. That is a certainty,
In all the time Life has existed for, the full amount,
If the same Force and the same Nature abide everywhere
To throw together atoms just as they’re united here,
You must confess that there are other worlds with other races
Of people and other kinds of animals in other places.

Lucretius, ~60 BCE

Gänsehaut pur.

Edwin Abbott: Flatland

Ein schöner Klassiker von mathematischer Eleganz und fein zugespitzter Gesellschaftskritik. Wie ein Buch es nur selten vermag, spielt Flatland mit der Vorstellungskraft der Lesenden und führt sie aus einer zweidimensionalen Welt hinaus in die Möglichkeitsräume von Raum und Zeit. Man mag beim Lesen kaum glauben, dass dieses Buch tatsächlich schon im Jahre 1884 verfasst wurde, so modern scheint die Kritik, so unkonventionell die Sprache, die eine wunderschöne Balance von mathematischer Prägnanz und poetischem Charme hält. Die vielen versteckten Shakespeare-Zitate, die alle Dimensionen durchdringen, tun ihr Übriges, um dem Werk eine überzeitliche Bedeutung zu verleihen.

Viel Wahrheit steckt in diesen Worten. Weder physikalisch noch mathematisch ist die dreidimensionale Welt eine Notwendigkeit. So wie der Held dieser Geschichte – ein etwas biederes Quadrat – anfangs nicht vermag, sich mehr als zwei Dimensionen vorzustellen („Upwards, but not northwards“), so scheitern auch wir daran, Vier- und Fünfdimensionalität zu imaginieren. Und dabei zeigt uns doch spätestens seit 1915 die Allgemeine Relativitätstheorie die Möglichkeit auf, dass der dreidimensionale Raum des Kosmos in eine vierte Dimension gekrümmt sein könnte. Mathematisch kein Problem, doch unsere Vorstellungskraft, die evolutionär darauf getrimmt ist, von Baum zum Baum zu springen, kommt da leider nicht mehr mir. Für alle, die es doch riskieren wollen und den Weg zur Mehrdimensionalität suchen, bietet Edwin Abbott in Flatland wunderbare Analogien. Denn erst wenn man sich wirklich vorstellen kann, wie eine Welt in nur einer oder zwei Dimensionen aussehen würde und von dort jeweils den Schritt in die nächste Dimension vollzieht, erst dann vermag man zu erahnen, was denn nötig wäre, um den Schritt aus der 3D-Welt zur 4D-Welt zu machen.

Schwer zu glauben, dass Abbott sein Flatland geschrieben hatte, ohne noch irgendeine Ahnung davon zu haben, dass wenige Jahrzehnte später die Physik Wegweiser in eben jene Möglichkeitsräume finden würde, die er hier beschreibt. Ob Einstein wohl Flatland gekannt hat? Es würde mich nicht wundern.

Spannend ist auch der Umstand, dass die Gesellschaft der zweidimensionalen Welt, aus welcher der Protagonist stammt, eine Art klerikale Diktatur ist. Die Progression von Dreiecken zu Polygonen im Laufe der Generationen mit der ständigen Gefahr der Irregularität und damit einhergehenden Ächtung verhindert weitgehende soziale Umwälzungen. Die Unterdrückung der spitzwinkligen Dreiecke erinnert an Sklavenhaltung oder die Repression der Arbeiterschaft. Die höherdimensionale Welt, aus welcher das Quadrat (dessen Vater ein gleichseitiges Dreieck war, dessen Söhne Pentagone und dessen Enkel schon Hexagone sind) besucht wird, scheint eher demokratisch gesinnt zu sein. Doch auch diese Kugel wirkt beschränkt, wenn es vom Quadrat mit der Möglichkeit der Vierdimensionalität konfrontiert wird. Auch die Unterdrückung des weiblichen Geschlechts, welches in Flatland, nur aus Linien besteht, wird thematisiert. Letztlich geht es um die Überwindung der eigenen Hybris – egal in wie vielen Dimensionen.

Kurzum: Allen, die mit erzählerischer Brillanz begreifen wollen, warum ein Hyperwürfel sechzehn Ecken und acht Seiten haben muss, sei dieses Büchlein wärmstens empfohlen.

