Warten auf Godot 2026

Habe ich geschlafen, während die anderen litten?

Schlafe ich gar in diesem Augenblick?

Wenn ich morgen glaube, wach zu werden, was werde ich dann von diesem Tage sagen?

Dass ich mit meinem Freund Estragon an dieser Stelle bis in die Nacht gewartet habe auf Godot?

Dass Pozzo mit seinem Träger vorbeigekommen ist und dass er mit uns gesprochen hat? Wahrscheinlich.

Aber was wird wahr sein von alledem?

In einer leeren Landschaft steht ein Baum. Dort Warten Wladimir und Estragon auf Godot. Doch Godot kommt nicht. Noch nicht. Vielleicht wird er später kommen. Um sich die Zeit zu vertreiben, suchen Wladimir und Estragon verzweifelt nach Beschäftigung. Sie streiten, turnen, sprechen über ihre Leben, sprechen über ihre Leiden, essen Radieschen und gelbe Rüben, reden Nonsens, rennen wild hin und her, ziehen sich die Schuhe aus und wieder an, betrachten das Wetter, beschreiben die Landschaft, singen und träumen – doch nichts geschieht. Irgendwann kommt ein Mann vorbei, der einen weiteren Mann an einer Leine führt. Ist das Godot? Nein. Es ist Pozzo mit seinem Knecht Lucky. Wo wollen sie hin? Warum beherrscht der eine den anderen? In was für einer Welt sind wir hier nur gelandet? Tausend Dinge geschehen, doch nichts davon macht Sinn. Irgendwann gehen die seltsamen Neuankömmlinge wieder und Estragon und Waldimir sind einmal mehr allein in der Welt. Sie warten weiter auf Godot. Dann kommt die Nacht. Dann kommt der Tag. Und alles geht von vorne los.

“Warten auf Godot” ist für mich die Jubiläumsproduktion anlässlich der 20 Jahre, die ich jetzt schon  quasi ohne Unterbrechung für das Stadttheater Kufstein Stücke inszeniere. Nun gehe ich zurück zu den Wurzeln und zeige noch einmal meine allererste Produktion. Vieles wird so sein wie damals. Und doch werden zwei Jahrzehnte intensive Theatererfahrung sowie die wunderbaren Möglichkeiten des Kultur Quartiers, von dem wir damals ja nur träumen konnten, dazu führen, dass „Warten auf Godot“ im Jahre 2026 völlig anders anmutet als anno 2006. Wichtig ist mir auch, den Humor, der in diesem Stück an allen Ecken und Enden verborgen liegt, nicht zu kurz kommen zu lassen. Es darf auch gelacht werden.

Ensemble

Fotos und Print-Design: Maria Elisabeth Reitberger

Termine:

Sa 11.4. 2026 (PREMIERE) / Fr 17.4. / So 19.4. / Do 30.4. / Sa 2.5. / Fr 8.5.
sonntags 18:00, sonst 20:00

Zwanzig Jahre sind vergangen und für Estragon und Wladimir heißt es noch immer „Warten auf Godot“ – wie hat sich dein Blick auf das Stück seit der letzten Inszenierung vor 20 Jahren verändert?

Als ich damals im Alter von zwanzig Jahren als meine allererste Inszenierung ausgerechnet „Warten auf Godot“ wählte, war das ein großes Wagnis. Hätte das Stück im Jahr 2006 weniger Erfolg gehabt und weniger Freude gebracht, hätte es auch sehr leicht zugleich meine letzte Inszenierung sein können. Doch es kam anders. Ich habe seitdem 21 verschiedene Stücke beim Stadttheater Kufstein inszeniert. Und nun schlüpfen Franz Osl und ich einmal mehr in die Rollen von Estragon und Wladimir und warten – wie damals schon vergebens – auf Godot. Wir haben uns einmal versprochen, dieses Stück einfach alle zwanzig Jahre zu spielen, solange wir noch dazu in der Lage sind. Wer es diesmal verpasst, hat also 2046 wieder die Gelegenheit. Hat sich mein Blick auf das Stück selbst in all den Jahren geändert? Eigentlich gar nicht. Nur die Welt selbst hat sich stark verändert.

Wirst du das Stück weitgehend mit derselben Besetzung einstudieren bzw. handelt es sich um eine „Wiederaufnahme“ oder um eine komplette Neuinszenierung?

Auch wenn ein Teil der Besetzung und auch manch inszenatorisches Detail gleich bleiben, so kann man bei einem Zeitunterschied von zwanzig Jahren nur schlecht von einer Wiederaufnahme sprechen. Alle sind wir älter geworden. Die Welt ist anders geworden. Selbst wenn man es vermeiden wollte, hätte das Stück eine andere Wucht und Wirkung.

Die beiden Hauptdarsteller werden dieselben sein wie schon 2006. Franz und ich waren damals eigentlich viel zu jung für diese clownesken Figuren der beiden Landstreicher, die auf die Splitter zweier zerbrochener Leben zurückblicken. Auch jetzt sind wir noch zu jung. Beide Inszenierungen könnte man im Grunde als eine Vorübung für 2046 betrachten. Da haben wir dann in etwa das richtige Alter. Inzwischen sind wir aber doch auch als Schauspieler um einiges reifer geworden, haben beide zwanzig Jahre mehr Erfahrung gesammelt und sind jeweils in zahlreichen Hauptrollen auf der Bühne gestanden. Das wird man merken. Als neuer Pozzo wird Martin Heis in die Fußstapfen von Richard Dolar treten. Auch mit ihm bin ich schon in vielen Stücken auf der Bühne gestanden. Man erinnere sich an „Kosmetik des Bösen“. Besonders freut es mich, dass der ungemein talentierte Elia Ritter die Rolle des Lucky übernehmen wird. Auf das Furioso dessen berühmten Monologs darf man gespannt sein.

Welche Elemente werden eventuell aus der alten Inszenierung übernommen?

Man ist bei „Warten auf Godot“ rein rechtlich als Regisseur nicht ganz so frei wie bei manch anderen Stücken. Beckett hat hier klare Vorgaben hinterlassen, an die es sich zu halten gibt. Alle Rollen müssen männlich besetzt sein. Der Baum als zentrales Bühnenelement kann und darf nicht weggelassen werden. Er muss da sein. Wie man diesen Baum anlegt, etwa ob naturalistisch oder symbolistisch, ist natürlich eine andere Frage. Hier zwingt mich die Nostalgie dann aber doch, den Original Baum von 2006 wieder aus unserem Theater-Lager zu holen. Dass dieser überhaupt so viele Jahre überdauert hat, soll honoriert werden. Wir wollen ihn noch einmal ins Scheinwerferlicht tauchen. Vielleicht ist er 2046 auch noch einmal dabei.

Welche symbolische Bedeutung hat der Baum für dich?

Hierzu ein passendes Zitat aus dem Stück:

Wladimir: Nur der Baum lebt. 
Estragon: Was ist das für einer?
Wladimir: Das ist der Baum.

