Rushdie: 2 years, 8 months and 28 nights

Eben las ich die letzten Seiten von Salman Rushdies jüngstem Werk „2 years, 8 months and 28 nights“ ( = 1001 nights).

Obwohl es in Umfang und Inhalt bei weitem nicht an sein Meisterwerk „Midnights’s Children“ (eines der besten Bücher, das ich je las) heranreicht, ist und bleibt Rushdie einer meiner absoluten Lieblingsautoren.

Zum Buch: Eine exotische Parabel auf die Wirren unserer Zeit (Islamischer Staat, Ausgrenzung von Minderheiten, Frauenhass, etc.) als deren gemeinsame Ursache oft und immer wieder das Fehlen der Vernunft und die Dominanz von gefährlichen Mythen identifiziert wird.

Auf der Basis des alten Streites der Philosophen Ibn Ruschd und al-Ghazālī springt Rushdie durch die Jahrtausende und endet mit einer Botschaft der Zuversicht. Auch der letzte Dschinn wird einst in seine Flasche gesperrt werden und die Welt wird frei von Göttern und Gespenstern. Dazu muss man aber anscheinend – und ich behaupte das Gegenteil – die Fähigkeit des Träumens opfern.

Lesenswert.

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Nach ein paar Zeilen Dostojewski

Wie frappierend gut das Buch, wie ungewohnt packend das Lesen einem erscheint, wenn man nach Jahren anderweitiger Lektüre endlich wieder einmal einen Roman von Dostojewski zur Hand nimmt. Die ausgefeilte Erzählkunst des bärtigen Russen lässt andere Meister der Weltliteratur rasch alt aussehen. Diese Meinung teilten übrigens auch Albert Camus oder Siegmund Freund. Für den einen war „Die Dämonen“ das beste Prosawerk, das je geschrieben wurde, für den anderen war es „Die Brüder Karamaso“. Dostojewski ist und bleibt der feinfühligste, abgründigste und wohl auch beste Romancier unserer Spezies. Sein Werk hat einen ungeheuren Sog und macht mir eben wieder sehr viel Freude.

Walt Whitman: Leaves of Grass

„The open air I sing, freedom, toleration“

Nie las ich bewegendere und lebensbejahendere Lyrik als in diesen letzten Monaten, da sich Maria und ich in Wechselrede durch Walt Whitman’s „Leaves of Grass“ tasteten. Man fühlt sich diesem bärtigen, alten, lebensfrohen Waldwanderer so nah, wie selten einem Dichter. Durch seine Zeilen reicht er den Lesern auf wundersame Weise Jahrhunderte überwindend die Hände und umarmt die ganze Welt. Mit Baudelaire lag meine persönliche Messlatte der schönsten Lyrik schon hoch, doch Whitman hat sie überflogen.

Und dann noch diese Zeilen in seinem Nachwort:

„Whatever may have been the case in years gone by, the true use for the imaginative faculty of modern times is to give ultimate vivifications to facts, to science, and to common lives, endowing them with the glows and glories and final illustriousness which belong to every real thing, and to real things only.“

Oh captain, my captain … 🙂

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Wintersonnenwende

An diesem Tage lohnt es, daran zu denken, wie groß die Emotionen waren, die unsere Vorfahren damit verbanden.

Seit Monaten werden die Tage dunkler und kälter. Es herrscht immer mehr Nacht. Das Leben wird zunehmend karger. Alles stirbt. Das Grün des Sommers ist längst eine verblassende Erinnerung geworden. Man friert immer mehr, sieht immer weniger. Es fühlt sich so an, als ginge alles zu Ende. In den Herzen herrscht Weltuntergangsstimmung. Denn wieso sollte alles werden, wie es war? Man sieht doch, wie das Licht mit jedem Tag schwindet, wie Sonnenauf- und untergang sich immer weiter nach Süden verschieben, bis sie sich fast schon treffen und beinahe ewige Dunkelheit herrscht. Etwa so haben sich tausende Generationen von Jägern, Sammlern und frühen, sesshaft gewordenen Bauern in den Tagen vor der Wintersonnenwende gefühlt.

Doch dann … dreht die Sonne plötzlich um und gibt inmitten aller Kälte das Versprechen des wiederkehrenden Sommers, des wiedererwachenden Grüns, der ewigen Wiederkunft des Lebens. An dem Tag, da im alten Megalith-Bau des irischen Newgrange der Strahl der Morgensonne in die innerste Kammer eindringt und diese zum Leuchten bring, ändert sich alles. Die Sonne kehrt um. Die Tage werden wieder länger. Und die Last von Frost und Dunkelheit ist plötzlich viel leichter zu tragen. Denn mit jedem Sonnenaufgang sieht man, wie die Tage wieder länger werden.

