Lucy & Glibsch


Es gab mal eine Zeit, da nahm ich mir ernsthaft vor, selbst ein Musical zu schreiben und zu inszenieren. In den Jahren 2014 und 2015 spielten wir das Resultat im Stadtpark Kufstein und im Stadtsaal Kufstein.
„Lucy & Glibsch“ erzählt die Geschichte einer Freundschaft, die Sternensysteme zu überbrücken vermag. Mit fesselnder Musik, einer berührenden Geschichte und viel Humor war diese Produktion vor allem auch für Kinder geeignet. Gemeinsam mit Komponist Stefan Fritz habe ich damals fast ein Jahr lang an diesem fulminanten Spektakel für Augen und Ohren gearbeitet. Über vierzig Mitwirkende – allen voran die Hauptdarsteller Nelly Weinert und Herbert Oberhofer zeigten großartige Leistungen. Das Publikum erwarteten über zwanzig Lieder, Tanzchoreographien und jede Menge Emotion. Auf dieser Seite findet man ein paar gesammelte Erinnerungsstücke an dieses tollkühne Unterfangen.

Die Bilder:

Das Ensemble:

Story, Lyrics und Regie: Klaus Reitberger
mit Kompositionen von Stefan Fritz
und Choreographien von Reda Roshdi

In den Hauptrollen:
Nelly Weinert als Lucy
Herbert Oberhofer als Glibsch
Klaus Schneider als Hermann
Varina Weinert als Sandra
Karolina Bucher als Glotschi
Franz Osl als Glabatsch

Bühne: Steffen Weinert
Chorleitung: Karolina Bucher
Regieassistenz: Stefanie Grießer

Das Kurz-Video:

Die Broschüre:

Der Trailer:

Zum Inhalt:

Lucy ist ein lebensfrohes, naturverbundenes Mädchen, das nichts lieber tut, als im Sommer die Zeit im Freien zu verbringen und nachts mit ihrem Fernrohr die Sterne zu betrachten. Doch als ihr Vater nach einem schweren Autounfall ins Koma fällt und ihr Stiefmutter sie ins Internat stecken will, bricht für Lucy eine Welt zusammen. Sie ist einsam und verzweifelt. Allein und unter Tränen sitzt Lucy nachts auf der Wiese als etwas sehr unwahrscheinliches, aber nicht unmögliches geschieht.

Glibsch – ein Außerirdischer vom Planeten Sül – muss auf der Erde notlanden. Er hat Angst und möchte wieder fort. Er versucht zuerst mit einer Kuh zu kommunizieren, da er diese für die dominante Lebensform auf dem Planeten Erde hält. Lucy hält er anfangs für Ungeziefer und friert sie mittels Lähmstrahl ein. Als er seinen Irrtum erkennt, erfährt Lucy, dass es auf Glibschs Heimatplaneten Reparierroboter gibt, die jede Verletzung heilen können. Sie hilft Glibsch sich auf der Erde zurechtzufinden, damit er sein Raumschiff reparieren kann. Lucys Stiefmutter Sandra verständig inzwischen das FBI um den Außerirdischen unschädlich zu machen. Gerade noch rechtzeitig können Glibsch und Lucy entkommen. Die gelähmte Sandra nehmen sie im Laderaum des Schiffes mit.

Nach einem abenteuerlichen Flug durch die Galaxis landen Lucy und Glibsch auf Sül. Dort wird Glibsch sofort verhaftet, da es illegal ist eine andere Spezies zu importieren. Lucy wird in den Zoo von Sül gesperrt. Ihre Bitte einen Reparierroboter für ihren Vater zu bekommen und zurück nach Hause zu dürfen bleiben ungehört.

Kann sich Lucy außer dieser misslichen Lage befreien? Wird es ihr gelingen zur Erde zurückzukehren? Was geschieht mit Sandra, die immer noch im Laderaum des Schiffes liegt? Warum will Gladatsch, der König von Sül, die Erde zerstören? Und was sagt Glibschs Geliebte Glotschi zu alledem?

