Der Held


Im Februar 2009 inszenierte ich zum ersten Mal ein Stück aus eigener Feder. Anlass dazu war das 200-jährige Jubiläum des Tiroler Freiheitskampfes von 1809. Hier wollte ich der gemeinhin viel zu unkritischen Rezeption der Andreas Hofer Figur eine beißend scharfe Auseinandersetzung mit dem Helden-Begriff gegenüberstellen. Der gesellschaftlich akzeptierte Held wird zum Antihelden. Als starkes gegenüber tritt die Figur der pazifistischen Schriftstellers August Rading in den Vordergrund. „Der Held“ war auch das erste Stück, bei welchem ich mit Schauspieler Hanspeter Teufel zusammenarbeiten durfte. Am 20. Februar feierten wir eine fulminante Uraufführung, zu der auch ein wunderbares Publikum seinen Beitrag leistete. Aufgrund der großen Nachfrage gab es zwei Zusatzaufführungen.

Die Bilder:

Gibt es Heldentum wirklich? Oder sind es nur die Geschichten, die einen Helden erst zum Helden machen? Muss man töten um als Held zu gelten? Wofür lohnt es sich zu kämpfen? Fragen wie diesen müssen sich die Figuren dieses Theaterstücks stellen. Im Vordergrund steht aber die tragische Lebensgeschichte eines einzelnen Menschen.

Der Folder:

„Der Held“ ist kein Andreas-Hofer-Stück. Es spielt jedoch in einer Welt, die jener von Tirol im Jahre 1809 nicht unähnlich ist. Und diese Welt hat Feuer gefangen. Ein Freiheitskampf tobt und die Jugend des Landes strömt einem Helden zu, der zum bewaffneten Widerstand aufruft. Der pazifistische Dichter und Denker August Rading kann sich nicht mit den Idealen des Aufstandes abfinden. Alt und verbittert sitzt er in seinem Zimmer und hadert mit der Dummheit der Welt. Als sich schließlich auch sein Sohn von den Idealen des Kampfes bezirzen lässt und der Aggression zum Opfer fällt, entschließt sich Rading ein Werk für den Frieden zu schreiben. Doch vermag eine Geschichte die Welt zu verändern? Als der Volksheld von Rading verlangt, er solle sich auf seine Seite schlagen, sieht dieser am Ende seines Lebens die Chance noch einmal etwas Großes zu vollbringen. Doch sein Scheitern ist unvermeidlich. Bis zum Schluss bleibt offen, wer nun in diesem Stück der „Held“ ist und wer nicht.

Das Buch zum Stück:

Der Trailer:

Der Bericht im Lokalfernsehen:

Die Begeisterung war spürbar […] Es war eine gelungene Uraufführung vor ausverkauftem Saal. […] Der Schlussapplaus war überwältigend. Wenn Theater mehr sein soll als bloße Unterhaltung, wenn es aufrütteln und Denkanstöße geben soll, dann ist das dem Stadttheater voll und ganz gelungen.

Premierenbericht zu „Der Held“ – Tiroler Woche, März 2009

Inszenierungen

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