Welch Freude und Erleichterung, welch Feste hat die Zeit der Wintersonnenwinde in der Geschichte der Menschheit wohl erlebt? Wie viele Tränen wurden ob der Umkehr der Sonne vergossen? Es lohnt sich, am Tag der Sonnenwende unserem Gestirn der Spektralklasse G7 beim Untergehen zuzusehen und sich darauf zu besinnen.

Salman Rushdie: Midnight’s Children

just finished reading one of the best novels I have ever known.

It’s a chutnification of the history of the Indian subcontinent in the 20th century.

It’s a masterpiece in the genre of fantastic realism.

It’s Abracadabra!

It’s „Anything you want to be, you kin be; you kin be just what-all you want“.

It is world literature.

It is history.

It is Indian, Pakistani, and Bangladeshi.

It is Kashmiri.

It is Salman Rushdie’s „Midnight’s Children“.

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Rettungsboot an Unbekannt

Plakat-mix Kopie

Termine und Spielorte:

  • am 28.3 / 3.4 und 6.4. 2015 im Kulturhaus Kufstein
  • am 13.5. / 16.5. und 17.5. 2015 im Kulturhaus Kufstein. (am 17.5. als Benefizaufführung für die Opfer des Erdbebens in Nepal)
  • am 13.11. 2015 in der Arche Noe Kufstein
  • am 6.4. 2017 im Kulturhaus Kufstein
  • am 7.4. 2017 bei den Internationalen Theatertagen am See in Friedrichshafen

Zum Inhalt:

Nach einem tragischen Schiffsunglück befinden sich drei Überlebende an Bord eines kleinen Rettungsbootes. Es bleibt nicht viel Zeit. Der Proviant wird bald zur Neige gehen. Ein Funkspruch hinaus ins Unbekannte – die letzte Hoffnung der Schiffbrüchigen – bleibt jeden Tag aufs Neue ohne Antwort.
Misstrauen macht sich breit. Zu zweit könnte man viel länger überleben, als zu dritt. Was, wenn zwei sich gegen einen verbünden?  Doch es gibt noch ganz andere Fragen. War das Schiffsunglück wirklich nur ein Unfall? Oder war es ein Anschlag? Ist einer der drei Überlebenden gar selbst der Attentäter?

„Rettungsboot an Unbekannt“ ist die Geschichte dreier Menschen im nackten Kampf ums Überleben. Wer spricht die Wahrheit? Wem kann man glauben? Ein jeder hat eine Geschichte. Ein jeder hatte Hoffnungen und Träume. Doch alles zerschellt im Angesicht der nahenden Vernichtung. Es sei denn, dass doch noch Hilfe käme …

In den Hauptrollen: Albin Winkler, Maria Kaindl, Klaus Reitberger
Fotos von Sylvia Größwang.

Die Bühne:

Ein herausragendes Feature an dieser Inszenierung war wohl das Bühnenbild, das bei den Spielterminen im Jahr 2015 im Kulturhaus Kufstein zu sehen war. Der von einem Sternentransparent umrahmte erhöhte Bühnenaufbau in Sechseckform hatte als Hintergrund eine Rückprojektionsleinwand auf welcher das Live-Bild einer auf der oberen Bühnenhinterseite installierten Kamera zu sehen war. Das Publikum konnte also alle drei Schauspieler:innen immer zweimal sehen – von vorne und hinten. Selbst wenn man flach am Boden lag, war man auf der Projektionsleinwand gut sichtbar.

Sylvia Groesswang

Der Folder:

Die Bilder:

Inszenierungen

Wiederaufnahme der „Kosmischen Strahlen“!

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2015 gibt es eine Wiederaufnahme dieses Erfolgsstückes aus dem Jahr 2012. 

Zwei Aufführungen stehen an: am 14. Oktober in Kufstein und am 17. Oktober in Münster, Westfalen

Reservierungen für den Kufstein-Termin unter +436769161457 oder klaus.reitberger@gmail.com

Infos zum Gastspiel in Münster finden Sie hier

In bewegenden Episoden zeigt dieses Theaterstück ausgewählte Momentaufnahmen aus dem Leben von Victor F. Hess, dem Entdecker der kosmischen Strahlung. Von der dramatischen Ballonfahrt 1912 bis zur Flucht vor den Nazis, vom Disput mit Millikan bis zur Verleihung des Nobelpreises – hautnah am Leben werden Erfolge und Höhepunkte, Rückschläge und Niederlagen szenisch dargestellt.

