Mein Theaterherbst

Es stehen wieder zwei Uraufführungen meiner Stücke auf dem Programm.

Das Theater frei-wild. zeigt am 18. November zum ersten Mal das Stück „Der Krah“. Es ist dies die Geschichte eines (un-)Heiligen Abends in  einer Hütte irgendwo in den Alpen… Mehr dazu auf: http://www.theater-frei-wild.at/

Und ab 15. Oktober zeigen wir in der Landesmusikschule Kufstein mein neustes Stück – das Drama „Abendrot“.

Weiters stehen in Deutschland zwei weitere Inszenierungen von „Der Anschein“ auf dem Programm – einmal in Ettlingen/Karlsruhe und einmal in der Eifel. Hier nochmal die schöne Kritik der Uraufführung des letzten Jahres: Link

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Les Houches, Diderot et Grenoble

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Von einer kurze Reise wiederkehrend schreibe ich Gedanken nieder.

Es waren schöne Tage in Les Houches, dem kleinen Dorf mit seiner wunderbaren Aussicht auf die Kette des Mont-Blanc. Im Ort selber war ich kaum. Die meiste Zeit verbrachte ich mit 50 anderen Astrophysikern und Astrophysikerinnen in der dreißig Marschminuten oberhalb des Orts gelegenen École de la Physique, wo auch Pauli und Dirac schon weilten. Die Vorlesungen waren gut, die Zuhörerschaft international, die Einsichten durchaus von Nutzen – auch für meine eigene Forschung.

Doch im Vordergrund stand dieser hypnotisierende Blick auf die höchsten Gipfel Europas, der einen in jeder Pause, am frühen Morgen und nachts unter Sternen immer wieder still stehen und staunen ließ. Ein kleiner Rundweg führt für 10 Minuten durch zauberischen Märchenwald. Vogelgesang und fröhliches Krötengequake. Am Gipfel des Hausbergs Le Prarion watete ich noch durch Schnee und sah weit in die Ferne, doch längst nicht so weit wie von der Nadel des Mittags, der Aiguille du Midi. Dort hinauf, auf 3842 m, führt von Chamonix aus eine Seilbahn und der Blick, der sich bietet, ist einzigartig in der Welt. Man sieht die weiße Kuppe des Mont-Blanc – zum Greifen nah. Und ferner sieht man Matterhorn und Monterosa, Jura, Chaîne des Aravis und tausend andere Berge dreier Länder. Lange stand ich dort am Gipfel, höher als jeder Gipfel Österreichs, und blickte auf das Dach Europas. Chamonix selbst ist ein Genuss. Trotz Tourismus blieb Beschaulichkeit bewahrt. Die Statuen der großen Gestalten seiner Geschichte ragen am Ufer der Arve empor – und alle blicken sie hinauf zum Mont-Blanc. Die kleine Eisenbahn, die Martigny in der Schweiz und St. Gervais in Frankreich verbindet rattert im Stundentakt gemächlich durchs Tal, welches unten so saftig grün und oben so ewig weiß ist. Ich erfreute mich einmal mehr an französischer Kultur, am Klang der Sprache und an der Küche. Die Mahlzeiten in der École de physique waren wirklich famos, auch der Charme und Humor des Koches war ein Spektakel. Auf kleinen Wanderungen erkundete ich, teils allein, teils mit anderen, die Gegend. Der Ort Les Houches, das Dorf Servoz, der Gipfel des Prarion und die beschauliche Ruine aus dem 13. Jahrhundert unten am Fluss, die auch schon Victor Hugo mit Versen bedachte – all diese Orte bleiben mir im Gedächtnis. Auch das Krähen des Hahnes am Morgen, das Zirpen der Grillen am Nachmittag und das ewige Rufen der Schafe auf der Weide gleich unterhalb unserer Unterkünfte. Das Wetter zeigte sich abwechslungsreich in allen Facetten. Neben sommerlicher Wärme, neben Starkregen und Sturm, überraschte uns eines Morgens auch ruhiger, beschaulicher Schneefall und für einen Vormittag war die Welt tief winterlich.