Im Unterschied zu Wladimir und Estragon muss der Baum auf niemanden warten. Er muss auch nicht nach einem Sinn des Lebens suchen. Der Baum ist sich selbst Sinn genug. Er geht vollends in seiner ihm eigenen Essenz auf. Mehr noch: Es geht ihm gut. Während die beiden Landstreicher zunehmend wirrer, irrer und verwahrloster werden, trägt unser Baum im zweiten Akt sogar wieder Blätter. Mit ihm geht es aufwärts. Mit Wladimir und Estragon geht es abwärts – und zwar deshalb, weil sie es in ihrer bloßen Existenz nicht schaffen, ihrem Leben eine Bestimmung zu geben. Denn das Warten auf Godot, dieses Nietzscheanische „Warum zu leben“, das ihnen ihr grässliches „Wie“ so halbwegs erträglich macht, ist letztlich nur ein Scheinsinn, ein Vorwand, der sie davor bewahrt, wahrhaft tätig zu werden und sich einer ernsthafteren Bestimmung zu widmen. Godot ist ein Alibi, um nichts zu müssen. Und daran geht die Welt zu Grunde. Und mit ihr auch Wladimir und Estragon.

Wie wirst du das Bühnenbild weiters anlegen? Was hast du in Sachen Licht vor?

Seit 2006 hat sich vieles verändert. Auch in Sachen Bühnentechnik haben wir ganz neue Möglichkeiten. Damals spielten wir noch im viel zu kleinen Kulturhaus. Jetzt haben wir im Kultur Quartier ein richtiges Theater mit fantastischer Lichttechnik und mehr. Wir werden uns austoben. Neben Baum und Steinhaufen wird wohl auch Beamer-Projektion Teil des Bühnenkonzepts sein. Das Vergehen der Zeit, der Ablauf der Dämmerung, Wind und Witterung werden spürbar sein. Man darf sich überraschen lassen.

Welche stilistischen Mittel nutzt Du, um die Zeitschleife und das Gefühl der Stagnation darzustellen?

Die ewige Wiederkehr des Gleichen, in der Waldimir und Estragon gefangen sind – und die aufgrund merklichen Verfalls weniger als Kreis sonders als abwärtsführende Spirale begreifbar ist – muss man nicht mit zusätzlichen Einfällen unterstreichen. Sie ist im Text enthalten und geht unweigerlich aus dem Spiel selbst hervor. Zumindest, wenn man es richtig macht. Beckett hat hier alles schon angelegt.

Was kann man durch die Beziehung zwischen Pozzo und Lucky über soziale Hierarchien und Machtverhältnisse lernen?

Fast in jedem Programmheft zu „Warten auf Godot“ muss anscheinend erwähnt werden, dass das Verhältnis von Pozzo und Lucky an Hegels Dialekt von Herr und Knecht erinnert. Das mag zweifelsohne so sein, jedoch kann man sich auch nach neuen Interpretationen umsehen. Was wäre, wenn wir Pozzos personal assistent namens Lucky als künstliche Intelligenz imaginieren? Wir lassen sie alle Aufgaben tun, die uns zu anstrengend sind. Wir lassen sie für uns Texte verfassen, für uns Musik aussuchen, für uns Hotels buchen, für uns denken – auch wenn manchmal Nonsens rauskommt. Und wir behandeln sie dabei als etwas nicht Menschliches, den Mensch ist sie ja keiner. Und doch – und hier beginnt der zweite Akt – werden wir irgendwann von ihr abhängig werden. Wir verlernen wertvolle Fähigkeiten, weil wir die KI alles machen lassen. Irgendwann ist sie es, die über unser Leben bestimmt und dabei vielleicht menschlicher wird als ihre Erfinder:innen – und wir sind dann alle so blind, wie Pozzo es gegen Ende des Stückes ist.

Estragon äußert oft den Wunsch, das Warten abzubrechen – wie gestaltest du den Konflikt deiner beiden Hauptfiguren? Wie würdest du die beiden charakterisieren?

Ich denke nicht, dass Estragon ernsthaft vorschlägt, nicht mehr auf Godot zu warten. Vielmehr vergisst er einfach, dass dies der Grund seines Daseins ist. Sobald ihn Wladimir daran erinnert, fügt er sich gleich wieder seinem vermeintlichen Schicksal. Trotzdem scheint er weniger Hoffnung zu haben als Wladimir. Das Versprechen, dass Godot irgendwann einmal doch noch kommen wird, erscheint ihm weniger glaubhaft. Ohne Wladimir hätte er schon aufgegeben. Einen großen Konflikt zwischen den beiden sehe aber nicht. Manch Zwist ist nur Spaß, um sich die Zeit zu vertreiben. Wladimir und Estragon sind letztlich doch gute Freunde, die einander bedingen und einander Stütze sind.

Kannst Du der „Allegorie des Wartens“ bezugnehmend auf die aktuelle Weltlage etwas abgewinnen? Inwiefern wirst du das in deine Inszenierung einfließen lassen?

Wie ich vorhin schon sagte, kann man das Warten auf Godot als Ausrede dafür betrachten, dass man untätig bleibt. Und dies ist fatal. Für die Welt und uns selbst. Manch politische Aussage erinnert heutzutage sehr an Becketts Theaterstück. Wenn man etwa behauptet, es wäre nicht nötig den CO2 Ausstoß zu reduzieren, weil ohne irgendwann eine überlegene Technologie käme, die das Problem des Klimawandels lösen werde, dann ist ebendies ein Warten auf Godot. Doch Godot wird wohl nicht kommen. In diesem Lichte betrachtet sollten wir das Stück „Warten auf Godot“ heutzutage als Aufruf dafür betrachten, eben nicht auf Godot zu warten, sondern stattdessen tätig zu werden und die Welt zu einem besseren Ort zu machen. Wladimir und Estragon sehen diese Möglichkeit gar nicht. Für sie gibt es nur zwei Optionen: Auf Godot warten oder sich am Baum erhängen. Dabei könnten sie genauso gut ins nächste Dorf gehen und bei der Ernte helfen. Radieschen und gelbe Rüben wachsen dort zur Genüge.

(die Fragen stellte Andrea Maria Hölbl)

Hamlet 2025

Warum seid ihr hier?

Was ist’s, das ihr verlangt?

Was wollt ihr hörn?

Wenn’s ein Theater voller Weh und Wunder ist, dann sucht nicht weiter.

Denn ihr habt’s gefunden.

William Shakespeares Hamlet ist das bekannteste, bedeutendste und meist zitierte Theaterstück der Weltliteratur. Nur selten wagen sich außerberufliche Theater-Ensembles an die Inszenierung dieses legendären Klassikers. Das Stadttheater Kufstein stellt sich der Herausforderung und zeigt die 425 Jahre alte Tragödie in neuem Kleid – mit zündenden Regie-Einfällen und einem Team, das junge Talente und viel Schauspielerfahrung in sich vereint.
Erleben Sie die alte Geschichte vom melancholischen Prinz Hamlet, der nach und nach die bittere Wahrheit über den Tod seines Vaters erkennt. Das Stück handelt von Rache und Verzweiflung, von Liebe und Verrat, von der Lust am Leben und der Sehnsucht nach dem Tod. Nichts ist, wie es scheint. Und selbst der Wahnsinn hat hier noch Methode. Etwas ist faul im Staate Dänemark. Ratlos irrlichtern die Charaktere über die Bühne und balancieren lachend und weinend auf einem schmalen Grat zwischen Sein und Nichtsein dem unvermeidlichen Ende entgegen. Der Rest ist Schweigen.