Pelluchon: „Manifeste animaliste“

Es ist erhebend und erfrischend zugleich, wie die französische Philosophin Corine Pelluchon in ihrer kurzen, doch prägnanten Streitschrift Manifest für die Tiere klar darlegt, dass Massentierhaltung und andere Varianten speziesistischer Neo-Sklaverei der Menschheit kurz- und langfristig weit mehr Schaden zufügen, als sie Nutzen erbringen. Der französische Titel des Werkes Manifeste animaliste trifft den Kern der Botschaft wesentlich besser, ist diese Schrift doch nicht nur ein Manifest für die Tiere, sondern auch für die Menschen – ein anti-speziesistisches Aufbegehren gegen in Tradition verhaftete Ungerechtigkeiten vieler Art, auf welche künftige Generationen wohl mit ähnlicher Scham und Abscheu zurückblicken werden, wie die Menschen der heutigen Zeit es bei Betrachtung des antiken und neuzeitlichen Sklavenhandels tun. Das Anfangszitat von Abraham Lincoln passt in diesem Zusammenhang besonders gut.

Theoretischer Unterbau dieses doch sehr knappen Büchleins ist wohl Pelluchons bisheriges Hauptwerk Wovon wir leben, in welchem sie eine Art neue Existenzphilosophie umreißt, welche den Menschen weniger als geistiges, in seiner Umwelt autarkes Wesen, sondern vielmehr als Tier in seiner Abhängigkeit natürlicher Ressourcen zeigt. Das werde ich wohl noch lesen müssen. Und ich werde es gerne tun.

Das Manifeste animaliste versteht sich als zeitgenössisches Update zu Peter Singers Animal Liberation. Im Unterschied zu Singer gründet Pelluchon ihren „Neo-Animalismus“ aber nicht mehr rein auf utilitaristische Argumentationsketten. Eine ebenso große, wenn nicht größere Rolle spielt eine auf Mitleid und Mitgefühl basierende Ethik, die doch mitunter an Schopenhauer erinnert. Letzterer hätte mit dem Manifeste animaliste wohl seine Freude gehabt.

Das Buch entlarvt die wirkmächtigen Verdrängungseffekte, welche die heutige Massentierhaltung erst möglich machen. Gleichzeitig zeigt es Verständnis für all jene, die aus Tradition oder ökonomischer Notwendigkeit Teil dieser globalen Missbrauchs Maschinerie sind und warnt davor, allzu schnell anzuklagen. Der Animalismus darf nicht selbst zum Dogmatismus werden. Und doch gilt es, an der anti-speziesistischen Forderung festzuhalten, dass die Interessen nichtmenschlicher Tiere ebenso berücksichtigt werden sollten, wie jene der Menschen. Ihr Leben sei für sie ebenso wichtig wie das unsrige für uns.

Die Politisierung der Tierfrage scheine unvermeidbar, um nachhaltige Veränderungen herbeizuführen. Dabei müsse man aber sowohl rationale wie auch emotionale Wege wählen. Die Ratio allein vermöge nicht, ausreichend Menschen zu einer Veränderung ihrer Lebensweise zu bewegen.

Spannend ist auch jene Passage, in der die Autorin den „vollständigen und hemmungslosen Mangel an Achtung vor dem Leben“ beleuchtet, der dem Status-quo-Kapitalismus zu Grunde liege und sogar einen Zusammenhang aufzeigt zwischen „Terrorismus und der Gewalt, die wir gegen andere Menschen und nichtmenschliche Tiere ausüben“.

Der Animalismus wird definiert als „philosophische, kulturelle und politische Bewegung, in der Menschen zusammenkommen, die sich durch ihre Lebensweise und ihr kollektives Handeln für den Schutz der Interessen von nichtmenschlichen Tieren einsetzen“. Er legt nahe, dass eine Aufnahme der Tiere in Ethik und Recht zugleich eine Erneuerung des Humanismus bedeute. Letztlich steuere man auf eine Welt zu, in der es nicht mehr legitim sein werde, ein anderes empfindungsfähiges Wesen auszubeuten.