Ich las viel in jenen Tagen. Zuerst beschäftigte ich weiter mit Faulkner und seinem düsteren Roman „Absalom, Absalom“, dessen Ende mich packte und mit dem Anfang versöhnte. Dies Buch ist ein Schälen der Zwiebel, deren wahre Gestalt hinter vielen Schichten des Scheins verborgen liegt. Welch eine Enthüllung in den letzten Kapiteln. Und welch ein Kontrast in französischen Bergen ein amerikanisches Südstaatendrama zu lesen. In einer Buchhandlung in Chamonix stieß ich auf Denis Diderot und seine Geschichten. Allein im Wald las ich laut von Freude und Leid seiner Figuren, die zum Teil gar wirklich lebten. Schön war es, im Wald Diderot zu lesen.

In einer Schlucht liegt eine kleine Bahnstation. Der Wanderweg endet dort. Es gibt nur ein kleines Häuschen aus Holz. Der Zug hält nur, wenn man die Hand hebt. Über ein altes Viadukt quert er die Arve und passiert die einsame Station. Und erst gestern stand ich da, hob meine Hand und der Zug hielt.

Und so verließ ich nach zehn Tagen das schöne Arvetal. Aber noch ging es nicht zurück in die Heimat. Zu nahe lag ein sehr vertrauter, altbekannter Ort. Ich kam nicht umhin, ihn zu besuchen. Über Saint-Gervais und Bellegarde fuhr ich nach Grenoble. Eine Beobachtung am Weg: In der schönen, runden Bahnhofshalle von Bellegarde steht einfach so ein Klavier und lädt alle wartenden zum Spielen ein. Pour vous à jouer. Ah, c’est la France!

Bald sah ich vom Fenster des Zuges Le Rhône, bald den wunderbaren Lac du Bourget, bald auch die Isère, den Dent de Crolles und die Chartreuse. Alles Bekannte von einst. Und schon war ich da – in Grenoble. Vor drei Jahren hab ich hier ein halbes Jahr lang gelebt. Wie schnell die Zeit vergeht. Ich schlenderte durch die Straßen, fuhr mit der Seilbahn hinauf zum Fort de Bastille, genoss einmal mehr den vertrauten Blick hinab in die Stadt und hinüber auf die Gebirgsmassive von Belledonne und Vercors. Viele Gipfel der Umgebung hatte ich damals erklommen, die Moucherotte, die Chamechaude, den Néron. Ich wanderte weiter die Straße hinab nach La Tronche. Hier steht das Haus, wo ich ein halbes Jahr wohnte, das Fenster zum Zimmer, wo ich so viel las und schrieb, wo ich schwitzte und fror. Alle Fenster waren zu, die Jalousien geschlossen. Ob meine Vermieterin wohl noch hier wohnte?

Da war mein Waldweg hinab in die Altstadt, der Baumstamm, wo ich einst mit Maria desnachts grünen Chartreuse trank, die Porte Saint Laurent, die Rue Saint-Laurent, die Pont Saint-Laurent, der Löwenbrunnen mit seiner Schlange. Auch der E4 verlief genau hier. Die Altstadt, die Brunnen, der Place Victor Hugo – alles wie damals. Nur die vierte Straßenbahnlinie ist endlich fertig geworden. Nach gutem Essen ging ich ins Kino, wo ich damals zahlreiche Filme gesehen hatte. Gleich daneben stand der dunkle Turm von Perrin, unter dem ich am 14. Juli 2013 das schönste Feuerwerk meines Lebens sah, untermalt mit Vivaldi.

Morgens ging ich zum Markt, kaufte Obst so wie damals, nur kein Gemüse. (Das eignet sich nicht so gut für die Zugfahrt.) Ich saß lang mit Croissant und Chocolatine im Café am Place de Saint-Claire. An so vielen Sonntagen war ich hier damals gesessen und hatte hier viele Bücher gelesen. Stendhal und Voltaire, Dumas und viel mehr. Der Kellner ist derselbe geblieben, doch er kennt mich nicht mehr. Wie damals blieb ich lange hier, zwei Stunden fast – und las den Diderot zu Ende. Mehr als seine traurigen Kurzgeschichten, die wirklich schön und berührend sind, begeisterte mich aber ein kurzer Text im Anhang: seine Éloge sur Richardson. Als der englische Autor Richardson gestorben war, widmete Diderot ihm eine Eloge und nie noch habe ich einen Autor so über einen anderen Autor schreiben sehen. Diderot verehrt und verherrlicht das Werk von Richardson derart, dass mir eine baldige Lektüre seiner Werke unvermeidlich scheint. Eine Eloge, die sich zu lesen lohnt und die dazu anspornt, neue literarische Gefilde zu erkunden. Ô Richardson, tu ne mens jamais.