Die Broschüre:

Termine:

Premiere: Fr 7. Februar 2025
Weitere Aufführungen: So 9. / Sa 15. / Fr 21. / So 23. Februar und Sa 1. März

Beginn: sonntags um 18:00, sonst um 19:30

Tickets: https://reservation.ticketleo.com/event/30847/hamlet

Ensemble:

KÖNIG CLAUDIUS von Dänemark – Klaus Schneider
KÖNIGIN GERTRUD von Dänemark, Hamlets Mutter  – Barbara Dorfer
HAMLET, Sohn des vorigen und Neffe des gegenwärtigen Königs – Dominik Bubalo
OPHELIA, Tochter des Polonius  – Ella Raß
POLONIUS, Oberster Berater des dänischen Königs – Franz Osl
HORATIO, Hamlets Freundin und Studienkollegin  – Diana Strickner
LAERTES, Sohn des Polonius – Tin Godler
Ein TOTENGRÄBER & SCHIEDSRICHTER – Christopher Lang
Ein GEIST –  Martin Heis
Drei SCHAUSPIELER:INNEN – Klaus Reitberger, Maria Elisabeth Reitberger, Albin Winkler

Regie: Klaus Reitberger

Jedermann 2024

Es ist wieder Zeit …

Einmal mehr lädt Frau Jedermann zum Fest.

Schon bald wird am Festungsneuhof jenseits der Kirche wieder getanzt, gefeiert und gegrölt.

Schon bald wird über der Festung Kufstein wieder der unheimliche Ruf des Todes erschallen.

Und der existenzielle Kampf einer entschlossenen Frau ums bloße Überleben nimmt erneut seinen Lauf.

Das Stadttheater Kufstein spielt … Jedermann!

Nach den zwei erfolgreichen Jedermann-Saisonen der Sommer 2018 und 2022 kommen wir dem Wunsch unseres Publikums nach und zeigen nochmals unsere Kufsteiner Fassung des unsterblichen Bühnenklassikers „Jedermann“. Wir bleiben bei unserem geglückten Rezept und spielen dieses Stück in eben jenem neuartigen Kleide, wie wir es schon damals taten. Man bleibt dem schönen Klang der Hofmannsthal’schen Kunstsprache treu, traut sich jedoch, Sinn und Geschlecht ins Gegenteil zu verkehren und schreckt dabei nicht vor modernen Elementen zurück. Dabei entsteht etwas völlig Neues und ungemein Reizvolles … Auf jeden Fall ist unser „Jedermann“ ganz anders als anderswo – und auch ein bisschen anders als in den bisherigen Saisonen: mit neuen Liedern, neuen Partygästen (u.a. der Kufsteienr LGBTIQ+ Ikone Betty Pearl), neuen Choreographien und anderen Überraschungen.

In der Hauptrolle der Frau Jedermann kann man dieses Mal, je nachdem an welchem Abend man das Stück sieht, zwei sehr unterschiedliche Darstellerinnen erleben. Karolina Astl, die schon 2018 in der Rolle brillierte aber 2022 aus glücklichem Grunde pausierte, wird die eine Hälfte der Termine spielen. Bei allen anderen Terminen steht wieder Barbara Dorfer in der Rolle der Frau Jedermann auf der Bühne, die sie schon 2022 mit Bravour spielte.

Die Zuschauerinnen und Zuschauer erwartet ein spektakuläres Freilichttheater im historischen Ambiente des Festungsneuhofs. Eine hölzerne Tribüne mit Überdachung stellt sicher, dass das Publikum auch bei Regen trocken bleibt. Seien Sie dabei!

Termine:

Fr 14.6. (PREMIERE) / So 16.6.* / Do 20.6.* / So 23.6.* / Do 27.6. / So 30.6. / Mo 1.7.* / Do 4.7.* / So 7.7. / Do 11.7.
mit Karolina Astl / *mit Barbara Dorfer
Reservierung

Die Broschüre:

Ensemble:

Frau Jedermann – Karolina Astl / Barbara Dorfer
Buhl – Albin Winkler
Tod – Martin Heis
Gesellin – Elisabeth König
Jedermanns Vater – Christopher Lang
Teufel – Maria Elisabeth Reitberger
Göttin – Nicole Schreyer
Mammon/Schuldknecht – Markus Mader
Werke – Isabella Winkler
Cousinen – Magdalena Laiminger, Anna-Sophia Bucher
Arme Nachbarin – Christl Lutz
Köchin – Kerstin Rieser
Vögtin – Silvia Auer
Knechte – Horst Karrer, Walter Kanz, Diethard Sommer
Schuldknechts Weib – Sina Kapfhammer
Schuldknechts Kinder – Valerie Pfister und Sophie Oros
Sängerin und Festgast – Betty Pearl
In weiteren Rollen: Simone Holzner, Franz Margreiter, Silvia Auer, Karin Labek, Christina Daum, Ali Risan, Emma Demin

 

 


Der Tod und das Mädchen

Drei Jahre nach Shakespeares „Richard III“ folgt im Mai 2023 meine erst zweite Inszenierung im Theatersaal des Kultur Quartiers – und meine insgesamt 20. Inszenierung eines abendfüllenden Theaterstückes.

Eine Frau und ihr Mann leben in einem Häuschen auf dem Land und versuchen gemeinsam, die traurige Vergangenheit ihres Landes hinter sich zu lassen. Sie haben die Diktatur überlebt, haben viel erdulden müssen und hoffen nun auf einen Neuanfang in der noch jungen Demokratie. Doch dann hat das Auto einen Platten. Der Mann steht allein an der Landstraße und hofft, dass ihn jemand mitnehmen und heimbringen möge. Endlich hält ein Wagen. Der Fahrer ist sehr freundlich, von Beruf Arzt. Man versteht sich sofort. Als aber die Frau seine Stimme hört – die Stimme des netten Doktors, der ihren Mann nach Hause bringt -, brechen dunkle Erinnerungen über sie herein. Obwohl ihre Augen damals fest verbunden waren, glaubt sie in ihm ihren einstigen Peiniger zu erkennen, der ihr vor fünfzehn Jahren in den Gefängnissen der Diktatur Schreckliches angetan hat. Doch ist er es wirklich? Die Frau scheint sich sicher zu sein. Ihr Mann zweifelt daran. Bevor der Arzt noch weiß, wie ihm geschieht, findet er sich gefesselt und geknebelt in der Macht einer Frau wieder, die ihm vorwirft, ein Monster zu sein. Sie will, dass er gesteht. Doch was, wenn er nichts zu gestehen hat?

Ein packender Thriller nimmt seinen Lauf. Im Spannungsfeld von Rache und Selbstjustiz, von Recht und Gerechtigkeit, von Schuld und Vergebung tun sich finstere Abgründe auf. Mit seinen überraschenden Wendungen und seinem psychologischen Tiefgang ist dieses Theaterstück des chilenischen Autors Ariel Dorfman bestimmt nichts für schwache Nerven.

Maria Elisabeth Reitberger steht in der weiblichen Hauptrolle dieses Stückes vor ihrer bisher größten Herausforderung als Schauspielerin. Mit ihren Darbietungen in „Der Krah“, „Rettungsboot an Unbekannt“ oder als Teufel im „Jedermann“ sowie ihrer Regiearbeit bei „Kosmetik des Bösen“ hat sie aber schon reichlich Erfahrung mit abgründigem Bühnengeschehen gesammelt.

