Theater, Theater

Meine Lesung in Innsbruck am 11. April ist vorüber. Es war ein schöner Abend mit tollem Publikum. Anschließend an den Vortrag ergab sich noch eine recht interessante Diskussion mit mir und meinem Co-Leser Simon M. Jonas.

Ich danke allen meinen „Fans“, die kommen konnten. Die übrigen können sich auf ein andern Mal freuen. Es war dies sicher nicht meine letzte Lesung.

Indes geht’s Schlag auf Schlag weiter mit dem Theater. Die Proben für „Viel Lärm um Nichts“ laufen auf Hochtouren. Schön langsam kommen auch alle Kostüme und Requisiten zusammen. Der Chor ist fleißig beim Singen, die Tänzer eifrig beim tanzen. Und der Rest lernt hoffentlich brav seinen Text.

Auf ein Wiedersehen in den Straßen von Messina!

Mehr dazu auf www.volkstheater-kufstein.at

Lesung in Innsbruck

Am 11. April werde ich gemeinsam mit zwei anderen Autoren im Turmbund-Literaturzentrum (Müllerstr. 3/I) eine Lesung halten. Geboten wird mein bewertes, publikumerprobtes Programm, in dem ich die vielen Facetten von Auf See aufzeige. Die Zuhörer lernen den jungen Poeten Eric kennen, der sich auf eine lange Reise begibt, eine Reise über die Ozeane, sowie auch auf eine innere, geistige Reise, weg von der Verzweiflung, hin zum glücklichen Menschen.

Beginn 19.00

Viel Lärm um Nichts


„Viel Lärm um Nichts“ war meine erste Groß- und Freilichtproduktion. Sie fand im Sommer 2008 am Ufer des Stimmersees statt. Das Publikum saß zentral. Gespielt wurde rund herum, sogar auf einem Boot am See. Über fünfzig Mitwirkende halfen mir diese schönste aller Komödien Shakespeares in dieser herrlichen Naturkulisse zu zeigen. Wir haben gespielt, gelebt, getanzt und gesungen. Schöne Choreographien, eigens komponierte Arien und die gut gewählte Besetzung lockten weit mehr Zuschauer ans Seeufer, als wir uns erhofft hatten.

Die Bilder:

Die Broschüre:

Die Presse:

Der Beitrag im ORF Tirol:

Tiroler Volkstheater Kufstein greift Shakespeare auf und begeistert sein Publikum mit einer der echten Perlen unter allen Sommerkomödien dieser Welt. […] Nachdem alle Dasteller/innen ebenso dezent wie wirkungsvoll mit Mikrofon verstärkt werden, kann Regisseur Klaus Reitberger die einzelnen Szenen in ständigem Wechsel sehr mobil rund um sein Publikum anlegen, was dem Stück eine zusätzliche Dynamik gibt, zumal der ambitionierte blutjunge Regisseur seine Inszenierung ganz eng an Shakespeares Text entlangführt. […] Die Inszenierung von „Viel Lärm um nichts“ ist ein echtes Highlight dieses Theatersommers.

Christine Frei – Tiroler Woche, Juli 2008

Der Kufsteiner Jungdramatiker Klaus Reitberger führt Regie. Mit erstaunlicher Selbstsicherheit und kompetent führt der junge Regisseur das große Ensemble, das mit vielseitigen Begabungen besticht, durch das Labyrinth der Gefühle und Leidenschaften der Shakespearewelt.

Ekkehard Schönwiese – Darstellendes Spiel, Juli 2008


Geschlossene Gesellschaft


Die Geschlossene Gesellschaft – Sartres famoses Gedankenexperiment einer möglichen Hölle der psychologischen Abhängigkeit – war wohl eines der intensiveren Stücke, die ich im Laufe der Jahre auf die Bühne brachte. Psychoterror pur. Bei jeder Vorstellung hätte man eine Stecknadel fallen hören können – so konzentriert beobachtete das Publikum die Leidenden auf der Bühne. Der Erfolg blieb nicht aus. Sogar eine Zusatzvorstellung musste gegeben werden.