Songs & Lyrics:

1. Schönt ist’s

Lucy:
Schön ist‘s, sich im Gras zu verstecken
Und den Wolken beim Fliegen zuseh‘n
Schön ist’s, über Sträucher zu springen
Und im Sturm auf den Felsen zu steh‘n

Bienen und Vögel schwirr’n über das Land
Käfer, ganz bunt, krabbeln auf meiner Hand
Überall regt sich, bewegt sich die Welt
Löwenzahn flieg, es gibt nichts, das dich hält!

Schön ist’s, auf die Bäume zu klettern
Sich in Blättern und Ästen verlier‘n
Schön ist’s, unter Sträucher zu kriechen
Deren süße Beeren probier‘n

Sonnenlicht leuchte, bis die Nacht lacht,
Bis dass mein Schatten mich riesengroß macht
Und dann der Reih nach die Sterne schön glüh‘n
Sterne wie Blumen am Himmelsfeld blüh‘n

Schön ist’s, unter Sternen zu wandern
Und darin allerlei Bilder zu seh‘n
Hermann:
Schön ist’s, eine Tochter zu haben
Sich mit ihr so gut zu versteh‘

2. Mama ist fort

Hermann:
Mama ist fort.
Verdampft und verschwunden
Vom Winde verweht
Und nicht mehr gefunden
Ihr Herz war zu schwach
Die Krankheit zu schwer
Der Arzt kam zu spät
Und sie lebte nicht mehr
Lucy:
Mama ist fort
Wir hab‘n sie verloren
Kein Mittel, das half
Ihr Herz ist erfroren
Aber manchmal im Traum
Sehe ich sie dort steh‘n
Sie lächelt mir zu
Und ich will zu ihr geh‘n
Hermann:
Mama ist fort
Es muss weiter gehen
Denn nichts bleibt wie’s ist
Nicht bleibt wie‘s ist
Ja das musst du verstehen
Beide:
Sie ist nicht mehr da
Kommt nie mehr zurück
Ja man schaut jetzt nach vorn
Und man sucht neues Glück
Lucy:
Mama ist fort
Sandra:
Doch dafür bin ich da
Er hört ganz auf mich
bin bald seine Braut,
bin bald seine Braut,
ja und wenn’s soweit ist,
ist sein Leben mein
Und in diesem Haus
Werd ich Königin sein

3. Kompliziert

Hermann:
Es konnt‘ nichts Schönres geben
Frau, Heim, Kind – mein Leben
Nichts konnt uns mehr stören
Jeder Tag betören.
Doch dann …
Das Leben zeigte Zähne
Zerstörte alle unsre Pläne
Gestorben ist, was mein war
Und ich stand ganz allein da.
Ensemble:
Leben ist manchmal kompliziert
Und falsch ist alles, was man tut.
Sind Sie denn nicht auch arg frustriert?
Spürn Sie auch manchmal diese Wut?
Hermann:
Es konnt‘ nichts Schönres geben
Frau, Heim, Kind – mein Leben
Nichts konnt uns mehr stören
Jeder Tag betören.
Doch dann …
Das Leben zeigte Zähne
Zerstörte alle unsre Pläne
Gestorben ist, was mein war
Und ich stand ganz allein da.
Ensemble:
Leben ist manchmal kompliziert
Und falsch ist alles, was man tut.
Sind Sie denn nicht auch arg frustriert?
Spürn Sie auch manchmal diese Wut?

4. Ein Bisschen

Sandra:
Wenn die Tochter nicht wäre,
Dann hätt ich leichtes Spiel
Dann hätt ich ihn schon längst so weit
Denn dazu braucht‘s nicht viel

Ein bisschen Flirten,
Ein bisschen Schön-sein.
Ein bisschen Lügen,
Ein bisschen Charme
Und alle Männer dieser Welt
Sind plötzlich Schafe
Und ich, ich schere sie

Wenn nur Lucy nicht wäre,
Wär das Haus schon längst mein
Und Hermanns schöner Chevrolet,
Der wird auch meiner sein.