Nach bisherigen Aufführungen in Innsbruck, Kufstein und Wien gehen die „Kosmischen Strahlen“ im Herbst auf Tournee:

Unsere Tournee:

  • am 9. September ein letztes Mal in Kufstein ( 19.00 Kulturhaus) mit anschließenden Vortrag über offene Rätsel der Astro- und Teilchenphysik von Klaus Reitberger
  • am 19. September in Graz (20.15 Uhr , Universität Graz, Hörsaal 05.01) – Details
  • am 20. September auf Schloss Pöllau (20.00 Uhr, Großer Freskensaal) – Details
  • am 21. Oktober auf Stift Melk (16:00 Uhr, Dietmayrsaal) – Bilder
  • am 30. Oktober in Siegen (11.00 Uhr, Siegerlandhalle) – Plakat
  • am 6. Dezember in Berlin (DESY Zeuthen) – Details
  • am 17. Januar in Rosenheim (FH) – Details
  • am 14. Oktober 2015 im Kulturhaus Kufstein (Beginn: 20.30 Uhr)
  • am 17. Oktober 2015 beim Astroseminar der WWU Münster – Details

Wir haben Anfragen für weitere Gastspiele und sind gerade dabei diese zu konkretisieren. Bei Interesse: +43 699 10811013

Video-Ausschnitt:

Das Buch zum Stück:

Bei der university press innsbruck erschien vor kurzem das Buch zum Stück – jetzt auch in englischer Sprache. Als Übersetzter fungierte Arthur Breisky – der Enkel von Victor F. Hess

Beide Versionen sind erhältlich auf amazon

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Pressestimmen:

„Zum Theaterstück kann ich sagen, dass mich die eingesetzten Bühnenbilder sehr beeindruckt haben, beispielsweise kam gleich am Anfang der Aufführung ein riesiger Heißluftballon zum Einsatz, welcher auf der kleinen Bühne des Kulturhauses eine große Wirkung erbrachte. Ebenfalls positiv wirkte auf mich, dass das Wechseln der Bühnenbilder nicht hinter verschlossenen Vorhängen geschah, sondern so, dass jeder es sehen konnte. Außerdem fand ich es toll, dass Klaus Reitberger diesmal nicht nur als Regisseur, sondern auch als Schauspieler – wenn auch nur in einer kleinen Rolle – fungierte. Ganz allgemein wurde dieses doch eher schwierige Thema der Kosmischen Strahlen gut verständlich und sehr spannend umgesetzt. Die schauspielerischen Leistungen waren allesamt top, besonders die Rolle des Victor F. Hess wurde hervorragend und absolut authentisch gespielt.“

Isabella Traunfellner – mein ticket

Stückbeschreibung:

Wir schreiben das Jahr 1912: Nach Jahren der Vorbereitung wagt der Physiker Victor Franz Hess eine riskante Ballonfahrt auf über 5000 Meter Höhe. Nur dort kann er Antwort finden auf ein Rätsel, das ihn schon lange beschäftigt. Das Experiment gelingt. Sensationelle Messergebnisse liefern den Nachweis einer bisher unbekannten Strahlung aus dem Weltraum.

Zurück am Boden scheint sich die Welt vorerst nicht sehr für Hess‘ Entdeckung zu interessieren. Als Jahre später einem Amerikaner ebenfalls die Messung dieser merkwürdigen „kosmische Strahlung“ gelingt, wird dieser als ihr Entdecker gefeiert. Späte Würdigung erfährt Hess erst im Jahre 1936. Der Physik-Nobelpreis wird ihm verliehen.

Doch auch die Welt der Wissenschaft bleibt von den politischen Ereignissen nicht unberührt. Es bricht eine Zeit an, in welcher kritisches Denken unerwünscht und schließlich gar verboten ist. Hess hat aus seiner Gesinnung nie einen Hehl gemacht und wagte stets den Nationalsozialismus offen zu kritisieren. Dafür wird ihm nun alles genommen: Stellung, Ansehen, Besitztümer. Im Herbst 1938 kann er sich gerade noch rechtzeitig über die Grenze in die Schweiz und weiter nach Amerika flüchten. Seine Heimat hat ihn verstoßen.

Entstehungsgeschichte:

Das Theaterstück entstand in Zusammenarbeit mit dem Institut für Astro- und Teilchenphysik der Universität Innsbruck. Der Autor selbst (Regisseur zahlreicher Inszenierungen beim Stadttheater Kufstein) ist dort als Doktorand auf dem Gebiet der experimentellen Astroteilchenphysik tätig. Wertvolle Hilfe bei historischen Detailfragen wurde uns überdies von Seiten der Victor-Franz-Hess Gesellschaft zuteil.