Im Schlussteil liefert Pelluchons Manifest auch einige konkrete Handlungsvorschläge. Das Ende der Gefangenschaft von Tieren im Zirkus und Tierpark steht dabei nur am Beginn einer langen Kette von Forderungen, denn „Nur mit einem gespaltenen Bewusstsein kann man sich am Anblick anderer empfindungsfähiger Tiere erfreuen, die in Gefangenschaft leben müssen.“ Auch die schrittweise Rückkehr von der intensiven zur extensiven Tierhaltung bei drastischer Verringerung des Fleischkonsums wird als realistische Perspektive erörtert. Auch die positiven Auswirkungen auf die Verhinderung der Erderwärmung kommen hierbei zur Sprache. Die Erweiterung eines vegetarischen und veganen Speisenangebots in allen Städten und Institutionen versteht sich von selbst. All dies sei laut Pelluchon auch mit anhaltender wirtschaftlicher Prosperität vereinbar. Die Rolle von Künstler*innen und Intellektuellen im Zuge dieser Entwicklung wird ebenfalls diskutiert.

Am Ende schließt das Buch freilich mit jenen Worten, die in einem Manifest nicht fehlen dürfen: „Animalisten aller Länder, aller Parteien, und aller Konfessionen, vereinigt euch!“

Die veganen Kasspatzl, die ich gestern gekocht habe, schmeckten nach dieser Lektüre besonders gut.

Der Segen der Erde

„Den langen, langen Pfad durch die Moore und in die Wälder, wer hat ihn ausgetreten? Der Mann, der Mensch, der Erste, der hier war. Vor ihm gab es keinen Pfad.“

Mit diesen Worten beginnt Knut Hamsuns Roman „Der Segen der Erde“, für den ihm im Jahre 1920 der Literaturnobelpreis verliehen wurde. Auch hundert Jahre später lohnt sich die Lektüre dieses Werkes sehr. „Bodenständig“ ist wohl das Adjektiv, das am besten zur Beschreibung dieses Textes gereicht. Das einfache Leben am Land, das Leben vom Land, Viehzucht und Ackerbau, organisches Wachstum, die Schönheit des Einfachen – dies sind die Kernmotive der Geschichte.

Der starke Isak geht tief in den Wald und fängt an, ein Stück Land zu bestellen. Er baut eine kleine Hütte. Damit fängt es an. Bald gesellt sich eine Frau hinzu. Bald gibt es Kinder. Mehr Wald wird gerodet, mehr Moor wird trockengelegt. Isaks Reich wächst beständig, Feld um Feld, Tier um Tier, Gebäude um Gebäude. Andere folgen. Es sind nicht nur Bauern; Telegrafenmasten, Händler und Minenarbeiter hinterlassen bald ihre Spuren im Wald und im Leben der Protagonisten. Doch alle sind sie dem Autor verdächtig. Das gute, unverfälschte Leben findet sich nicht in der Stadt, nicht in Bildung, Handel und Wissenschaft, sondern nur im bodenständigen Landleben – so die leider nicht gut genug versteckte Botschaft, die Hamsun den Lesenden mitgeben möchte.

Doch auch, wenn man dieser Botschaft widerspricht, muss man die stilistische Schönheit und stellenweise Monumentalität dieses Romans freudig anerkennen. Wurde jemals sonst in so bewegenden Worten von einfachen Dingen berichtet – etwa davon, wie Isak das Korn aussät oder wie er gemeinsam mit seiner Frau Inger einen großen Stein aus dem Boden stemmt? Das alles kommt in Hamsuns Worten so bildgewaltig und emotional daher, dass es bei manchen die ein oder andere Träne entlockt.

Stetiges, organisches Wachstum basierend auf harter, ehrlicher Arbeit – dieses beständige Grundthema des Romans erinnert beim Lesen in gewisser Weise an manch altes Computerspiel à la Anno 1602. Wildes Land wird urbar gemacht und gibt Platz frei für Glück und neues Leben. Dieses Glück, dass die Menschen in Hamsuns Welt erleben, wird allerdings kaum in Worten artikuliert. Es findet sich nur in Handlungen, nur zwischen den Zeilen. Denn die Figuren des Romans sind allesamt kaum fähig, ihre Emotionen, ihr wahres Befinden in Worte zu fassen und einander zu offenbaren. Sie sind sprachlich stark eingeschränkt. Sagt Isak „Ach ja, mein Gott …“, so gilt es, aus dem Zusammenhang zu erschließen, was er damit wirklich sagen möchte und nicht kann.

Doch nicht nur stetiges Wachstum herrscht in Isaks Reich. Es gibt auch Rückschläge; Bürokratie, Kindsmord, rivalisierende Nachbarn, körperliche Missbildungen, Krankheit, Gefängnisstrafen und mehr drohen immer wieder, das harte und einfache, doch schöne Leben in seinem Wald zu trüben. Teilweise tun sie das auch.