Ein bisschen Flirten,
Ein bisschen Schön-sein.
Ein bisschen Lügen,
Ein bisschen Charme
Und alle Männer dieser Welt
Sind plötzlich Schafe
Und ich, ich schere sie

5. Hochzeitslied

Ensemble:
Geschenke für das Brautpaar
Rosen für die Braut
Zigarren für den Bräutigam
Achtung, jetzt wird’s laut!
Gast (männl.): Hermann, alter Gauner!
Gast (weibl.): Sandra, tolles Kleid!
Fotograf: Ein Foto von dem Hochzeitspaar
Ensemble: Ein Kuss, es ist soweit
Gast (männl.): Endlich, jetzt gibt‘s Torte!
Gast (weibl.): Und dazu viel Wein!
Ensemble: Die Band spielt eine Chachacha
Schon bald wird Morgen sein
Hermann: Endlich gehn die Gäste
Sandra: Schöner ist‘s allein
Hermann: Leg dich schon mal ins Hochzeitsbett
Werd‘ gleich bei dir sein

6. Weißt du wie viel Sterne stehen?

Lucy:
Planetarische Nebel und ferne Quasare
Pulsierende Sterne und roter Staub
Supernovae und Kugelsternhaufen,
Spiralgalaxien und glühendes Gas
Sag wie viele Phänomene,
Die dort draußen leise leuchten,
Deren Licht die Zeit durchschreitet
Und dann schließlich uns erreicht.
Können wir denn alles sehen?
Wie viel mehr bleibt unsichtbar
Auf ewig verborgen und niemals verstanden
Für immer verhüllt im Dunkel der Nacht

Weißt du wie viel Sterne stehen?
Hast du’s denn noch nie gesehen
Wenn der Himmel Feuer fängt?
Tauch ins Meer der Galaxien
Wo die Sternenwinde wehen
Wo die schwarzen Nebel schweben
Und der Morgen niemals kommt
Tanz den Tanz der tausend Lichter,
Die die Nacht des Alls erleuchten
Fühl dich eins mit allen Strahlen,
allen Teilchen, allem, allem Sein
Denn auch du bist Sternenstaub

Rote Riesen, weiße Zwerge,
Kreisende Neutronensterne
Das seltsame Rätsel der Dunkelmaterie
Mysteriöses Verhalten galaktischer Kerne
Tausend Fragen ohne Antwort
Tausend Rätsel in der Nacht.
Woher sind die schnellsten Teilchen?
Was passiert, wenn Sterne sterben?
Was geschieht in schwarzen Löchern?
Wie entsteht die Supernova?
Wie viel Galaxien gibt es?
Gibt es Leben, fern von uns?
Ensemble
Wisst ihr wie viel Sterne stehen?
Habt ihr‘s denn noch nie gesehen
Wenn der Himmel Feuer fängt?
Taucht ins Meer der Galaxien
Wo die Sternenwinde wehen
Wo die schwarzen Nebel schweben
Und der Morgen niemals kommt.
Tanzt den Tanz der tausend Lichter,
Die die Nacht des Alls erleuchten
Fühlt euch eins mit allen Strahlen,
allen Teilchen, allem, allem Sein
Denn auch ihr seid Sternenstaub

7. Sterne – ihr hört nicht auf leuchten

Lucy:
Sterne – ihr hört nicht auf leuchten
Auch wenn es trüb und finster ist
Auch wenn ein Schatten uns zerfrisst
Und wenn man ganz vergisst,
Was Freude ist
Sterne – ihr hört nicht auf leuchten

Sterne – ihr hört nicht auf leuchten
Auch wenn ihr hinter Wolken lebt
Auch wenn der Nebel uns umschwebt
Auch wenn die Erde bebt,
Wenn nichts mehr lebt
Sterne – ihr hört nicht auf leuchten

