Kufsteiner Physik-Schüler räumt ab

Die gänzlich in englischer Sprache verfasste Arbeit untersucht die rätselhafte Eigenschaft von Wasser, welches schneller gefriert, wenn es zuvor erwärmt wurde. Obwohl dieser Effekt schon in Antike und früher Neuzeit bekannt war, geriet er lange in Vergessenheit und wurde erst 1969 vom tansanischen Schüler Erasto Mpemba wiederentdeckt. Roman Eder kommt diesem Phänomen mit raffinierten Experimenten und tiefschürfender Literaturrecherche auf die Schliche und überzeugt dabei auf voller Linie. Die Arbeit ist von einer wissenschaftlichen Publikation auf Universitätsniveau kaum zu unterscheiden und erlangt nun verdiente Würdigung.

Nacht der Kunst

Schon zum dritten Mal durfte ich die Kufsteiner „Nacht der Kunst“ moderieren und gemeinsam mit den Kunstschaffenden der Stadt Rückschau auf die aktive Kufsteiner Kunstszene im Jahr 2021 halten. Es war mir eine Freude.

Lichtfestival: Stimme der Burg

Als überzeitliche Beobachterin, als mitfühlende Zeugin der Jahrhunderte spricht die Burg im Rahmen des Lichtfestivals zu uns Menschen. Sie erzählt uns vom Wandel, der sich in Stadt und Land um sie herum zugetragen hat, von Krieg und Frieden, von Krankheit und Heilung, von Unwissen und Bildung, von Mensch und Natur. In großflächigen Projektionen, untermalt von Orgelmusik, nimmt uns die Burg mit auf eine Reise durch die Vergangenheit in die Zukunft. Damit gibt sie uns Hoffnung und Zuversicht, weckt aber auch Aufbruchsstimmung und Mut zur Veränderung. Auf jeden Fall bietet unser Lichtfestival „Stimme der Burg“ einen emotionalen Aufbruch ins neue Kalenderjahr.“

Von 27. Dezember bis Ende Januar wird die Festung Kufstein ihre Stimme erheben. Es war mir eine Ehre das Narrativ zu dieser einmaligen Show gestalten zu dürfen.

Alle Infos: https://lichtfestival.kufstein.at/de/ueber-das-lichtfestival.html

„Als ich darum gebeten wurde, mir ein Narrativ für das Lichtfestival auf der Festung Kufstein zu überlegen, war für mich gleich klar, dass ich unserer Burg keine künstliche Geschichte andichten wollte. Die Realität ist faszinierend genug. Unsere Burg ist ein bis zu 1000 Jahre altes, komplexes Konstrukt aus Felsen, Mauern und Schächten. Was hat sich in all der Zeit wohl rund um sie ereignet? Könnte die Burg sprechen, sie wüsste viel zu erzählen. So geben wir ihr also eine Stimme!“

da Krah

Jetzt also doch noch: Verspätet aber noch im Jahr 2021 wird „da Krah“ in Kufstein Premiere feiern!

Immer wieder schön, wenn ein alter Text zum Leben erwacht. Ich habe „da Krah“ vor neun Jahren geschrieben. Etwas später erschien das Stück beim Deutschen Theaterverlag. 2016 wurde es in Molln, Oberösterreich uraufgeführt. Nun hat dieser Vogel also tatsächlich seinen Weg nach Kufstein geschafft.

Mehr Infos: http://www.stadttheater-kufstein.at/der-krah/

Kufstein im 20. Jahrhundert – ein Stadtalbum

Eben habe ich auch die letzten Zeilen des über 500 Seiten starken „Stadtalbums“ gelesen und die letzten Bilder zu Ende betrachtet. Trotzdem werde ich dieses Buch wohl immer wieder einmal aufschlagen – und empfehle dies auch allen anderen Menschen, die einen Nahebezug zur Stadt Kufstein haben.

Unser Blick aufs 20. Jahrhundert mit seinen Stern- und Dunkelstunden wird durch dieses Dokument entscheidend geschärft. Man sieht so viel mehr als bisher, wenn man nach der Lektüre dieses von Historiker:innen wissenschaftlich erarbeiteten Kompendiums durch die Festungsstadt wandert und all die Geschichten und Gesichter von einst wieder in Erinnerung treten.

Bücher über Kufstein gab es schon viele. Aber noch nie wurde ein so konzentrierter Blick aufs 20. Jahrhundert geworfen wie diesmal. Noch nie waren so viele professionelle Historiker:innen beteiligt. Noch nie hat man noch lebende Zeitzeug:innen so intensiv eingebunden wie bei den für das Entstehen dieses Buches so wichtigen Erzählcafés und anderen Initiativen. Noch nie hatte man so viele Quellen zur Verfügung – Quellen für alte Fotos, für historische Fakten, für Anekdoten und Geschichten. Noch nie hat man mit so viel Gespür und Feingefühl die Geschichte Kufsteins im 20. Jahrhundert erzählt.

Zum Projekt „Kufstein schreibt Stadtgeschichte“ gehören natürlich auch die thematisch geordneten Bände der Edition Kufstein, von denen vier schon erschienen sind und noch weitere folgen werden. Das Herzstück des ganzen Unterfangens ist aber dieses Stadtalbum, das in vielen nützlichen Querverweisen auch immer auf die Bände der Edition referenziert. Hervorzuheben ist auch das gelungene Design. Auch die literarische Einrahmung mit den großflächigen Fotographien und den berührenden Essays des Schriftstellers Christoph W. Bauer verdient Lob und Anerkennung.

Viele werden sich in diesem Buch wiederfinden. Viele werden sich erinnert fühlen an das, was einst war und nicht mehr ist. In jedem Fall erlebt man die Gegenwart ganz anders, wenn sie vom Wissen um die Vergangenheit beleuchtet wird. Vielleicht findet man dann auch leichter den Weg in die Zukunft.Es tut gut, in einer Stadt zu leben, die sich nicht scheut, der eigenen Geschichte derart mutig ins Gesicht zu blicken.

https://www.kufstein.at/…/kufstein-schreibt…