An Tiefe gewinnt das Buch auch durch die vielen schön gezeichneten Figuren, die neben Isak und Inger ihre Spuren im Wald hinterlassen; die ungleichen Söhne Sivert und Elesius, die zwielichtige Oline, der dubiose und erfolglose Nachbar Brede, der brave Aksel Strøm, die zügellose Barbro, der Händler Aronsen, die Lappen, die gelegentlich durchs Land ziehen und andere.

Die vielleicht einprägsamste und gewiss rätselhafteste Figur des Romans bleibt aber der ehemalige Lehnsmann Geissler, der in unerwarteten Momenten immer wieder in die Geschichte eingreift und sie entscheidend zu beeinflussen weiß. Er ist mit Abstand auch jene Figur, die sich am besten zu artikulieren weiß und mitunter unerwartet tiefschürfend und poetisch über das Leben und die Rolle der Menschen sinniert.

„Ich bin etwas, ich bin der Nebel, bin hier und dort, ich schwimme, manchmal bin ich Regen an einem trockenen Ort.“

Getrübt wird das Lesevergnügen durch die drei oder vier Textstellen, an denen uns der Autor offensichtlich rassistische und antisemitische Vorurteile offenbart. Dies ist sehr schade. Hamsuns spätere Befürwortung des Nationalsozialismus ist aber kaum überraschend.

Und dennoch: 103 Jahre nach seiner Veröffentlichung sollte man den Roman unabhängig von den Irrungen des Autors als das nehmen, was er ist: eine monumentale Ode an das einfache Landleben und den Verdienst harter Arbeit.

„Wächst hier nichts? Hier wächst alles: Menschen, Tiere und Feldfrüchte. Isak sät. Die Abendsonne scheint auf das Korn, es fliegt im Bogen aus seiner Hand und sinkt wie ein Goldregen in die Erde. […] Wald und Berge schauen zu, alles ist Hoheit und überwältigend, hier ist Zusammenhang und Ziel. […] Dann wird es Abend.“

„Survival of the Friendliest“

„Survival of the Friendliest“ von Brian Hare & Vanessa Woods ist ein kurzes, doch inhaltsstarkes Buch, welches den Lesenden ungeahnte Zusammenhänge zwischen evolutionärer Anthropologie und Gegenwartspolitik vor Augen führt.

Warum sind Hunde und Bonobos zur kooperativen Kommunikation mit anderen Spezies befähigt, nicht aber Schimpansen? Der Schlüssel zum Verständnis liegt im der Evolution zugrunde liegenden Prinzip der natürlichen Auslese, das bei manchen Spezies klar jene Individuen bevorzugt, welche einen höheren Grad von Kooperation oder Freundlichkeit aufweisen. So kommt es zur Domestizierung oder – wie bei Mensch und Bonobo – zur Selbst-Domestizierung. Letztere wird des Weiteren als Hauptantrieb der frühen technologischen Revolution im Pleistozän identifiziert, welche dem Homo sapiens den entscheidenden Überlebensvorteil gegenüber anderen Hominiden gab. Schlüsselelement war Kooperation als Kriterium der Selektion.

Dies wird im Buch anhand vieler Beispiele und Studien anschaulich erklärt. Auch neurologische und biochemische Zusammenhänge werden klar dargelegt. So sind ein auf Kooperationsvermögen basierter Selektionsdruck eng mit dem körpereigenen Serotonin- und Oxytocinhaushalt verknüpft.

Politisch hochbrisant wird das Buch dann, wenn die Dynamik der Dehumanisierung erläutert wird, welche starke Zusammenhänge mit Oxytocin und demnach auch mit der Evolutionsgeschichte des Menschen aufweist. Die zitierten Beispiele und Studien zeigen auf, wie die Selbst-Domestizierung des Menschen zwar einerseits mit mehr Kooperation und Empathie innerhalb der eigenen Gruppe, aber gleichzeitig mit gesteigertem Aggressionspotential gegenüber dem Fremden einherging. Diese In-Group/Out-Group Dichotomie äußert sich am klarsten, wenn der Out-Group schlichtweg ihr Mensch-sein abgesprochen wird. Die erschütternden Umfragen, die im Buch zitiert werden, zeigen auf, wie verbreitet dieser aggressionsgenerierende Manipulationsmechanismus heute noch ist – und wie sehr er populistischen Bewegungen und der Alt-Right Bewegung in die Hände spielt. Als Beispiel dafür fungiert im Buch nicht nur Trump, dessen Reden und Tweets unzählige dehumanisierende Begriffe beinhalten – auch Victor Orbán, Marine Le Pen und Norbert Hofer bekommen ihr Fett ab.