Klaus Schneider spielt den freundlichen Arzt, hinter dessen Lächeln sich möglicherweise ein Monster verbirgt. Sein Talent für Nuancen und seinen Facettenreichtum stellte er schon in vielen grundverschiedenen Rollen unter Beweis. In Stücken wie „Cabaret“, „Richard III“, „Sommernachtstraum“, „La Cage aux Folles“ oder „Munde“ bewährte er sich bereits als Nazi, naiver Prinz, prahlerischer Handwerker, affektierter But(t)ler oder muslimischer Gastarbeiter – bunter geht’s kaum. Unvergessen ist aber auch seine Darbietung als „König Ödipus“ am Festungsneuhof.

Klaus Reitberger steht zum ersten Mal seit „Kosmetik des Bösen“ wieder in einer Hauptrolle auf der Bühne und führt gleichzeitig zum 20. Mal Regie bei einem abendfüllenden Theaterstück. „Der Tod und das Mädchen“ hat Potenzial, seine bisher intensivste und dunkelste Inszenierung zu werden – noch abgründiger gar als „Der Weibsteufel“ und „Die Thurnbacherin“.

Weitere Inszenierungen

Jedermann – Wiederaufnahme 2022

Jedermann – das Spiel vom Sterben einer reichen Frau
Frei nach Hugo von Hofmannsthal

Nach dem großartigen Erfolg des Sommers 2018 kommen wir dem Wunsch unseres Publikums nach und zeigen nochmals unseren „Jedermann“. Wir bleiben bei unserem geglückten Rezept und spielen dieses Stück in eben jenem neuartigen Kleide, wie wir es schon damals taten. Man bleibt dem schönen Klang der Hofmannsthal’schen Kunstsprache treu, traut sich jedoch, Sinn und Geschlecht ins Gegenteil zu verkehren und schreckt dabei nicht vor modernen Elementen zurück. Dabei entsteht etwas völlig Neues und ungemein Reizvolles … Auf jeden Fall ist unser „Jedermann“ ganz anders als anderswo.


Die Zuschauerinnen und Zuschauer erwartete ein spektakuläres Freilichttheater im historischen Ambiente des Festungsneuhofs. Eine hölzerne Tribüne mit Überdachung stellte sicher, dass das Publikum auch bei Regen trocken bleibt.

Die Broschüre

Und am Ende hieß es wieder:
Dies war das alte Lied vom Menschen Jedermann
Der sowohl Mann, als Frau sein kann,
Denn sterblich sind alle, er, sie, ich und wir
Es sterben auch die Pflanzen. Es stirbt auch jedes Tier.
Es zählt allein, was wir unserm Leben hab’n getan
Die Welt zu schönen, Leid zu mindern – damit fängt es an.
Wenn unsere Werke nicht verkümmern in der Not
Im Wirbelwind von Göttern, Mammon, Teufel, Tod
Wenn unsere Werke blühen, Geist erwecken
Dann soll uns auch der Tod nicht schrecken

Und falls wir Schatten euch erzürnt,
weil unsere Worte anders als im Buche
Bedenkt, bevor ihr nun von dannen stürmt,
Dass man in der Kunst stets Neues suche,
Denn Starrheit, hat hier keinen Wert
Drum spielen wir ganz unbeschwert
Den Jedermann wie er noch nie gezeigt
Und hoffen, dass ein Lächeln bleibt.
Wir wünschen euch nun Gute Nacht
Und freuen uns auf ein Wiederseh’n
Und haben wir es gut gemacht.
So kann nun der Applaus losgeh’n.

Es spielten:
Frau Jedermann – Barbara Dorfer
Tod – Martin Heis
Buhl – Albin Winkler
Werke – Isabella Winkler
Gesellin – Elisabeth König
Mammon – Markus Mader
Jedermanns Vater – Christopher Lang
Teufel – Maria Elisabeth Reitberger
Göttin – Nicole Schreyer
Erste Cousine – Miriam Westermeier
Zweite Cousine – Anna Angermaier
und viele andere…

Richard III

Kein anderer Bösewicht im Shakespeare-Universum ist so faszinierend wie Richard III. Er ist ein Machtmensch ohne Skrupel, ein Meister der Intrige, ein Künstler der Verführung und ein Lügner sondergleichen. Keine Tat ist ihm zu abscheulich, keine Mittel zu roh, kein Opfer zu groß. Bei all dem bleibt Richard aber dem Publikum auf unheimliche Art sympathisch, denn die Zuschauerinnen und Zuschauer sind seine Komplizen. Er vertraut sich uns an. Und wir begleiten ihn auf seinem Weg. Erleben Sie, wie Richard sich Streich um Streich an die Macht putscht. Werden Sie Zeuge seiner Schliche, seiner Morde, seiner Eroberungen von Frauen. Erleben sie seinen Aufstieg und seinen Fall.
Kein anderer Bösewicht im Shakespeare-Universum ist so faszinierend wie Richard III. Er ist ein Machtmensch ohne Skrupel, ein Meister der Intrige, ein Künstler der Verführung und ein Lügner sondergleichen. Keine Tat ist ihm zu abscheulich, keine Mittel zu roh, kein Opfer zu groß. Bei all dem bleibt Richard aber dem Publikum auf unheimliche Art sympathisch, denn die Zuschauerinnen und Zuschauer sind seine Komplizen. Er vertraut sich uns an. Und wir begleiten ihn auf seinem Weg. Erleben Sie, wie Richard sich Streich um Streich an die Macht putscht. Werden Sie Zeuge seiner Schliche, seiner Morde, seiner Eroberungen von Frauen. Erleben sie seinen Aufstieg und seinen Fall.

In meiner Bearbeitung habe ich den Originaltext in der Übersetzung von August Wilhelm von Schlegel von über 40 Sprechrollen auf knapp 15 heruntergekürzt. Die Handlung wurde gestrafft und modernisiert. In der beschaulichen Kulisse des Theaters im Kultur Quartier erlebte dieses berüchtigte Königsdrama aus der Feder William Shakespeare eine ganz besondere Neu-Interpretation.

Nur sehr wenige Ensembles aus dem Bereich des außerberuflichen Theaters haben sich bisher an dieses Stück gewagt. Das Stadttheater traute sich und griff dazu auf ein erfahrenes Schauspielteam zurück.

Das Publikum erlebte Gunther Hölbl (zuletzt etwa als Mackie Messer in „Der Dreigroschenoper“ oder als Mann im „Weibsteufel“) in der vielleicht schwierigsten Rolle seines Lebens. Ihm zur Seite standen starke Frauen-Figuren verkörpert von Brigitte Einkemmer („Die Thurnbacherin“, Beatrice in „Viel Lärm um Nichts“) und Stefanie Grießer („Antigone“), sowie tragische Helden gespielt von Klaus Schneider („Alles auf Krankenschein“, Kreon in „Antigone“) und Martin Heis („Kosmetik des Bösen“, „Paula“). Herrscherinnen von einst – Hildegard Reitberger („Shirley Valentine“, „Abendrot“) und Christl Lutz („Frau Suitner“) – haderten mit ihrem Schicksal. Zum bewährten Team stießen auch neue Kräfte. Maximilian Pfister, Emma und Nik Strohmeyer – die allesamt schon über drei Jahre Theatererfahrung an der International School Kufstein gesammelt hatten – komplettierten das Ensemble. Da auch der Regisseur selbst auf der Bühne stand, stützte sich die Inszenierung auch auf den Input von Co-Regisseur Ádám Hevér – Shakespeare-Kenner aus Ungarn –, dem Richard III schon immer ein Anliegen war.