Und wieder vorbei am schönen Lac du Bourget, am großen Taubenschlag und an den weinrebenreichen Hängen des Léman gleite ich nun der Heimat entgegen. La France, je reviendrai.

 

 

Rushdie: 2 years, 8 months and 28 nights

Eben las ich die letzten Seiten von Salman Rushdies jüngstem Werk „2 years, 8 months and 28 nights“ ( = 1001 nights).

Obwohl es in Umfang und Inhalt bei weitem nicht an sein Meisterwerk „Midnights’s Children“ (eines der besten Bücher, das ich je las) heranreicht, ist und bleibt Rushdie einer meiner absoluten Lieblingsautoren.

Zum Buch: Eine exotische Parabel auf die Wirren unserer Zeit (Islamischer Staat, Ausgrenzung von Minderheiten, Frauenhass, etc.) als deren gemeinsame Ursache oft und immer wieder das Fehlen der Vernunft und die Dominanz von gefährlichen Mythen identifiziert wird.

Auf der Basis des alten Streites der Philosophen Ibn Ruschd und al-Ghazālī springt Rushdie durch die Jahrtausende und endet mit einer Botschaft der Zuversicht. Auch der letzte Dschinn wird einst in seine Flasche gesperrt werden und die Welt wird frei von Göttern und Gespenstern. Dazu muss man aber anscheinend – und ich behaupte das Gegenteil – die Fähigkeit des Träumens opfern.

Lesenswert.

Allgemein

Nach ein paar Zeilen Dostojewski

Wie frappierend gut das Buch, wie ungewohnt packend das Lesen einem erscheint, wenn man nach Jahren anderweitiger Lektüre endlich wieder einmal einen Roman von Dostojewski zur Hand nimmt. Die ausgefeilte Erzählkunst des bärtigen Russen lässt andere Meister der Weltliteratur rasch alt aussehen. Diese Meinung teilten übrigens auch Albert Camus oder Siegmund Freund. Für den einen war „Die Dämonen“ das beste Prosawerk, das je geschrieben wurde, für den anderen war es „Die Brüder Karamaso“. Dostojewski ist und bleibt der feinfühligste, abgründigste und wohl auch beste Romancier unserer Spezies. Sein Werk hat einen ungeheuren Sog und macht mir eben wieder sehr viel Freude.

Walt Whitman: Leaves of Grass

„The open air I sing, freedom, toleration“

Nie las ich bewegendere und lebensbejahendere Lyrik als in diesen letzten Monaten, da sich Maria und ich in Wechselrede durch Walt Whitman’s „Leaves of Grass“ tasteten. Man fühlt sich diesem bärtigen, alten, lebensfrohen Waldwanderer so nah, wie selten einem Dichter. Durch seine Zeilen reicht er den Lesern auf wundersame Weise Jahrhunderte überwindend die Hände und umarmt die ganze Welt. Mit Baudelaire lag meine persönliche Messlatte der schönsten Lyrik schon hoch, doch Whitman hat sie überflogen.

Und dann noch diese Zeilen in seinem Nachwort:

„Whatever may have been the case in years gone by, the true use for the imaginative faculty of modern times is to give ultimate vivifications to facts, to science, and to common lives, endowing them with the glows and glories and final illustriousness which belong to every real thing, and to real things only.“

Oh captain, my captain … 🙂

Allgemein

Wintersonnenwende

An diesem Tage lohnt es, daran zu denken, wie groß die Emotionen waren, die unsere Vorfahren damit verbanden.