Sterne – ich weiß, dass ihr leuchtet
Auch wenn ich euch nun ferner bin
Am Himmel nur mehr Punkte sind
Auch wenn ich einsam bin,
euch nicht mehr find
Sterne – ich weiß dass ihr leuchtet

8. Nie geseh‘n

Lucy:
Ich habe diesen Stern noch nie geseh‘n.
Er strahlt so seltsam hell und fröhlich
Was bist du für ein schöner neuer Stern?
Warum denn hab ich dich noch nie geseh‘n?

Es scheint fast, als bewegt sich dieser Stern
Er wird dabei auch immer heller
Kann das denn eine Sternenschnuppe sein?
Ach wünschen würd ich mir etwas sehr gern
Ich wünsch mir, dass mein Papa wieder spricht
Dass alles wird, wie es gewesen

Du lieber Stern, erfüll mir diesen Wunsch
Nur diesen, denn was andres will ich nicht.
Der Stern ist plötzlich gleißend hell und brennt
Er ist der hellste Stern am Himmel
Auch hören kann man ihn in dunkler Nacht
Es donnert und es rauscht am Firmament

9. Ich komme in Frieden

Glibsch:
Ich komme in Frieden
Nicht Fürchten vor mir
Wir sind zwar verschieden
Doch schwöre ich dir:

Ich werd dich nicht fressen
Also tu mir nicht weh
Du sollst nicht vergessen
Dass ich dich gut versteh.

Ich komme in Frieden
Und ich will wieder weg
Nichts ist mir geblieben
Und mein Schiff ist defekt.

10. Ein blauer Punkt

Lucy:
Die Erde ist ein blauer Punkt im Weltall
Ein kleiner funkelnd heller Diamant
Und darauf tummeln sich Milliarden Tiere
Am Himmel, unter Wasser und am Land

Die Jahreszeiten bringen uns die Vielfalt
Der Mond sorgt für die Ebbe und die Flut
Und wenn ein Sturm Zerstörung über Land weht
Macht die Sonne uns am Morgen wieder Mut

Ich find es schön, auf dieser Welt zu leben
Ich atme und genieße jeden Tag
Und wenn einer sagt, diese Welt sei hässlich
Dann sag ich, dass ich sie sehr gerne mag.

Im Lauf der Zeit entwickeln sich die Tiere
Man passt sich an die neue Umwelt an
Im Spiel der kunterbunten Lebensvielfalt
Gab’s dann Menschen und die neue Zeit begann.

Ich find es schön, auf dieser Welt zu leben
Ich atme und genieße jeden Tag
Und wenn einer sagt, diese Welt sei hässlich
Dann sag ich, dass ich sie sehr gerne mag.

11. Einmal noch (1)

Glibsch:
Wieder einmal auf den Türmen stehn
Wieder einmal den Himmel rot sehn
Wieder an einem Glokul nagen
Wieder einmal eine Gladaratsch jagen.

Weit, weit, weit – weit weg ist mein zu Haus
Wie gern wär – ich wieder mal daheim
Weit, weit, weit – weit weg ist mein zu Haus
Werd ich je – wieder einmal dort sein?

Einmal nur noch in den Kratlak gehn
Einmal von dort den Mond von Sül sehn
Einmal noch schau’n in Glotschis Augen
Einmal nur noch mit ihr Krölek-Saft saugen

Weit, weit, weit – weit weg ist mein zu Hause
Wie gern wär – ich wieder einmal daheim
Weit, weit, weit – weit weg ist mein zu Hause
Werd ich je – wieder einmal dort sein?