Die Bilder:

Der Folder:

Der Beitrag im Lokalfernsehen:

Warten auf Godot

Im Jahre 2006 inszenierte ich im Alter von 20 Jahren mein erstes abendfüllendes Theaterstück beim Stadttheater Kufstein.

Warten auf Godot – der Klassiker des absurden Theaters – war als allererste Inszenierung sicherlich eine gewagte Wahl und eine große Herausforderung. Man nehme ein Stück, in dem nichts geschieht, das voller unsinniger Dialoge und bar jeder Logik ist und versuche damit das Publikum zu begeistern. Ein Ding der Unmöglichkeit? Keineswegs.

Gut gewählt war die Musikuntermalung. Die Melodien und Texte von „The Doors“ harmonierten prächtig mit dem verzweifelten Pathos dieser wunderbaren Tragikomödie.

Die Bilder:

Der Folder:

Die Eröffnungsrede:

Vor hundert Jahren in Irland wurde Samuel Beckett geboren, der wohl nicht zu Unrecht als einer der bedeutendsten Dramatiker des zwanzigsten Jahrhunderts in die Geschichte einging. Anlässlich dieses ganz besonderen Jubiläums zeigen wir heuer jenes Stück, das wohl nicht nur das Bedeutendste und wichtigste Drama Becketts ist, sondern auch jenes, mit dem er seine größten Erfolge feierte. Warten auf Godot, 1952 in Paris uraufgeführt, ist längst zum Klassiker geworden, verstanden hat es aber noch niemand.

Einmal wurde Beckett gefragt, worin denn nun eigentlich der Sinn seines Stückes liege. Seine Antwort war: „Wenn ich es wüsste, würde ich es Ihnen sagen.“

Es gibt Hunderte Deutungen, Tausende Interpretationen. Doch am Ende ist nur eines klar: Man wartet auf Godot und das ist alles.

Ein jedes Kind wartet darauf groß zu werden. Es wartet sehnsüchtig darauf endlich in die Schule gehen zu dürfen, endlich nicht mehr ganz ein kleines Kind zu sein. Doch

sind sie erst einmal in der Schule, diese Kinder, so stellen sind rasch fest, dass das so schön doch gar nicht ist und sie warten darauf, dass die Schule endet. Sie warten auf den Führerschein, sie warten auf Schulabschluss, sie warten darauf endlich arbeiten zu dürfen, endlich gänzlich frei zu sein. Kaum sind sie es, kaum schuften sie, kaum dürfen sie ihr Brot verdienen, so wird ihnen bald klar, dass auch das so schön, wie einst erträumt, nicht ist; und sie beginnen auf den Ruhestand zu  warten. Wir warten. Wir warten, darauf groß zu werden, wir warten darauf frei zu sein, wir warten darauf, dass es wärmer wird und die Dinge besser werden. Wir warten auf das große Glück. Wir warten auf Godot. Doch Godot kommt nicht. Oder doch?

Wer ist Godot? Was will Godot? Was macht Godot? Gibt es ihn überhaupt? All diese Fragen wirft dieses Theaterstück auf, doch nicht eine einzige Antwort wird gegeben. Dieses Drama ist nicht geschrieben worden um verstanden zu werden. Man kann es nicht verstehen, nur spüren, fühlen nur erleben.

Die einzige Konstante seit dem Anbeginn der Zeit ist der Wandel und im Warten wandelt sich die Welt. Wartend ist der Mensch den ständigen Veränderungen des Lebens ausgesetzt und wartend wandelt er sich selbst, denn während er wartet, steht die Zeit nicht still und derlei wartend treibt der Mensch allerlei Schabernack, der dabei hilft, nicht zu verzweifeln. Und darin besteht das Leben.

Und mit diesen wirren Worten wünsche ich Ihnen nun viel Spaß bei unserer Darbietung. Das Warten auf den Anfang hat ein Ende. Danke.

Der Beitrag im Lokalfernsehen:

Inszenierungen