Seit Monaten werden die Tage dunkler und kälter. Es herrscht immer mehr Nacht. Das Leben wird zunehmend karger. Alles stirbt. Das Grün des Sommers ist längst eine verblassende Erinnerung geworden. Man friert immer mehr, sieht immer weniger. Es fühlt sich so an, als ginge alles zu Ende. In den Herzen herrscht Weltuntergangsstimmung. Denn wieso sollte alles werden, wie es war? Man sieht doch, wie das Licht mit jedem Tag schwindet, wie Sonnenauf- und untergang sich immer weiter nach Süden verschieben, bis sie sich fast schon treffen und beinahe ewige Dunkelheit herrscht. Etwa so haben sich tausende Generationen von Jägern, Sammlern und frühen, sesshaft gewordenen Bauern in den Tagen vor der Wintersonnenwende gefühlt.

Doch dann … dreht die Sonne plötzlich um und gibt inmitten aller Kälte das Versprechen des wiederkehrenden Sommers, des wiedererwachenden Grüns, der ewigen Wiederkunft des Lebens. An dem Tag, da im alten Megalith-Bau des irischen Newgrange der Strahl der Morgensonne in die innerste Kammer eindringt und diese zum Leuchten bring, ändert sich alles. Die Sonne kehrt um. Die Tage werden wieder länger. Und die Last von Frost und Dunkelheit ist plötzlich viel leichter zu tragen. Denn mit jedem Sonnenaufgang sieht man, wie die Tage wieder länger werden.

Welch Freude und Erleichterung, welch Feste hat die Zeit der Wintersonnenwinde in der Geschichte der Menschheit wohl erlebt? Wie viele Tränen wurden ob der Umkehr der Sonne vergossen? Es lohnt sich, am Tag der Sonnenwende unserem Gestirn der Spektralklasse G7 beim Untergehen zuzusehen und sich darauf zu besinnen.

Salman Rushdie: Midnight’s Children

just finished reading one of the best novels I have ever known.

It’s a chutnification of the history of the Indian subcontinent in the 20th century.

It’s a masterpiece in the genre of fantastic realism.

It’s Abracadabra!

It’s „Anything you want to be, you kin be; you kin be just what-all you want“.

It is world literature.

It is history.

It is Indian, Pakistani, and Bangladeshi.

It is Kashmiri.

It is Salman Rushdie’s „Midnight’s Children“.

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Rettungsboot an Unbekannt

Plakat-mix Kopie

Termine und Spielorte:

  • am 28.3 / 3.4 und 6.4. 2015 im Kulturhaus Kufstein
  • am 13.5. / 16.5. und 17.5. 2015 im Kulturhaus Kufstein. (am 17.5. als Benefizaufführung für die Opfer des Erdbebens in Nepal)
  • am 13.11. 2015 in der Arche Noe Kufstein
  • am 6.4. 2017 im Kulturhaus Kufstein
  • am 7.4. 2017 bei den Internationalen Theatertagen am See in Friedrichshafen

Zum Inhalt:

Nach einem tragischen Schiffsunglück befinden sich drei Überlebende an Bord eines kleinen Rettungsbootes. Es bleibt nicht viel Zeit. Der Proviant wird bald zur Neige gehen. Ein Funkspruch hinaus ins Unbekannte – die letzte Hoffnung der Schiffbrüchigen – bleibt jeden Tag aufs Neue ohne Antwort.
Misstrauen macht sich breit. Zu zweit könnte man viel länger überleben, als zu dritt. Was, wenn zwei sich gegen einen verbünden?  Doch es gibt noch ganz andere Fragen. War das Schiffsunglück wirklich nur ein Unfall? Oder war es ein Anschlag? Ist einer der drei Überlebenden gar selbst der Attentäter?

„Rettungsboot an Unbekannt“ ist die Geschichte dreier Menschen im nackten Kampf ums Überleben. Wer spricht die Wahrheit? Wem kann man glauben? Ein jeder hat eine Geschichte. Ein jeder hatte Hoffnungen und Träume. Doch alles zerschellt im Angesicht der nahenden Vernichtung. Es sei denn, dass doch noch Hilfe käme …

In den Hauptrollen: Albin Winkler, Maria Kaindl, Klaus Reitberger
Fotos von Sylvia Größwang.