Im zweiten Teil des Buches werden Mittel und Wege aufgezeigt, wie es gelingen kann, die dem Homo sapiens inhärente Prädisposition für Kooperation und Freundlichkeit auch auf die Out-Group auszudehnen. Der Begriff des „expanding circle“ kommt hier zu tragen. Der Weg dorthin führe interessanterweise nicht primär über mehr Bildung; einen viel stärkeren Beitrag zur Aggressionsprävention und zum Scheitern jeglicher Entmenschlichungspropaganda leiste vielmehr die von Kindheit an gepflegte Nähe zum Fremden und Anderen („sustained friendly contact“). Eine gegenseitige Abschottung von Mehrheiten und Minderheiten verhindere den Konflikt nicht, sie befördere ihn nur. Ein frühes Zusammenleben und Zusammenarbeiten (etwa Gruppenarbeiten in ethnisch oder religiös gemischten Schulklassen) werden im Buch als die wirksamste Impfung gegen Vorurteil und gegenseitige Dehumanisierung identifiziert. Auch das stark unterschiedliche Wahlverhalten in urbanen und ländlichen Gebieten ließe sich auf die jeweils unterschiedlichen Grade des zwischenmenschlichen Kontakts mit anderen Ethnien und religiösen Gruppierungen zurückführen. In weiterer Folge führen diese Überlegungen zu konkreten Forderungen, die einer funktionierenden Demokratie und einem friedlichen Zusammenleben förderlich sind, etwa die Wichtigkeit von öffentlichen Räumen, in denen man einander zwanglos und drucklos begegnen kann und die allen Menschen offen stehen. Vor allem die Begegnung, die Kooperation und der Dialog mit jenen, die uns am wenigsten gleichen, sorgen für den Abbau von Vorurteilen und schieben jeglicher Dehumanisierungsrhetorik einen Riegel vor.

Schließlich bietet das Buch noch eine Reihe von Daten, welche belegen, dass friedlicher, nicht gewaltsamer Widerstand bei der Durchsetzung neuer Staatsformen und Ideen historisch gesehen weit erfolgreicher war als gewaltbereiter Aktionismus oder Terrorismus. („Friendliness wins. Your peaceful effort is more likely to enact lasting change.”)

Im Schlusskapitel findet das Buch dann noch einmal zurück zur Tierwelt. Es wird nahegelegt, dass jene, die das Leid von Tieren ernst nehmen, auch mitfühlender gegenüber ihren Mitmenschen sind.

„Survival of the Friendliest“ ist ein sehr erhellendes Buch. Das beeindruckende Literaturverzeichnis zeugt von tiefschürfender Recherchetätigkeit. Die vorgebrachten Hypothesen leuchten nicht nur ein, sie sind auch mit einer Flut an Evidenz abgesichert. Durch die Lektüre werden die Antagonismen von Aggression und Zuneigung im Lichte der Evolution verständlich gemacht. Daraus resultieren eine schärfere Einschätzung der Gegenwart, konkrete Handlungsvorschläge für ein friedlicheres Miteinander und ein zuversichtlicher Blick in die Zukunft.

Eine Frage des Vertrauens …

  1. Ein harter Lockdown ist in der jetzigen Phase notwendig, um Menschenleben zu retten und eine frühere Rückkehr zum Ende der Restriktionen zu ermöglichen.
  2. Das Ende der Pandemie wird erst durch eine hohe Durchimpfungsrate erreicht.
  3. Die Risiken einer Corona-Impfung sind im Vergleich zu den Risiken einer Corona-Infektion vernachlässigbar.
  4. Wer geimpft ist, schützt nicht nur sich selbst, sondern auch andere.

Diese vier Aussagen wurden in Österreich in den vergangenen Tagen in der ein oder anderen Form von Bundeskanzler, Gesundheitsminister, Bundespräsident und den diversen Landeshauptleuten vorgebracht.

Und – ja – ich vertraue auf die Gültigkeit dieser Aussagen. Warum tue ich das?

Nicht weil Vertrauen per se immer gut wäre. Zu viel Vertrauen kann fatal sein. Das hat uns die Geschichte oft genug gelehrt.