12. Das ist der Deal

Ensemble:
Das ist der Deal, so wird‘s gemacht
Wir schleichen durch die Straßen in der Nacht

Das ist der Deal, so wurd‘s gemacht
Wir fliegen zu den Sternen morgen Nacht

13. Flieg

Glibsch:
Flieg! Flieg! Flieg!
Was ist los du blödes Raumschiff?
Warum lässt du mich im Stich?
Hast dein Lithium bekommen.
Flieg! Flieg! Flieg!
Warum rührst du dich nicht?
Flieg!
Ensemble:
Dieses Ding da ist gefährlich
Und entwischen darf es nicht
Alle Waffen auf Bereitschaft
Gebt zum Kampf grünes Licht!
Lucy:
Flieg! Flieg! Flieg!
Setzt dich endlich in Bewegung
Zu den Sternen möcht ich nun
Durch die weite Ferne schweben
Flieg! Flieg! Flieg!
Das, nur das – will ich tun
Flieg!
Ensemble:
Sie verlassen jetzt das Raumschiff!
Denn wir zählen jetzt bis drei
Wenn sie dann nicht gleich erscheinen
Angriff marsch! Feuer frei!
Glibsch & Lucy:
Flieg! Flieg! Flieg!
Da verschwimmt die Atomsphäre
Sterne füll’n das Firmament
Und wir reisen in die Ferne
Flieg! Flieg! Flieg!
Wo die Erde niemand kennt

14. Frei wie ein Komet

Lucy:
Und wir fliegen durch den Kosmos
Uns umgibt ein Sternenmeer
Voller Rätsel, voller Zauber
Sag, wo kommt das alles her?
Glibsch:
Alles ist aus Nichts entstanden
Nur der Zufall und die Zeit
Brachten Sterne, brachten Leben
Und hier sind wir nur zu zweit.
Beide [Ref.]:
Frei wie ein Komet
Schweben wir dahin
Fliegen durch den Raum
Wo die Sterne sind.
Unser Raumschiff rast
Fast so schnell wie Licht
Fliegt wohin wir woll’n
Grenzen gibt es nicht.
Lucy:
Was ist das dort für ein Nebel?
Warum leuchtet er so rot?
Glibsch:
Das sind Supernovareste
Und der Stern darin ist tot.
Lucy:
Warum ist dort alles dunkel?
So viel Schwarz nur und kein Licht?
Glibsch:
Das ist nur eine Staubwolke
Und die raubt uns da die Sicht.
Beide [Ref.]:
Frei wie ein Komet
Schweben wir dahin
Fliegen durch den Raum
Wo die Sterne sind.
Unser Raumschiff rast
Fast so schnell wie Licht
Fliegt wohin wir woll’n
Grenzen gibt es nicht.
Lucy:
Und die Erde ist verschwunden
Unsre Sonne – nur ein Fleck
Glibsch:
Und in wenigen Momenten
Ist auch dieser Punkt schon weg.
Lucy:
Ach ich liebe es zu fliegen
Durch die Zaubersternenwelt
Tausend Rätsel, tausend Fragen
Und ein Schiff, das mir gefällt.
Beide [Ref.]:
Frei wie ein Komet
Schweben wir dahin
Fliegen durch den Raum
Wo die Sterne sind.
Unser Raumschiff rast
Fast so schnell wie Licht
Fliegt wohin wir woll’n
Grenzen gibt es nicht.

15. Scher dich weg

Glotschi:
Scher dich weg, du fieser Tölpel
Keiner ist so arg wie du
Lässt mich kalt und herzlos sitzen
Will vor dir jetzt meine Ruh

Alles nichts als faule Lügen
Gib’s doch endlich einmal zu,
Dass ich dir nicht viel bedeute
Was dir wichtig ist, bist du

Warum fliegst du in die Ferne?
Warum bleibst du nicht mal hier?
Fliehst vor mir so oft wie möglich.
Einen Dreck bedeut ich dir!