Die Bühne:

Ein herausragendes Feature an dieser Inszenierung war wohl das Bühnenbild, das bei den Spielterminen im Jahr 2015 im Kulturhaus Kufstein zu sehen war. Der von einem Sternentransparent umrahmte erhöhte Bühnenaufbau in Sechseckform hatte als Hintergrund eine Rückprojektionsleinwand auf welcher das Live-Bild einer auf der oberen Bühnenhinterseite installierten Kamera zu sehen war. Das Publikum konnte also alle drei Schauspieler:innen immer zweimal sehen – von vorne und hinten. Selbst wenn man flach am Boden lag, war man auf der Projektionsleinwand gut sichtbar.

Sylvia Groesswang

Der Folder:

Die Bilder:

Inszenierungen

Wiederaufnahme der „Kosmischen Strahlen“!

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2015 gibt es eine Wiederaufnahme dieses Erfolgsstückes aus dem Jahr 2012. 

Zwei Aufführungen stehen an: am 14. Oktober in Kufstein und am 17. Oktober in Münster, Westfalen

Reservierungen für den Kufstein-Termin unter +436769161457 oder klaus.reitberger@gmail.com

Infos zum Gastspiel in Münster finden Sie hier

In bewegenden Episoden zeigt dieses Theaterstück ausgewählte Momentaufnahmen aus dem Leben von Victor F. Hess, dem Entdecker der kosmischen Strahlung. Von der dramatischen Ballonfahrt 1912 bis zur Flucht vor den Nazis, vom Disput mit Millikan bis zur Verleihung des Nobelpreises – hautnah am Leben werden Erfolge und Höhepunkte, Rückschläge und Niederlagen szenisch dargestellt.

Nach bisherigen Aufführungen in Innsbruck, Kufstein und Wien gehen die „Kosmischen Strahlen“ im Herbst auf Tournee:

Unsere Tournee:

  • am 9. September ein letztes Mal in Kufstein ( 19.00 Kulturhaus) mit anschließenden Vortrag über offene Rätsel der Astro- und Teilchenphysik von Klaus Reitberger
  • am 19. September in Graz (20.15 Uhr , Universität Graz, Hörsaal 05.01) – Details
  • am 20. September auf Schloss Pöllau (20.00 Uhr, Großer Freskensaal) – Details
  • am 21. Oktober auf Stift Melk (16:00 Uhr, Dietmayrsaal) – Bilder
  • am 30. Oktober in Siegen (11.00 Uhr, Siegerlandhalle) – Plakat
  • am 6. Dezember in Berlin (DESY Zeuthen) – Details
  • am 17. Januar in Rosenheim (FH) – Details
  • am 14. Oktober 2015 im Kulturhaus Kufstein (Beginn: 20.30 Uhr)
  • am 17. Oktober 2015 beim Astroseminar der WWU Münster – Details

Wir haben Anfragen für weitere Gastspiele und sind gerade dabei diese zu konkretisieren. Bei Interesse: +43 699 10811013

Video-Ausschnitt:

Das Buch zum Stück:

Bei der university press innsbruck erschien vor kurzem das Buch zum Stück – jetzt auch in englischer Sprache. Als Übersetzter fungierte Arthur Breisky – der Enkel von Victor F. Hess

Beide Versionen sind erhältlich auf amazon

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Pressestimmen:

„Zum Theaterstück kann ich sagen, dass mich die eingesetzten Bühnenbilder sehr beeindruckt haben, beispielsweise kam gleich am Anfang der Aufführung ein riesiger Heißluftballon zum Einsatz, welcher auf der kleinen Bühne des Kulturhauses eine große Wirkung erbrachte. Ebenfalls positiv wirkte auf mich, dass das Wechseln der Bühnenbilder nicht hinter verschlossenen Vorhängen geschah, sondern so, dass jeder es sehen konnte. Außerdem fand ich es toll, dass Klaus Reitberger diesmal nicht nur als Regisseur, sondern auch als Schauspieler – wenn auch nur in einer kleinen Rolle – fungierte. Ganz allgemein wurde dieses doch eher schwierige Thema der Kosmischen Strahlen gut verständlich und sehr spannend umgesetzt. Die schauspielerischen Leistungen waren allesamt top, besonders die Rolle des Victor F. Hess wurde hervorragend und absolut authentisch gespielt.“