Nicht weil ich allen oben genannten Personen und ihren Parteien an sich vertraue. Das tue ich keineswegs. Bei anderen Themen bin ich nicht ihrer Meinung und vertraue manchen weitaus weniger.

Ich vertraue auf die Gültigkeit dieser Aussagen, weil sie nicht nur von den genannten Politikern kommen, sondern in ähnlicher Form und Prägnanz von den Regierungen fast aller Staaten dieser Erde geäußert werden, ganz gleich welche Staatsform dort herrscht.

Ich vertraue auf diese Aussagen, weil sie mit jenen des seriösen Qualitätsjournalismus (NY Times, Guardian, NZZ, ZEIT, BBC) weitgehend übereinstimmen.

Ich vertraue auf diese Aussagen, weil sie im Einklang mit jenen Erkenntnissen sind, zu welchen eine große Mehrheit der Wissenschaftler*innen gelangt ist, und weil sie auch von großen wissenschaftlichen Fachjournalen (z.B. Science) mitgetragen werden.

Und letztlich vertraue ich diesen Aussagen, weil sie mir in Anbetracht all dessen, was ich selbst über Geschichte, Wissenschaft, Statistik und Datenanalyse weiß, durchaus plausibel und grundvernünftig erscheinen.

Nicht in diese Aussagen zu vertrauen, läuft mehr oder minder auf die Unterstellung hinaus, die meisten Regierungen, seriösen Medien und ein Großteil der anerkannten Forscher*innen der Erde hätten sich gemeinsam verschworen, möglichst viele Menschen unglücklich zu machen, die Wirtschaft zu zerstören und Milliarden von Menschen hinters Licht zu führen. Cui bono? Niemand.

Und doch liest man ständig die absurdesten Unterstellungen. Sämtliche Zahlen seien gefälscht, Menschen stürben gar nicht an dieser Krankheit, Entscheidungsträger*innen würden ihre eigene Impfung nur vortäuschen, wir würden alle mit Mikrochips geimpft und zu Robotern gemacht, alle anderen Meinungen würden zensiert, Corona würde durch 5G und Jet Streams verbreitet, alle folgten nur den Anweisungen irgendwelcher dunklen Mächte. Von da ist es dann nicht mehr weit bis zum Glauben an Echsenmenschen, bis zu antisemitischen Märchen (die Rothschilds seien schuld), bis zum absoluten Realitätsverlust.

So eine gewaltige Verschwörung ist in meinen Augen nicht nur vollkommen absurd, sie ist schlicht und einfach undurchführbar. Es erfüllt mich mit Schaudern, wie viele Menschen so etwas für plausibel halten. Wer so etwas glaubt, steht in meinen Augen auf der falschen Seite der Geschichte. Greifen diese wirren Ideen weiter um sich, so wird die Pandemie wohl länger dauern, als sie es angesichts des vorhandenen Impfstoffs müsste. Die Einschränkungen werden länger notwendig sein. Und ja, es werden wohl auch mehr Menschen sterben.

Jedenfalls werde ich mich an die Maßnahmen halten, werde mich so bald wie möglich impfen lassen und werde allen Menschen guten Gewissens empfehlen, dasselbe zu tun. Ich werde um Vertrauen werben. Damit wir diesem Wahnsinn möglichst bald entfliehen. Damit der nächste Jahreswechsel wieder gebührend gefeiert werden kann. Und zurückblickend wird man feststellen, dass die Menschheit mit Disziplin, mit Wissenschaft und dem nötigen Vertrauen diese größte Krise seit dem letzten Weltkrieg gemeistert und bewältigt hat.

Ich wünsche „Frohe Weihnachten“ und einen guten, stillen Übergang ins hoffentlich gesündere und bessere Jahr 2021.

Salman Rushdie: The Golden House

Das neuste Buch von Salman Rushdie ist vieles auf einmal: eine Ode an zwei Städte (NYC & Mumbai), eine bizarre Familientragödie, eine Parabel auf den im Feuer fiedelnden Kaiser Nero, eine Hommage an die Filmkunst, vor allem aber eine beinharte, scharfzüngige Abrechnung mit Donald Trump und der mit ihm einhergehenden Verrohung und Verdummung der Welt.
All dies und noch mehr findet man meisterhaft verwoben in “The Golden House”.
Rushdie bleibt einer der besten Geschichtenerzähler unserer Zeit. Ich bin begeistert.
Domus aurea – there is only the whirling movement of life.