Die Schauspieler:

Hanspeter Teufel als Victor F. Hess

Franz Osl als Hauptmann Hofory / Rudolf Steinmaurer / Grenzer und Polizist

Stefan Schimmele als E. Wolf / Student

Maria Kaindl als Rosa Breisky

Klaus Reitberger als ein Künstler

Spieldauer:

ca. 1 Stunde

Die drei Herren im Ballon

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Der Weibsteufel

Im Frühsommer 2015 bot sich die Möglichkeit, ein Theaterstück in der Scheune des urigen Örlachhofs in Schwoich zu inszenieren. Möglich machte dies der Besitzer Anton Rieder, welcher auch ein langjähriger Freund des Stadttheaters Kufstein ist. Zum zweiten Mal brachte ich also ein Tiroler Volksstück auf die Bühne und verbrachte schöne Stunden damit, den „Stadl“ zum Theatererlebnis umzufunktionieren. Schönherrs Weibsteufel eignete sich dafür ausgezeichnet. Stefanie Telser, Gunther Hölbl, und Hannes Reitberger spielten die Hauptrollen der emotionsgeladenen Dreiecksbeziehung dieses Stücks. Natürlich durfte auch der Bezug zur Gegenwart nicht fehlen. Statt wertvollen Stoffen schmuggelt der „Schneider“ diesmal Flüchtlinge über die Grenze, welche in Scharen aus einer Falltür im Boden gekrochen kamen. Im Nachhinein mutet dies geradezu prophetisch an, stand der große Flüchtlingssommer von 2015 doch erst bevor. Als Musikuntermalung dienten Einspielungen vom Häringer Harfentrio und Rammstein. „Sie will es und so ist es Brauch. Was sie will bekommt sie auch.“ Was waren dies für spannende Sommernächte.

Der Folder:

Die Bilder:

Die Presse:

Michel Houellebecq: Soumission

Ein richtig gutes Buch zu lesen ist doch immer wieder ein Erlebnis. Das schlägt man die ersten Seiten auf und schon kommen Sätze daher von einer Schönheit und Wortgewalt, wie man sie wohl lange nicht gelesen hat.

„Autant que la littérature, la musique peut déterminer un bouleversement, un renversement émotif, une tristesse ou une extase absolues; autant que la littérature, la peinture peut générer un émerveillement, un regard neuf porté sur le monde. Mais seule la littérature peut vous donner cette sensation de contact avec un autre esprit humain, avec l’intégralité de cet esprit, ses faiblesses et ses grandeurs, ses limitations, ses petitesses, ses idées fixes, ses croyances; avec tout ce qui l’émeut, l’intéresse, l’excite ou lui répugne. Seule la littérature peut vous permettre d’entrer en contact avec l’esprit d’un mort, de manière plus directe, plus complète et plus profonde que ne le ferait même la conversation avec un ami – aussi profonde, aussi durable que soit une amitié, jamais on ne se livre, dans une conversation, aussi complètement qu’on ne le fait devant une feuille vide, s’adressant à un destinataire inconnu.“

Houellebecq at his best. Schon dieser Absatz (und alles was er auslöst), sollte zum Lesen dieses Buches animieren. Da freu ich mich doch auf den Rest.

Erwähnt werden muss natürlich auch, dass mir die Weltanschauung dieses Autors ein Grauen ist und ich ihm politisch aufs Schärfste widersprechen würde. Dennoch gilt es, sein literarisches Genie neidlos anzuerkennen und zu respektieren.

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NEBEL

Nebel ist Leben rückwärtsgeschrieben und genau darum geht es in diesem Stück. Wir betrachten ein Leben, mit all seinen Epochen und Wendungen, in all seinen Facetten. Das Werden eines Menschen wird analysiert, doch in ungewohnter Richtung. Am Anfang der Geschichte steht der Tod. Erst dann kommt das Leben und zum Schluss die Geburt.

Oliver stirbt. In der nächsten Szene sitzt er alt und krank im Altersheim. Allmählich wird sein Geist wieder klar. Die Menschen die sein Leben begleitet haben und ihren Beitrag dazu leisteten, kommen und gehen. Auch sie werden jünger. Jeder wird jünger. Manche sterben und werden wieder Teil der Handlung. Andere lernt Oliver erst kennen. Sie kehren nie zurück. Wir gehen rückwärts in der Zeit, stetig weiter. Was war, wird wieder sein. Was kommen wird, ist längst vorbei. Die Charaktere nehmen nicht an Tiefe zu. Sie gewinnen keine Erfahrungen, sondern sie verlieren diese, werden seichter, werden kindlicher.

Was ist ein Leben? Es ist wie ein undurchsichtiger Nebel. Man weiß nie, was kommen wird. Nicht anders ergeht es in diesem Stück den Figuren. Doch das Publikum weiß längst, wie alles enden wird. Es weiß nur nicht, wie alles begann. Diese Inversion der Zeit macht es möglich, das Phänomen des Lebens auf eine völlig neue Art und Weise zu betrachten. Zwangsläufig taucht die Frage auf, worin der Sinn des Seins besteht. Doch darauf gibt es keine klare Antwort, nicht am Anfang, nicht am Ende, weder vorwärts noch rückwärts.

— noch unaufgeführt

 

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