Nach den bisherigen vier ausverkauften Vorstellungen geht „Der Held“ nun in die Verlängerung. Aufgrund der großen Nachfrage haben wir zwei Zusatztermine angesetzt und zwar am 9. und 19. April.
Autor: klaus-reitberger
Nietzsche Vortrag
Am 10. März hielt ich im Spiegelsaal des Palais Pfeiffersberg einen Vortrag über einige Kerngedanken der Philosophie Friedrich Nietzsches, gespickt mit einigen seiner wortgewaltigsten Textstellen. Anschließend folgte noch eine recht angeregte Diskussion über die Grenzen von Philosophie, Literatur und Wahnsinn.
Eine Abschrift meines Vortrags finden Sie hier.
Einen Zeitungsbericht über den Abend gibt’s hier.

Uraufführung
Gestern, am 20. Februar 2009, feierte mein Theaterstück „Der Held“ in Kufstein seine Uraufführung. Der Abend war ein voller Erfolg. Die Schauspieler lebten ihre Rollen und ließen das Publikum spüren wie intensiv sie sich mit den Figuren des Stückes identifizierten. Ein voller Saal, dröhnender Applaus und die gespannte Stille, die während der berührendsten Szenen herrschte trugen zu einem wunderbaren Theaterabend bei, den das Publikum und vor allem auch ich selber sehr genießen konnten. Dank an alle, die dabei waren und dieses gelungene Projekt möglich gemacht haben.


Jour fixe zu literarisch-philosophischen Grenzfragen
Am 10. März halte ich in Innsbruck wieder einen Vortrag. Diesmal geht es über Leben, Werk und Kerngedanken eines der umstrittensten und skandalträchtigsten Denker der Philosophiegeschichte – Friedrich Nietzsche
Achtung: Der Vortrag findet nicht wie ursprünglich angekündigt in der Müllerstraße statt, sondern im barocken Spiegelsaal des Palais Pfeiffersberg in der Sillgasse 8.

Eintritt frei.
Übungen am Großteleskop in Asiago
Anfang Januar verbrachte ich ein schönes Wochenende auf der tiefverschneiten Hochebene von Asiago, wo wir mit dem 1,22 Meter Teleskop desnachts in die Sterne blickten. Hier ein kurzer Film über die Impressionen dieser wunderbaren Exkursion:
Der Mensch ist dazu verurteilt, frei zu sein.
Philosophischer Vortrag in Innsbruck
Dominantes Element meiner täglichen Lektüre der letzten Monate war Jean-Paul Sartres philosophisches Hauptwerk „Das Sein und das Nichts“. Ich kann gar nicht stark genug betonen, wie bereichernd dieses Buch für mich war. Sartre kannte ich bereits. Schon vor Jahren hatte ich „Der Existentialismus ist ein Humanismus“ und andere seiner Aufsätze gelesen. Auch sein Roman „Der Ekel“ und das Theaterstück „Geschlossene Gesellschaft“ sind mir vertraut. Letzteres habe ich im Jahre 2007 beim Tiroler Volkstheater Kufstein sogar inszeniert. Dennoch habe ich mit all dem immer nur an der Oberfläche der Sartre’schen Philosophie gekratzt und bin erst durch „Das Sein und das Nichts“ in seine Tiefen vorgedrungen. Die Lektüre war zuerst etwas sperrig, aber nach den ersten sechshundert Seiten beginnt man allmählich die Früchte zu ernten, die man zuvor gesät hat. Etwa wenn Sartre über zwanzig Seiten hinweg das Phänomen des „Streichelns“ erörtert, wenn er das Sein von Begierde und Liebe erklärt oder die Natur des Anderen erforscht. Faszinierend ist vor allem der existentialistische Begriff von Freiheit, welchen ich bei meinem Vortrag am Dienstag den 9. Dezember zu erläutern versuche.

Ich würde mich freuen, viele interessierte Bekannte und Unbekannte vor Ort begrüßen zu können. Mein Dank gilt vor allem dem Literaturverein Turmbund, welcher mir die Möglichkeit gibt, diesen Vortrag zu halten.
Premiere
Die Premiere von „Verliebt im Ischgl“ beim Westbahntheater Innsbruck war ein voller Erfolg! Applaus ohne Ende. Viele Glückwünsche und Gratulationen. Was will man mehr?
Nochmals danke an alle, die dabei waren. Danke Clemens, dass du dieses witzige Stück geschrieben hast, danke Konrad, dass du es so perfekt inszeniert und wunderbar besetzt hast, danke Johannes für dein tolles Bühnenbild, danke euch Spielern, denn ihr habt eure Rollen wirklich wunderbar gelebt und euer Bestes gegeben. Danke für die vielen kleinen Premierengeschenke. Danke für den Kunstschnee. Es ist schön, dabei zu sein. Ich freue mich schon auf die nächsten Aufführungen.