März 2018

Thomas Mann: Erzählungen

Circa elf Jahre lang stand es in meinem Regal. Jetzt endlich kam ich dazu, dieses schöne Büchlein mit sechs Erzählungen und Novellen von Thomas Mann zu lesen, u.a. „Der Tod in Venedig“.
Am schönsten fand ich darin aber „Die vertauschten Köpfe“ und „Das Gesetz“. Ersteres – dem Untertitel nach eine indische Legende – zeigt, dass Mann in indischer Mythologie nicht weniger, oder sogar noch mehr bewandt war als Hermann Hesse. „Das Gesetz“ aber ist mit Abstand die amüsanteste und erfrischendste Darstellung der biblischen Exodus-Geschichte, die ich je gelesen habe. Ganz ohne Magie, rein naturalistisch und auf eine feinklingige Art herrlich blasphemisch geht es hier zu. Gar nicht gewusst, dass Mann so ein mutiger Satiriker war. Ich habe mehrmals laut gelacht, so herrlich unbeholfen und komisch (und dabei auch moralisch äußerst fragwürdig) ist die Gestalt des Mose bei Thomas Mann. Ich hatte meine Freude dran.

Jared Diamond: Guns, germs, and steel

Wahrhaft eines der besten Geschichtsbücher die ich je gelesen habe: Jared Diamond erklärt wie geografische Umstände (etwa die ungleiche Verteilung domestizierbarer Pflanzen und Tiere auf dem Erdball) die unterschiedliche Entwicklung verschiedener Zivilisationen verursachte.


Ein Beispiel:
Warum kolonialisierte Europa den amerikanischen Kontinent und nicht umgekehrt? Die Antwort liegt nicht in der unterschiedlichen Befähigung der Menschen verschiedener Erdteile. Der Unterschied liegt vor allem darin, dass ein Mangel an domestizierbaren Spezies eben nicht so rasch zu Hochkulturen, Städten, Arbeitsteilung, Wissenschaft und Fortschritt führt. Faszinierend.

Die großen Epen

Hat zwar fünfzehn Jahre gedauert, aber nun habe ich doch endlich in Abständen alle fünf großen indoeuropäischen Epen des ersten vorchristlichen Jahrtausends verschlungen: Ilias, Odyssee, Mahabharata, Ramayana und Aeneis.

Kein bisschen staubig, sondern farbenfroh und blutig können es diese Geschichten frühester Zeit an ihrem Unterhaltungswert gemessen mit manch modernem Fantasy-Epos aufnehmen, haben damit sogar viel gemein. In Wortgewalt und historischer Bedeutung überstrahlen sie jene natürlich bei weitem.

Im Handeln und Streben jener unsterblichen Helden, von denen diese Geschichten uns berichten, offenbart sich zutiefst Menschliches. Achilles, Hektor, Odysseus, Rama, Ravana Arjuna, Yudhishthira und Aeneas – so heißen nur manche der Helden, deren Namen die Menschheit niemals vergisst. Trotz der leider zu männlichen Epen, blitzen da und dort auch faszinierende Frauengestalten auf, die in ihrer Art ganz unterschiedlich sind und das Spektrum von der weise abwägenden Königin zur Kriegeramazone abdecken: Dido, Camilla, Helena, Andromache, Penelope, Kunti, Madri, Sita und viele andere. Faszinierend auch wie ähnlich die drei griechisch/römischen den zwei indischen Epen sind. Die Einmischung der Götter, von Zeus bis Krishna, ist ein stets begleitendes Element. Mitunter wirken jene Unsterblichen in ihrem Handeln sogar menschlicher als die Sterblichen es tun.

Meine Lieblingsfigur all dieser Epen ist und bleibt aber der gewiefte Schalk und Schelm der Ramayana, der Affenkönig Hanuman, wie ihn von Westindien bis Bali wohl jedes Kind kennt. Was Homer, Vergil, Valmiki und jener namenlose Autor der Mahabharata hier geschaffen haben, wird noch viele Zeiten überdauern.

Kurzum, ihr alten Epen, es war mir eine Freude. Und sollte mir ein langes Leben beschert sein, so werde ich euch in hohem Alter bestimmt noch einmal zur Hand nehmen und erneut von jenen Heldentaten hören, die im Liede noch leben der kommenden Menschengeschlechter.

Januar 2019