am 8.2. / 9.2 / 14.3. / 15.3. und 16.3. 2014 im Kulturhaus Kufstein
am 14.2. 2014 in der Arche Noe Kufstein
im 20.3. 2014 im Freien Theater Innsbruck (heute BRUX)
am 16.5. 2014 in Imst (Humiste)
am 11.9. 2014 im Passionsspielhaus Thiersee
am 13.9. 2014 beim Theatergenussherbst in Fiss
am 20.5. 2015 im Kulturhaus Kufstein
am 24.5. 2015 beim Theaterfestival Schauplatz in Stadt Haag
am 3.10. 2015 in Tristach (Osttirol)
am 9.4. in Schwendau im Zillertal
Im Februar 2014 wagte sich das Stadttheater Kufstein an einen 2456 Jahre alten Polit-Psycho-Thriller.
„Antigone“, ist das wohl bekannteste Stück von Sophokles. Es ist ein Juwel der Weltliteratur, ein kostbares Vermächtnis aus den Uranfängen der Theatergeschichte im antiken Griechenland. Erzählt wird ein blutiger Reigen aus Machtstreben und Familienliebe. Nichts ist hier verstaubt. Die Fragen, mit denen uns die Geschichte der Antigone – Tochter des Ödipus – entgegentritt, haben auch in unserer Gegenwart nichts an ihrer Sprengkraft eingebüßt.
Modern inszeniert, doch mit klassischen Texten, spielten wir dieses griechische Drama in der Art eines Stubenspieles. Es gab keine Bühne. Dieses Unterfangen wurde mit dem Tiroler Volksbühnenpreis belohnt.
Die Bilder:
Sylvia Groesswang
Sylvia Groesswang
Sylvia Groesswang
Sylvia Groesswang
Sylvia Groesswang
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Sylvia Groesswang
Der Volksbühnenpreis:
Die Übergabe des Tiroler Volksbühnenpreises am 17.11. 2014. Im Bild von links nach rechts: Johannes Reitmeier (Intendant des Tiroler Landestheaters, Hildegard Reitberger (Obfrau des Stadttheaters Kufstein), Beate Palfrader (Kulturlandesrätin von Tirol), Ekkehard Schönwiese (Dramaturg des Theaterverbandes Tirol) und Helmut Häusler (Schauspieler am Tiroler Landestheater)
Da ich selbst zum Zeitpunkt der Verleihung in Indien weilte, steuerte ich nur folgende Worte bei:
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kunstschaffende und Kunstgenießende,
die Nachricht, dass unsere Inszenierung der Antigone des Sophokles von der hochkarätigen Jury des Tiroler Volksbühnenpreises mit dem ersten Platz bedacht wurde, erreichte mich in einem kleinen Dorf im indischen Himalaya. Hier saß ich, zwischen Bergen und Buddha-Statuen, und dachte darüber nach, ob ich mein Leben künftig eher in Richtung Theater oder in Richtung Gammastrahlenastroteilchenphysik ausrichten sollte. Ihre Entscheidung, werte Jury, bestätigt mir: um die Gammastrahlen sollen sich andere Leute kümmern. Ich bedanke mich bei meinem famosen Team. Nur mit euch war dieses Stück möglich. Erinnern sich die beiden Damen, Ismene und Antigone, noch daran, als sie mich beide bei „Endstation Sehnsucht“ fragten, ob ich nicht ein Stück für sie hätte? Schon damals spukte mir Antigone durch den Kopf, das psychologisch spannendste Drama der griechischen Antike. Schon nach den ersten Probe war uns klar: dieses Stück dringt tief ins Herz. Die alten Worte wirken – auch heute noch. Jeder Theatermacher wandelt im Licht und im Schatten einer zweieinhalb Jahrtausende reichen Geschichte. Dass eines der ältesten Stücke der Welt heute noch Preise gewinnen kann, ist einfach nur schön. Doch das Schönste an unserer Antigone ist: sie ist noch nicht tot. Wir werden dieses Stück wohl noch einige Male spielen. Und wir freuen uns sehr darauf. Ich möchte auch den kreativen Köpfen hinter allen anderen nominierten Stücken gratulieren. Ich wünschte, ich hätte all eure Stücke gesehen, doch leider sind die Tage zu kurz, um alles zu sehen, was sehenswert ist. Dennoch: erhebt heute alle gemeinsam die Gläser und stoßt an: auf das Theater, auf die Bühnenmagie, auf das Gelächter und die Tränen im Publikum. Es gibt nichts Schöneres. Klaus Reitberger 31.10. 2014 Yuksom, Sikkim, India