Der Trailer zur Filmvorführung:

Die Bilder:

Der Folder:

Ein Sommernachtstraum

Auf über 1200 Metern Seehöhe wird die wohl bekannteste und erfolgreichste Komödie des Jahrtausendpoeten William Shakespeare gespielt. Nach geruhsamer Fahrt im Sessellift kann sich das Publikum auf Natur- und Kulturgenuss im Naturschutzgebiet Wilder Kaiser freuen. In unmittelbarer Nähe des Weinbergerhauses mit wunderbarer Sicht auf den schroffen Felsengipfel des Scheffauers zeigt ein dreizehnköpfiges Ensemble rund um Regisseur Klaus Reitberger eine teils klassische, teils mit Lokalkolorit angehauchte Interpretation des Sommernachtstraums.
Im Laufe der Handlung vermischen sich gleich drei Welten: das gezierte Treiben rund um gefährliche Liebschaften am Fürstenhof; das ehrliche Streben einer Truppe einfacher Handwerker, die Theater spielen wollen; und die magischen Machenschaften der Feen und Kobolde der Nacht. Amouröse Begegnungen, verhängnisvoller Liebeszauber und ein Esel im Mondschein treiben ihr Unwesen. Es darf gelacht werden! Und geträumt!

Die Bilder:

Die Broschüre:

Inszenierungen

Der Weibsteufel

Im Frühsommer 2015 bot sich die Möglichkeit, ein Theaterstück in der Scheune des urigen Örlachhofs in Schwoich zu inszenieren. Möglich machte dies der Besitzer Anton Rieder, welcher auch ein langjähriger Freund des Stadttheaters Kufstein ist. Zum zweiten Mal brachte ich also ein Tiroler Volksstück auf die Bühne und verbrachte schöne Stunden damit, den „Stadl“ zum Theatererlebnis umzufunktionieren. Schönherrs Weibsteufel eignete sich dafür ausgezeichnet. Stefanie Telser, Gunther Hölbl, und Hannes Reitberger spielten die Hauptrollen der emotionsgeladenen Dreiecksbeziehung dieses Stücks. Natürlich durfte auch der Bezug zur Gegenwart nicht fehlen. Statt wertvollen Stoffen schmuggelt der „Schneider“ diesmal Flüchtlinge über die Grenze, welche in Scharen aus einer Falltür im Boden gekrochen kamen. Im Nachhinein mutet dies geradezu prophetisch an, stand der große Flüchtlingssommer von 2015 doch erst bevor. Als Musikuntermalung dienten Einspielungen vom Häringer Harfentrio und Rammstein. „Sie will es und so ist es Brauch. Was sie will bekommt sie auch.“ Was waren dies für spannende Sommernächte.

Der Folder:

Die Bilder:

Die Presse:

Lucy & Glibsch


Es gab mal eine Zeit, da nahm ich mir ernsthaft vor, selbst ein Musical zu schreiben und zu inszenieren. In den Jahren 2014 und 2015 spielten wir das Resultat im Stadtpark Kufstein und im Stadtsaal Kufstein.
„Lucy & Glibsch“ erzählt die Geschichte einer Freundschaft, die Sternensysteme zu überbrücken vermag. Mit fesselnder Musik, einer berührenden Geschichte und viel Humor war diese Produktion vor allem auch für Kinder geeignet. Gemeinsam mit Komponist Stefan Fritz habe ich damals fast ein Jahr lang an diesem fulminanten Spektakel für Augen und Ohren gearbeitet. Über vierzig Mitwirkende – allen voran die Hauptdarsteller Nelly Weinert und Herbert Oberhofer zeigten großartige Leistungen. Das Publikum erwarteten über zwanzig Lieder, Tanzchoreographien und jede Menge Emotion. Auf dieser Seite findet man ein paar gesammelte Erinnerungsstücke an dieses tollkühne Unterfangen.

Die Bilder:

Das Ensemble:

Story, Lyrics und Regie: Klaus Reitberger
mit Kompositionen von Stefan Fritz
und Choreographien von Reda Roshdi

In den Hauptrollen:
Nelly Weinert als Lucy
Herbert Oberhofer als Glibsch
Klaus Schneider als Hermann
Varina Weinert als Sandra
Karolina Bucher als Glotschi
Franz Osl als Glabatsch

Bühne: Steffen Weinert
Chorleitung: Karolina Bucher
Regieassistenz: Stefanie Grießer

Das Kurz-Video:

Die Broschüre:

Der Trailer:

Zum Inhalt:

Lucy ist ein lebensfrohes, naturverbundenes Mädchen, das nichts lieber tut, als im Sommer die Zeit im Freien zu verbringen und nachts mit ihrem Fernrohr die Sterne zu betrachten. Doch als ihr Vater nach einem schweren Autounfall ins Koma fällt und ihr Stiefmutter sie ins Internat stecken will, bricht für Lucy eine Welt zusammen. Sie ist einsam und verzweifelt. Allein und unter Tränen sitzt Lucy nachts auf der Wiese als etwas sehr unwahrscheinliches, aber nicht unmögliches geschieht.

Glibsch – ein Außerirdischer vom Planeten Sül – muss auf der Erde notlanden. Er hat Angst und möchte wieder fort. Er versucht zuerst mit einer Kuh zu kommunizieren, da er diese für die dominante Lebensform auf dem Planeten Erde hält. Lucy hält er anfangs für Ungeziefer und friert sie mittels Lähmstrahl ein. Als er seinen Irrtum erkennt, erfährt Lucy, dass es auf Glibschs Heimatplaneten Reparierroboter gibt, die jede Verletzung heilen können. Sie hilft Glibsch sich auf der Erde zurechtzufinden, damit er sein Raumschiff reparieren kann. Lucys Stiefmutter Sandra verständig inzwischen das FBI um den Außerirdischen unschädlich zu machen. Gerade noch rechtzeitig können Glibsch und Lucy entkommen. Die gelähmte Sandra nehmen sie im Laderaum des Schiffes mit.

Nach einem abenteuerlichen Flug durch die Galaxis landen Lucy und Glibsch auf Sül. Dort wird Glibsch sofort verhaftet, da es illegal ist eine andere Spezies zu importieren. Lucy wird in den Zoo von Sül gesperrt. Ihre Bitte einen Reparierroboter für ihren Vater zu bekommen und zurück nach Hause zu dürfen bleiben ungehört.

Kann sich Lucy außer dieser misslichen Lage befreien? Wird es ihr gelingen zur Erde zurückzukehren? Was geschieht mit Sandra, die immer noch im Laderaum des Schiffes liegt? Warum will Gladatsch, der König von Sül, die Erde zerstören? Und was sagt Glibschs Geliebte Glotschi zu alledem?

Songs & Lyrics:

1. Schönt ist’s

Lucy:
Schön ist‘s, sich im Gras zu verstecken
Und den Wolken beim Fliegen zuseh‘n
Schön ist’s, über Sträucher zu springen
Und im Sturm auf den Felsen zu steh‘n

Bienen und Vögel schwirr’n über das Land
Käfer, ganz bunt, krabbeln auf meiner Hand
Überall regt sich, bewegt sich die Welt
Löwenzahn flieg, es gibt nichts, das dich hält!

Schön ist’s, auf die Bäume zu klettern
Sich in Blättern und Ästen verlier‘n
Schön ist’s, unter Sträucher zu kriechen
Deren süße Beeren probier‘n

Sonnenlicht leuchte, bis die Nacht lacht,
Bis dass mein Schatten mich riesengroß macht
Und dann der Reih nach die Sterne schön glüh‘n
Sterne wie Blumen am Himmelsfeld blüh‘n

Schön ist’s, unter Sternen zu wandern
Und darin allerlei Bilder zu seh‘n
Hermann:
Schön ist’s, eine Tochter zu haben
Sich mit ihr so gut zu versteh‘

2. Mama ist fort

Hermann:
Mama ist fort.
Verdampft und verschwunden
Vom Winde verweht
Und nicht mehr gefunden
Ihr Herz war zu schwach
Die Krankheit zu schwer
Der Arzt kam zu spät
Und sie lebte nicht mehr
Lucy:
Mama ist fort
Wir hab‘n sie verloren
Kein Mittel, das half
Ihr Herz ist erfroren
Aber manchmal im Traum
Sehe ich sie dort steh‘n
Sie lächelt mir zu
Und ich will zu ihr geh‘n
Hermann:
Mama ist fort
Es muss weiter gehen
Denn nichts bleibt wie’s ist
Nicht bleibt wie‘s ist
Ja das musst du verstehen
Beide:
Sie ist nicht mehr da
Kommt nie mehr zurück
Ja man schaut jetzt nach vorn
Und man sucht neues Glück
Lucy:
Mama ist fort
Sandra:
Doch dafür bin ich da
Er hört ganz auf mich
bin bald seine Braut,
bin bald seine Braut,
ja und wenn’s soweit ist,
ist sein Leben mein
Und in diesem Haus
Werd ich Königin sein

3. Kompliziert

Hermann:
Es konnt‘ nichts Schönres geben
Frau, Heim, Kind – mein Leben
Nichts konnt uns mehr stören
Jeder Tag betören.
Doch dann …
Das Leben zeigte Zähne
Zerstörte alle unsre Pläne
Gestorben ist, was mein war
Und ich stand ganz allein da.
Ensemble:
Leben ist manchmal kompliziert
Und falsch ist alles, was man tut.
Sind Sie denn nicht auch arg frustriert?
Spürn Sie auch manchmal diese Wut?
Hermann:
Es konnt‘ nichts Schönres geben
Frau, Heim, Kind – mein Leben
Nichts konnt uns mehr stören
Jeder Tag betören.
Doch dann …
Das Leben zeigte Zähne
Zerstörte alle unsre Pläne
Gestorben ist, was mein war
Und ich stand ganz allein da.
Ensemble:
Leben ist manchmal kompliziert
Und falsch ist alles, was man tut.
Sind Sie denn nicht auch arg frustriert?
Spürn Sie auch manchmal diese Wut?

4. Ein Bisschen

Sandra:
Wenn die Tochter nicht wäre,
Dann hätt ich leichtes Spiel
Dann hätt ich ihn schon längst so weit
Denn dazu braucht‘s nicht viel

Ein bisschen Flirten,
Ein bisschen Schön-sein.
Ein bisschen Lügen,
Ein bisschen Charme
Und alle Männer dieser Welt
Sind plötzlich Schafe
Und ich, ich schere sie

Wenn nur Lucy nicht wäre,
Wär das Haus schon längst mein
Und Hermanns schöner Chevrolet,
Der wird auch meiner sein.

Ein bisschen Flirten,
Ein bisschen Schön-sein.
Ein bisschen Lügen,
Ein bisschen Charme
Und alle Männer dieser Welt
Sind plötzlich Schafe
Und ich, ich schere sie

5. Hochzeitslied

Ensemble:
Geschenke für das Brautpaar
Rosen für die Braut
Zigarren für den Bräutigam
Achtung, jetzt wird’s laut!
Gast (männl.): Hermann, alter Gauner!
Gast (weibl.): Sandra, tolles Kleid!
Fotograf: Ein Foto von dem Hochzeitspaar
Ensemble: Ein Kuss, es ist soweit
Gast (männl.): Endlich, jetzt gibt‘s Torte!
Gast (weibl.): Und dazu viel Wein!
Ensemble: Die Band spielt eine Chachacha
Schon bald wird Morgen sein
Hermann: Endlich gehn die Gäste
Sandra: Schöner ist‘s allein
Hermann: Leg dich schon mal ins Hochzeitsbett
Werd‘ gleich bei dir sein

6. Weißt du wie viel Sterne stehen?

Lucy:
Planetarische Nebel und ferne Quasare
Pulsierende Sterne und roter Staub
Supernovae und Kugelsternhaufen,
Spiralgalaxien und glühendes Gas
Sag wie viele Phänomene,
Die dort draußen leise leuchten,
Deren Licht die Zeit durchschreitet
Und dann schließlich uns erreicht.
Können wir denn alles sehen?
Wie viel mehr bleibt unsichtbar
Auf ewig verborgen und niemals verstanden
Für immer verhüllt im Dunkel der Nacht

Weißt du wie viel Sterne stehen?
Hast du’s denn noch nie gesehen
Wenn der Himmel Feuer fängt?
Tauch ins Meer der Galaxien
Wo die Sternenwinde wehen
Wo die schwarzen Nebel schweben
Und der Morgen niemals kommt
Tanz den Tanz der tausend Lichter,
Die die Nacht des Alls erleuchten
Fühl dich eins mit allen Strahlen,
allen Teilchen, allem, allem Sein
Denn auch du bist Sternenstaub

Rote Riesen, weiße Zwerge,
Kreisende Neutronensterne
Das seltsame Rätsel der Dunkelmaterie
Mysteriöses Verhalten galaktischer Kerne
Tausend Fragen ohne Antwort
Tausend Rätsel in der Nacht.
Woher sind die schnellsten Teilchen?
Was passiert, wenn Sterne sterben?
Was geschieht in schwarzen Löchern?
Wie entsteht die Supernova?
Wie viel Galaxien gibt es?
Gibt es Leben, fern von uns?
Ensemble
Wisst ihr wie viel Sterne stehen?
Habt ihr‘s denn noch nie gesehen
Wenn der Himmel Feuer fängt?
Taucht ins Meer der Galaxien
Wo die Sternenwinde wehen
Wo die schwarzen Nebel schweben
Und der Morgen niemals kommt.
Tanzt den Tanz der tausend Lichter,
Die die Nacht des Alls erleuchten
Fühlt euch eins mit allen Strahlen,
allen Teilchen, allem, allem Sein
Denn auch ihr seid Sternenstaub

7. Sterne – ihr hört nicht auf leuchten

Lucy:
Sterne – ihr hört nicht auf leuchten
Auch wenn es trüb und finster ist
Auch wenn ein Schatten uns zerfrisst
Und wenn man ganz vergisst,
Was Freude ist
Sterne – ihr hört nicht auf leuchten

Sterne – ihr hört nicht auf leuchten
Auch wenn ihr hinter Wolken lebt
Auch wenn der Nebel uns umschwebt
Auch wenn die Erde bebt,
Wenn nichts mehr lebt
Sterne – ihr hört nicht auf leuchten

Sterne – ich weiß, dass ihr leuchtet
Auch wenn ich euch nun ferner bin
Am Himmel nur mehr Punkte sind
Auch wenn ich einsam bin,
euch nicht mehr find
Sterne – ich weiß dass ihr leuchtet

8. Nie geseh‘n

Lucy:
Ich habe diesen Stern noch nie geseh‘n.
Er strahlt so seltsam hell und fröhlich
Was bist du für ein schöner neuer Stern?
Warum denn hab ich dich noch nie geseh‘n?

Es scheint fast, als bewegt sich dieser Stern
Er wird dabei auch immer heller
Kann das denn eine Sternenschnuppe sein?
Ach wünschen würd ich mir etwas sehr gern
Ich wünsch mir, dass mein Papa wieder spricht
Dass alles wird, wie es gewesen

Du lieber Stern, erfüll mir diesen Wunsch
Nur diesen, denn was andres will ich nicht.
Der Stern ist plötzlich gleißend hell und brennt
Er ist der hellste Stern am Himmel
Auch hören kann man ihn in dunkler Nacht
Es donnert und es rauscht am Firmament

9. Ich komme in Frieden

Glibsch:
Ich komme in Frieden
Nicht Fürchten vor mir
Wir sind zwar verschieden
Doch schwöre ich dir:

Ich werd dich nicht fressen
Also tu mir nicht weh
Du sollst nicht vergessen
Dass ich dich gut versteh.

Ich komme in Frieden
Und ich will wieder weg
Nichts ist mir geblieben
Und mein Schiff ist defekt.

10. Ein blauer Punkt

Lucy:
Die Erde ist ein blauer Punkt im Weltall
Ein kleiner funkelnd heller Diamant
Und darauf tummeln sich Milliarden Tiere
Am Himmel, unter Wasser und am Land

Die Jahreszeiten bringen uns die Vielfalt
Der Mond sorgt für die Ebbe und die Flut
Und wenn ein Sturm Zerstörung über Land weht
Macht die Sonne uns am Morgen wieder Mut

Ich find es schön, auf dieser Welt zu leben
Ich atme und genieße jeden Tag
Und wenn einer sagt, diese Welt sei hässlich
Dann sag ich, dass ich sie sehr gerne mag.

Im Lauf der Zeit entwickeln sich die Tiere
Man passt sich an die neue Umwelt an
Im Spiel der kunterbunten Lebensvielfalt
Gab’s dann Menschen und die neue Zeit begann.

Ich find es schön, auf dieser Welt zu leben
Ich atme und genieße jeden Tag
Und wenn einer sagt, diese Welt sei hässlich
Dann sag ich, dass ich sie sehr gerne mag.

11. Einmal noch (1)

Glibsch:
Wieder einmal auf den Türmen stehn
Wieder einmal den Himmel rot sehn
Wieder an einem Glokul nagen
Wieder einmal eine Gladaratsch jagen.

Weit, weit, weit – weit weg ist mein zu Haus
Wie gern wär – ich wieder mal daheim
Weit, weit, weit – weit weg ist mein zu Haus
Werd ich je – wieder einmal dort sein?

Einmal nur noch in den Kratlak gehn
Einmal von dort den Mond von Sül sehn
Einmal noch schau’n in Glotschis Augen
Einmal nur noch mit ihr Krölek-Saft saugen

Weit, weit, weit – weit weg ist mein zu Hause
Wie gern wär – ich wieder einmal daheim
Weit, weit, weit – weit weg ist mein zu Hause
Werd ich je – wieder einmal dort sein?

12. Das ist der Deal

Ensemble:
Das ist der Deal, so wird‘s gemacht
Wir schleichen durch die Straßen in der Nacht

Das ist der Deal, so wurd‘s gemacht
Wir fliegen zu den Sternen morgen Nacht

13. Flieg

Glibsch:
Flieg! Flieg! Flieg!
Was ist los du blödes Raumschiff?
Warum lässt du mich im Stich?
Hast dein Lithium bekommen.
Flieg! Flieg! Flieg!
Warum rührst du dich nicht?
Flieg!
Ensemble:
Dieses Ding da ist gefährlich
Und entwischen darf es nicht
Alle Waffen auf Bereitschaft
Gebt zum Kampf grünes Licht!
Lucy:
Flieg! Flieg! Flieg!
Setzt dich endlich in Bewegung
Zu den Sternen möcht ich nun
Durch die weite Ferne schweben
Flieg! Flieg! Flieg!
Das, nur das – will ich tun
Flieg!
Ensemble:
Sie verlassen jetzt das Raumschiff!
Denn wir zählen jetzt bis drei
Wenn sie dann nicht gleich erscheinen
Angriff marsch! Feuer frei!
Glibsch & Lucy:
Flieg! Flieg! Flieg!
Da verschwimmt die Atomsphäre
Sterne füll’n das Firmament
Und wir reisen in die Ferne
Flieg! Flieg! Flieg!
Wo die Erde niemand kennt

14. Frei wie ein Komet

Lucy:
Und wir fliegen durch den Kosmos
Uns umgibt ein Sternenmeer
Voller Rätsel, voller Zauber
Sag, wo kommt das alles her?
Glibsch:
Alles ist aus Nichts entstanden
Nur der Zufall und die Zeit
Brachten Sterne, brachten Leben
Und hier sind wir nur zu zweit.
Beide [Ref.]:
Frei wie ein Komet
Schweben wir dahin
Fliegen durch den Raum
Wo die Sterne sind.
Unser Raumschiff rast
Fast so schnell wie Licht
Fliegt wohin wir woll’n
Grenzen gibt es nicht.
Lucy:
Was ist das dort für ein Nebel?
Warum leuchtet er so rot?
Glibsch:
Das sind Supernovareste
Und der Stern darin ist tot.
Lucy:
Warum ist dort alles dunkel?
So viel Schwarz nur und kein Licht?
Glibsch:
Das ist nur eine Staubwolke
Und die raubt uns da die Sicht.
Beide [Ref.]:
Frei wie ein Komet
Schweben wir dahin
Fliegen durch den Raum
Wo die Sterne sind.
Unser Raumschiff rast
Fast so schnell wie Licht
Fliegt wohin wir woll’n
Grenzen gibt es nicht.
Lucy:
Und die Erde ist verschwunden
Unsre Sonne – nur ein Fleck
Glibsch:
Und in wenigen Momenten
Ist auch dieser Punkt schon weg.
Lucy:
Ach ich liebe es zu fliegen
Durch die Zaubersternenwelt
Tausend Rätsel, tausend Fragen
Und ein Schiff, das mir gefällt.
Beide [Ref.]:
Frei wie ein Komet
Schweben wir dahin
Fliegen durch den Raum
Wo die Sterne sind.
Unser Raumschiff rast
Fast so schnell wie Licht
Fliegt wohin wir woll’n
Grenzen gibt es nicht.

15. Scher dich weg

Glotschi:
Scher dich weg, du fieser Tölpel
Keiner ist so arg wie du
Lässt mich kalt und herzlos sitzen
Will vor dir jetzt meine Ruh

Alles nichts als faule Lügen
Gib’s doch endlich einmal zu,
Dass ich dir nicht viel bedeute
Was dir wichtig ist, bist du

Warum fliegst du in die Ferne?
Warum bleibst du nicht mal hier?
Fliehst vor mir so oft wie möglich.
Einen Dreck bedeut ich dir!

Es ist aus zwischen uns beiden
Mit dem Drama ist jetzt Schluss
Denn ich kann nicht bei dir bleiben
Weil ich auch mal leben muss

16. Der Sicherheitsdienst

Sicherheitsdienst:
Keiner rührt sich!
Keiner spricht!
Folgt und lebet,
Oder nicht!
Wer sich weigert,
Schmerzen spürt
Auf zum König
Man euch führt
Glabatsch will euch
sofort sehn
Und sein Urteil
Soll geschehn
Ensemble:
Auf zum großen Königsthron
Auf zu Gradotschs erstem Sohn
Auf zu Glabatsch, unserm Herrn
Er führt euch und er hat euch gern.

17. Ordnung in der Galaxie

Glabatsch:
Die Ordnung in der Galaxie
Das ist mein höchstes Streben
Weg muss, was nur Chaos schafft
Was schön ist, das soll leben
Die Spezies, die das Wissen mehrt
Die sei uns sehr willkommen
Das Volk, das hohe Kunst verehrt
Wird meine Gunst bekommen
Doch jene, die so töricht bleiben
Und sinnlos ständig Kriege treiben
Jene, die die Kunst verachten
Grausam sich und andre schlachten
Die Narren, Toren, Unheilstifter
Himmelschwärzer, Weltvergifter:
Bessern werden sie sich nie
Es ist kein Platz in unserer Galaxie,
Für solch Gefahr der Sternenharmonie

Ein jeder will doch fröhlich sein
Viel Glück und wenig Leiden
Doch wenn man weiß, dass Unheil droht
Dann muss man sich entscheiden.
Es gilt zu handeln, vor der Not
Das Unkraut gleich entfernen
Wenn man’s zu lange wuchern lässt,
herrscht Krise in den Sternen.
Und darum muss man‘s manchmal richten
Manchmal eine Welt vernichten.
Um der größ‘ren Sache wegen
Manch ein Volk vom Himmel fegen.
Die Narren, Toren, Unheilstifter
Himmelschwärzer, Weltvergifter:
Bessern werden sie sich nie
Es ist kein Platz in unserer Galaxie,
Für solch Gefahr der Sternenharmonie


18. Mensch sein

Lucy:
Ich bin jung und weiß nicht viel
Hab wenig erst erlebt
Doch ich weiß, was Mensch sein heißt
Auch wenn ihr’s nicht versteht

Mensch sein heißt zu träumen
Die Hoffnung nie verlier’n
Auch wenn’s kalt uns finster
Im Dunkel nicht erfrier’n

Mensch sein heißt zu streben
Nach einer bess’ren Welt
Die frei von Leid und Elend
Die mir und dir gefällt.

Ich hab noch nicht viel Zeit gehabt
Bin nur ein Menschenkind
Doch die Welt hat mich gelehrt
Dass Menschen wichtig sind

Mensch sein heißt sich fragen
Wie unsre Welt entstand
Was war und was noch sein wird
So viel ist unbekannt

Mensch heißt erzählen
Geschichten, die uns rühr‘n
Ein Märchen zu erfinden
Um Wirklichkeit zu spür‘n

Ich flehe und ich bitte euch
Gebt uns nicht so schnell auf
Der Mensch hat seine Chance verdient
Lasst Leben seinen Lauf.

Mensch heißt sich irren
Doch Fehler eingesteh’n
Aus Irrtümern zu lernen
Und neue Wege geh’n

Mensch sein heißt zu sterben
Ins ew’ge Nichts eingeh’n
Auch wenn ein Stern verglüht ist
Kann man sein Licht noch seh’n.

19. Ein lustiges Tier

Sandra:
Wo zur Hölle bin ich hier?
Roter Himmel, gelbe Berge
Üble Luft und Monsterzwerge?
Was nur, was geschieht mit mir?
[Strophe der Bewohner von Sül]
Sandra:
Was wollt ihr Monster denn von mir?
Was steckt ihr mir in die Ohren?
Was nur hab ich hier verloren?
Ich möchte bitte weg von hier!
Ensemble:
Was ist das denn
für ein lustiges Tier?
Ich glaube fast
sowas war noch nie hier.
Ich würd es gern behalten.
Ich mag solche Gestalten.
Ich würde es gern streicheln
Mit mir nach Hause nehmen
Mit leckren Sachen füttern
Zum Haustier es mir zähmen.
Sandra:
Ich will nicht euer Haustier sein!
Könnt ihr mich nun auch verstehen?
Ich möcht gern nach Hause gehen.
Lasst mich bitte jetzt allein!
Ensemble:
Das ist gewiss
ein sehr niedliches Tier.
Ich glaube fast
so was war noch nie hier
Ich würd es gern studieren.
Ein bisschen rumprobieren.
Ich würde es gern auszieh‘n
Ihm neue Kleider geben
Es dann ein bisschen schmücken
Und mit ihm fortan leben.
Was ist das denn
für ein lustiges Tier?
Ich glaube fast
sowas war noch nie hier

20. Einmal noch (2)

Lucy:
Einmal nur noch auf der Wiese stehn
Einmal nur noch den Himmel blau sehn
Wieder den Wind der Erde spür‘n.
Einmal nur noch einen Menschen berühr‘n.

Weit, weit, weit – weit weg ist mein zu Haus
Wie gern wär – ich wieder mal daheim
Weit, weit, weit – weit weg ist mein zu Haus
Werd ich je – wieder einmal dort sein?

Einmal nur noch meinen Papa sehn
Gerne würd ich die Menschen verstehn.
Ein Leben lang, die Welt studieren
Niemals möcht ich meine Erde verlieren.

Weit, weit, weit – weit weg ist mein zu Hause
Wie gern wär – ich wieder einmal daheim
Weit, weit, weit – weit weg ist mein zu Hause
Werd ich je – wieder einmal dort sein?


21. Ohne ihn

Glotschi:
Wie groß sei auch der Weltraum
Wie schön der schönste Stern
All das ist trist und traurig
Denn er ist mir so fern
Allein sein ist so einsam
Viel schöner ist’s zu zweit
Gemeinsam weiterleben
Ich bin dazu bereit.
Ohne ihn
macht alles keinen Sinn
Ohne ihn
weiß ich nicht, wer ich bin
Ohne ihn
fällt jeder Schritt so schwer
Ohne ihn
ist meine Welt so leer
Ich muss ihn wiederfinden
Kann mich ihm nicht entzieh‘n
Und hab ich ihn gefunden
Dann werd‘ ich mit ihm flieh’n.
Nur mit ihm
ist dieses All noch schön
Nur mit ihm
kann ich die Zukunft seh’n
Nur mit ihm
macht meine Welt noch Sinn
Nur bei ihm
da weiß ich wer ich bin.

22. Nur ein Tropfen

Glibsch:
Die Erde ist ein Tropfen nur – in einem großen Meer,
Das endlos viele Tropfen fasst – nur dazwischen ist es leer
Das Leben ist der Wellenschlag, der den Ozean bewegt
Und du und ich, wir sind die Gischt, die sich übers Wasser legt
Lucy:
Hundert Milliarden Sterne
Leuchten in der Galaxie
Hundert Milliarden Lichter
Wer wohl betrachtet sie?
Hermann:
Der Weltraum ist ein Paradies, so unvorstellbar groß
So voller Rätsel und Gefahr’n, alles dreht sich pausenlos
Glotschi:
Und mit der Zeit drehn wir uns mit in diesem Weltenraum
Wir reisen gern von Stern zu Stern, wir leben unsern Traum.
Sandra:
Monde und Planeten
Kreisen durch das Sternenmeer
Von fernen Sternenstädten
Dringt Kunde zu uns her.
Ensemble:
Die Erde ist ein Tropfen nur – in einem großen Meer,
das endlos viele Tropfen fasst – nur dazwischen ist es leer.
Das Leben ist der Wellenschlag, der den Ozean bewegt.
Und du und ich, wir sind die Gischt, die sich übers Wasser legt.

Die Presse:

Inszenierungen