Indes geht’s bei mir theatermäßig auch andernorts wieder los. Am Dienstag den 2. Dezember starten die Proben für mein Stück Der Held. Es wird sicher eine interessante Probenzeit, reich an magischen Bühnenmomenten. Man wird sehen…
Und hier noch der TV-Bericht zu Verliebt in Ischgl. Die haben da einen witzigen Wild-West-Soundtrack daruntergelegt. Passt aber gar nicht schlecht.
Andere Berichte in Tirol Heute und Tirol-TV über Projekte, an denen ich beteiligt war, finden sich hier.
Jubiläumsgala
Am 15. November 2009 feierte das Tiroler Volkstheater Kufstein sein 100-jähriges Vereinsjubiläum. Zu diesem Anlass gab es eine festliche Gala im Stadtsaal Kufstein. Geboten wurde ein buntes Programm aus Sketchen, Liedern und Anekdoten aus einem Jahrhundert Schauspiel in Kufstein. Ein Höhepunkt des Abends waren die „Gedanken des alten Schauspielers“ vorgetragen von Ehrenobmann Herbert Sommer. In diesem auf einem Werk von Tschechow basierenden Monolog reflektiert ein alter Mann sein Leben auf der Bühne und stellt auf beeindruckende Art und Weise dar, was Theater alles bedeuten kann. Wundrschön waren auch die Gesangseinlagen von Harald Rella, Sabine März und Brigitte Einkemmer.
Ich selbst beteiligte mich am Programm mit einem zwanzigminütigen Film über die Vereinsgeschichte, welcher beim Publikum großen Anklang fand. Außerdem inszenierte ich einen Sketch mit dem Titel „Die Theaterprobe“, bei welchem ich nicht nur Regie führte, sondern mich selbst als Regisseur im Sketch beteiligte. Wenn der Lohn eines Schauspielers das Gelächter des Publikums ist, so bin ich an diesem Abend sehr reich geworden.

Der Bürgermeister der Stadt Kufstein Herbert Marschitz sorgte gleich für zwei Überraschungen. Zum einen wurde der Vereinsobfrau Hildegard Reitberger das Kulturehrenzeichen der Stadt Kufstein verliehen, zum anderen darf sich das Tiroler Volkstheater Kufstein von nun an offiziell Stadttheater nennen.
Bilder von der Gala gibt es auf www.meinbezirk.at
Westbahntheater Innsbruck
Durch Zufall bin ich in den Genuss gekommen, beim Westbahntheater Innsbruck mitwirken zu dürfen. Dort zeigt man im Rahmen des Theaterfestivals „Theater trifft“ die Uraufführung von Clemens Aufderklamms Skandalstück Verliebt in Ischgl – eine Telebordela. Unter der Regie von Konrad Hochgruber spiele ich in diesem Stück die gar nicht mal so kleine Nebenrolle des Severin Grottke – ein junger, schüchterner Medizinstudent aus Halle an der Saale. Als dieser bin ich auf der Bühne in vielen seltsamen Tätigkeiten zu sehen. Ich spreche gebrochen russisch, säge dem Bürgermeister von Ischgl den Schädel auf, verkoste eine High-Society Droge names Kunstschnee und häng mich schließlich an einem Baum auf – alles Dinge, die ich in der ein oder anderen Form schon immer mal auf der Bühne machen wollte. Ein kurzer Textauszug:
Diese Operation war vielleicht ein Fehler, aber ein Fehler, der die Menschheit weiterbringen wird. Du musst noch mehr Schädel öffnen. So viele Schädel. Und du musst sie alle, alle, alle öffnen – Deine Worte haben mich glücklich gemacht.
Auf jeden Fall macht es Spaß mitzumachen und dabei zu sein. Tolles Team, schöne Zusammenarbeit, witzige Momente. Premiere ist am 22. November 2008.
Die weiteren Termine und noch ein paar Infos entnehme man unserem Flyer
Utopien.
Fertig. Es ist jedesmal ein bewegender Augenblick die letzten Seiten eines Werkes zu schreiben, an dem man viele Monate oder gar Jahre gearbeitet hat. Heute ist es wieder einmal soweit. Die Utopien sind vollendet. Die ältesten Teile dieser Sammlung von Geschichten aus der Zukunft stammen noch aus den frühen Anfängen meines Daseins als Geschichtenerzähler. Zwischen den ersten und letzten Worten, die von diesem Werk geschrieben wurden, liegen über acht Jahre. Meine ganze Jugend lang haben mich die Utopien verfolgt. Bis heute.
Das Werk ist geschrieben. Den leichten Part habe ich also hinter mir. Jetzt kommt der schwierige Teil: die Verlagssuche. Aber ich bin guten Mutes. Beim Lesen erfasst mich eine Begeisterung, die ich bei Auf See nur selten gespürt habe. Ich mache mir keine allzu großen Hoffnungen bald einen Verlag zu finden. Aber ich habe ein gutes Gefühl.