Isabella Traunfellner – mein ticket

Stückbeschreibung:

Wir schreiben das Jahr 1912: Nach Jahren der Vorbereitung wagt der Physiker Victor Franz Hess eine riskante Ballonfahrt auf über 5000 Meter Höhe. Nur dort kann er Antwort finden auf ein Rätsel, das ihn schon lange beschäftigt. Das Experiment gelingt. Sensationelle Messergebnisse liefern den Nachweis einer bisher unbekannten Strahlung aus dem Weltraum.

Zurück am Boden scheint sich die Welt vorerst nicht sehr für Hess‘ Entdeckung zu interessieren. Als Jahre später einem Amerikaner ebenfalls die Messung dieser merkwürdigen „kosmische Strahlung“ gelingt, wird dieser als ihr Entdecker gefeiert. Späte Würdigung erfährt Hess erst im Jahre 1936. Der Physik-Nobelpreis wird ihm verliehen.

Doch auch die Welt der Wissenschaft bleibt von den politischen Ereignissen nicht unberührt. Es bricht eine Zeit an, in welcher kritisches Denken unerwünscht und schließlich gar verboten ist. Hess hat aus seiner Gesinnung nie einen Hehl gemacht und wagte stets den Nationalsozialismus offen zu kritisieren. Dafür wird ihm nun alles genommen: Stellung, Ansehen, Besitztümer. Im Herbst 1938 kann er sich gerade noch rechtzeitig über die Grenze in die Schweiz und weiter nach Amerika flüchten. Seine Heimat hat ihn verstoßen.

Entstehungsgeschichte:

Das Theaterstück entstand in Zusammenarbeit mit dem Institut für Astro- und Teilchenphysik der Universität Innsbruck. Der Autor selbst (Regisseur zahlreicher Inszenierungen beim Stadttheater Kufstein) ist dort als Doktorand auf dem Gebiet der experimentellen Astroteilchenphysik tätig. Wertvolle Hilfe bei historischen Detailfragen wurde uns überdies von Seiten der Victor-Franz-Hess Gesellschaft zuteil.

Die Schauspieler:

Hanspeter Teufel als Victor F. Hess

Franz Osl als Hauptmann Hofory / Rudolf Steinmaurer / Grenzer und Polizist

Stefan Schimmele als E. Wolf / Student

Maria Kaindl als Rosa Breisky

Klaus Reitberger als ein Künstler

Spieldauer:

ca. 1 Stunde

Die drei Herren im Ballon

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Der Weibsteufel

Im Frühsommer 2015 bot sich die Möglichkeit, ein Theaterstück in der Scheune des urigen Örlachhofs in Schwoich zu inszenieren. Möglich machte dies der Besitzer Anton Rieder, welcher auch ein langjähriger Freund des Stadttheaters Kufstein ist. Zum zweiten Mal brachte ich also ein Tiroler Volksstück auf die Bühne und verbrachte schöne Stunden damit, den „Stadl“ zum Theatererlebnis umzufunktionieren. Schönherrs Weibsteufel eignete sich dafür ausgezeichnet. Stefanie Telser, Gunther Hölbl, und Hannes Reitberger spielten die Hauptrollen der emotionsgeladenen Dreiecksbeziehung dieses Stücks. Natürlich durfte auch der Bezug zur Gegenwart nicht fehlen. Statt wertvollen Stoffen schmuggelt der „Schneider“ diesmal Flüchtlinge über die Grenze, welche in Scharen aus einer Falltür im Boden gekrochen kamen. Im Nachhinein mutet dies geradezu prophetisch an, stand der große Flüchtlingssommer von 2015 doch erst bevor. Als Musikuntermalung dienten Einspielungen vom Häringer Harfentrio und Rammstein. „Sie will es und so ist es Brauch. Was sie will bekommt sie auch.“ Was waren dies für spannende Sommernächte.

Der Folder:

Die Bilder:

Die Presse: