Absage „The Birds“

Nach „The Flower Girl“, „A Midsummer Night’s Dream“ und „Blood Wedding“ wäre es das bisher aufwendigste und beste Stück in unserem „Kufstein English Theatre“ geworden. 40 Schülerinnen und Schüler haben ein Jahr lang geprobt – live und via Videochat. Es wurden Kostüme gebastelt, Übertitel erstellt, Lieder komponiert – und irre Textmengen gelernt. Coronabedingt wurden die Aufführungen schon von Juni auf Anfang November verschoben. Nun – aufgrund der neuerlichen Verschärfungen – müssen auch diese Termine abgeagt werden. Aller Vorraussicht nach wird diese Inszenierung nie ihr verdientes Publikum erleben. The birds will never fly. So traurig und frustrierend dies für alle Beteiligten ist, so darf man nicht vergessen, dass auch der Weg schon ein Ziel war, dass viele junge Darsteller*innen dabei lernten, aus ihrer comfort zone herauszutreten und die Bühne zu erobern. Die Schuld an der Absage darf man auch nicht irgendwelchen Maßnahmen oder Entscheidungsträger*inne*n in die Schuhe schieben. Kausalursache ist allein das Virus. Und dieses hat schon viel schwerwiegendere Opfer gefordert als nur ein Theaterstück. Aristophanes – legendärster Kommödiendichter der antiken Welt – we will meet again…

„You Children of Man! whose life is a span,⁠
Protracted with sorrow from day to day,
Naked and featherless, feeble and querulous,
Sickly, calamitous, creatures of clay!
Attend to the words of the Sovereign Birds,
Immortal, illustrious, lords of the air,
Who survey from high, with a merciful eye,
Your struggles of misery, labour, and care.
Whence you may learn and clearly discern
Such truths as attract your inquisitive turn;
Which is busied of late, with a mighty debate,
A profound speculation about the creation,
And organical life, and chaotical strife,⁠
With various notions of heavenly motions,
And rivers and oceans, and valleys and mountains,
And sources of fountains, and meteors on high,
And stars in the sky. We propose by-and-by
If you’ll listen and hear to make it all clear.

Allgemein

Abendrot

Der Autor und Regisseur verspricht ein ruhiges, besinnliches, doch sehr emotionales Stück. Was macht ein Menschenleben aus? Sind wir denn mehr als der schöne Schatz unserer Erinnerungen? Obwohl das Thema ein ernstes ist, soll dieses Stück viel Lebensfreude versprühen und in unseren Köpfen ein leuchtendes Ja zum Leben zünden.

Hildegard Reitberger, Obfrau des Stadttheaters Kufstein, dominiert als Hauptfigur Egilda das Bühnengeschehen. Im ersten Teil des Stückes lernen wir sie in einem Café kennen und tauchen vor dem Hintergrund des bunten Treibens tief in ihr Leben ein, in ihre Träume, in ihre Aussichten und Absichten. Doch dann ändert sich alles. Nach einem einschneidenden Erlebnis sieht sich Egilda plötzlich gezwungen, gegen das Gesetz zu verstoßen und die Moralvorstellungen ihrer Mitmenschen in Frage zu stellen. Denn sie ist frei und ihre Freiheit lässt sich nicht einsperren.

Am Ende steht die große Frage: Was würde man selbst tun? Würde man Egilda an ihrem Vorhaben hindern wollen? Oder würde man ihr sogar helfen wollen und sich dabei strafbar machen?

„Abendrot“ ist Theater, das niemanden kalt lässt, Theater, das uns zeigt wie zerbrechlich und kostbar das Leben doch ist.

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