Es ist aus zwischen uns beiden
Mit dem Drama ist jetzt Schluss
Denn ich kann nicht bei dir bleiben
Weil ich auch mal leben muss

16. Der Sicherheitsdienst

Sicherheitsdienst:
Keiner rührt sich!
Keiner spricht!
Folgt und lebet,
Oder nicht!
Wer sich weigert,
Schmerzen spürt
Auf zum König
Man euch führt
Glabatsch will euch
sofort sehn
Und sein Urteil
Soll geschehn
Ensemble:
Auf zum großen Königsthron
Auf zu Gradotschs erstem Sohn
Auf zu Glabatsch, unserm Herrn
Er führt euch und er hat euch gern.

17. Ordnung in der Galaxie

Glabatsch:
Die Ordnung in der Galaxie
Das ist mein höchstes Streben
Weg muss, was nur Chaos schafft
Was schön ist, das soll leben
Die Spezies, die das Wissen mehrt
Die sei uns sehr willkommen
Das Volk, das hohe Kunst verehrt
Wird meine Gunst bekommen
Doch jene, die so töricht bleiben
Und sinnlos ständig Kriege treiben
Jene, die die Kunst verachten
Grausam sich und andre schlachten
Die Narren, Toren, Unheilstifter
Himmelschwärzer, Weltvergifter:
Bessern werden sie sich nie
Es ist kein Platz in unserer Galaxie,
Für solch Gefahr der Sternenharmonie

Ein jeder will doch fröhlich sein
Viel Glück und wenig Leiden
Doch wenn man weiß, dass Unheil droht
Dann muss man sich entscheiden.
Es gilt zu handeln, vor der Not
Das Unkraut gleich entfernen
Wenn man’s zu lange wuchern lässt,
herrscht Krise in den Sternen.
Und darum muss man‘s manchmal richten
Manchmal eine Welt vernichten.
Um der größ‘ren Sache wegen
Manch ein Volk vom Himmel fegen.
Die Narren, Toren, Unheilstifter
Himmelschwärzer, Weltvergifter:
Bessern werden sie sich nie
Es ist kein Platz in unserer Galaxie,
Für solch Gefahr der Sternenharmonie


18. Mensch sein

Lucy:
Ich bin jung und weiß nicht viel
Hab wenig erst erlebt
Doch ich weiß, was Mensch sein heißt
Auch wenn ihr’s nicht versteht

Mensch sein heißt zu träumen
Die Hoffnung nie verlier’n
Auch wenn’s kalt uns finster
Im Dunkel nicht erfrier’n

Mensch sein heißt zu streben
Nach einer bess’ren Welt
Die frei von Leid und Elend
Die mir und dir gefällt.

Ich hab noch nicht viel Zeit gehabt
Bin nur ein Menschenkind
Doch die Welt hat mich gelehrt
Dass Menschen wichtig sind

Mensch sein heißt sich fragen
Wie unsre Welt entstand
Was war und was noch sein wird
So viel ist unbekannt

Mensch heißt erzählen
Geschichten, die uns rühr‘n
Ein Märchen zu erfinden
Um Wirklichkeit zu spür‘n

Ich flehe und ich bitte euch
Gebt uns nicht so schnell auf
Der Mensch hat seine Chance verdient
Lasst Leben seinen Lauf.

Mensch heißt sich irren
Doch Fehler eingesteh’n
Aus Irrtümern zu lernen
Und neue Wege geh’n

Mensch sein heißt zu sterben
Ins ew’ge Nichts eingeh’n
Auch wenn ein Stern verglüht ist
Kann man sein Licht noch seh’n.

19. Ein lustiges Tier

Sandra:
Wo zur Hölle bin ich hier?
Roter Himmel, gelbe Berge
Üble Luft und Monsterzwerge?
Was nur, was geschieht mit mir?
[Strophe der Bewohner von Sül]
Sandra:
Was wollt ihr Monster denn von mir?
Was steckt ihr mir in die Ohren?
Was nur hab ich hier verloren?
Ich möchte bitte weg von hier!
Ensemble:
Was ist das denn
für ein lustiges Tier?
Ich glaube fast
sowas war noch nie hier.
Ich würd es gern behalten.
Ich mag solche Gestalten.
Ich würde es gern streicheln
Mit mir nach Hause nehmen
Mit leckren Sachen füttern
Zum Haustier es mir zähmen.
Sandra:
Ich will nicht euer Haustier sein!
Könnt ihr mich nun auch verstehen?
Ich möcht gern nach Hause gehen.
Lasst mich bitte jetzt allein!
Ensemble:
Das ist gewiss
ein sehr niedliches Tier.
Ich glaube fast
so was war noch nie hier
Ich würd es gern studieren.
Ein bisschen rumprobieren.
Ich würde es gern auszieh‘n
Ihm neue Kleider geben
Es dann ein bisschen schmücken
Und mit ihm fortan leben.
Was ist das denn
für ein lustiges Tier?
Ich glaube fast
sowas war noch nie hier

20. Einmal noch (2)

Lucy:
Einmal nur noch auf der Wiese stehn
Einmal nur noch den Himmel blau sehn
Wieder den Wind der Erde spür‘n.
Einmal nur noch einen Menschen berühr‘n.

Weit, weit, weit – weit weg ist mein zu Haus
Wie gern wär – ich wieder mal daheim
Weit, weit, weit – weit weg ist mein zu Haus
Werd ich je – wieder einmal dort sein?

Einmal nur noch meinen Papa sehn
Gerne würd ich die Menschen verstehn.
Ein Leben lang, die Welt studieren
Niemals möcht ich meine Erde verlieren.

Weit, weit, weit – weit weg ist mein zu Hause
Wie gern wär – ich wieder einmal daheim
Weit, weit, weit – weit weg ist mein zu Hause
Werd ich je – wieder einmal dort sein?


21. Ohne ihn

Glotschi:
Wie groß sei auch der Weltraum
Wie schön der schönste Stern
All das ist trist und traurig
Denn er ist mir so fern
Allein sein ist so einsam
Viel schöner ist’s zu zweit
Gemeinsam weiterleben
Ich bin dazu bereit.
Ohne ihn
macht alles keinen Sinn
Ohne ihn
weiß ich nicht, wer ich bin
Ohne ihn
fällt jeder Schritt so schwer
Ohne ihn
ist meine Welt so leer
Ich muss ihn wiederfinden
Kann mich ihm nicht entzieh‘n
Und hab ich ihn gefunden
Dann werd‘ ich mit ihm flieh’n.
Nur mit ihm
ist dieses All noch schön
Nur mit ihm
kann ich die Zukunft seh’n
Nur mit ihm
macht meine Welt noch Sinn
Nur bei ihm
da weiß ich wer ich bin.

22. Nur ein Tropfen

Glibsch:
Die Erde ist ein Tropfen nur – in einem großen Meer,
Das endlos viele Tropfen fasst – nur dazwischen ist es leer
Das Leben ist der Wellenschlag, der den Ozean bewegt
Und du und ich, wir sind die Gischt, die sich übers Wasser legt
Lucy:
Hundert Milliarden Sterne
Leuchten in der Galaxie
Hundert Milliarden Lichter
Wer wohl betrachtet sie?
Hermann:
Der Weltraum ist ein Paradies, so unvorstellbar groß
So voller Rätsel und Gefahr’n, alles dreht sich pausenlos
Glotschi:
Und mit der Zeit drehn wir uns mit in diesem Weltenraum
Wir reisen gern von Stern zu Stern, wir leben unsern Traum.
Sandra:
Monde und Planeten
Kreisen durch das Sternenmeer
Von fernen Sternenstädten
Dringt Kunde zu uns her.
Ensemble:
Die Erde ist ein Tropfen nur – in einem großen Meer,
das endlos viele Tropfen fasst – nur dazwischen ist es leer.
Das Leben ist der Wellenschlag, der den Ozean bewegt.
Und du und ich, wir sind die Gischt, die sich übers Wasser legt.

Die Presse:

Inszenierungen