NOVICOSMO – Summerschool

Rabac2

Welch ein schöner Ort den Sommer zu beenden. Das Meer ist noch warm. Die Luft riecht herrlich süß nach Mittelmeer. Die Physik ist spannend und abwechslungsreich. Die Cocktails sind gut. Die Menschen sind freundlich.

Das ist Rabac, Kroation im Osten von Istrien. Das ist NOVICOSMO – Summerschool 2009. Gemeinsam mit ca. 70 anderen Jungastrophysiker und -astrophysikerinnen verbringe ich zehn schöne Tage in der kleinen Küstenstadt, höre ausgewählte Vorträge von Spitzenforschern, tauche im klaren Wasser der Kvarner Buch, wandere über die Hügel, genieße die Meeresfürchte und lerne viele faszinierende Menschen aus aller Welt kennen.

NOVICOSMO

Rabac

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Betrachtungen – Kommentare – Aphorismen

Und wieder geht ein Jahr zu Ende …

Für mich ist dann die Zeit des Jahresendes angebrochen, wenn ich mich im Sommer müde der Gedanken und Pflichten des übrigen Lebens auf eine Reise begebe, eine Reise, die mich Abstand gewinnen lässt von der Welt, in der ich sonst lebe und von dem Menschen, der ich sonst bin. Man entrückt sich durch die Flucht in die Ferne seiner selbst um nach der Rückkehr gleich einem Phönix aus der Asche der Vergangenheit zu steigen und sich voll Elan und Tatendrang in die Herausforderungen einer neuen Zeit zu stürzen. Ich bin müde. Ein langes, wunderbares Jahr liegt hinter mir. Es ist viel geschehen, viel gelungen, viel geschafft. Doch nun heißt es Abstand nehmen. Fort mit der Physik. Hinweg mit der Philosophie. Adé Theater. All das lass ich einmal mehr nun hier zurück und fliehe. Eine Reise beginnt.

siehe http://www.allposters.com/-st/Bill-Wassman-Posters_c57275_.htm

Ich freue mich auf die Tempel von Angkor und den Sonnenuntergang über dem Tonlé Sap. Die schöne und traurige Geschichte einer faszinierenden Region erwartet mich. Uralte buddhistische Heiligtümer, glanzvolle Statuen, der Zauber einer fremden Kultur… Ich hoffe auf schöne Naturerlebnisse: der breite Mekong-Strom, die Berge im Norden von Laos, die Urwälder. Aber auch die dunklen Seiten einer bewegten Geschichte gilt es zu ergründen: Massengräber, das Foltergefängnis von Tuol Sleng… Drei Länder  erwarten mich: Kambodscha, Laos und der Norden Thailands. Alle drei sind hauptsächlich geprägt vom Hinayana Buddhismus und ich bin schon gespannt wie unterschiedlich jene Kulturen, so fern der westlichen Monotheismen, auf mich wirken.

Letztes Jahr hat mich Lord Byron mit seinen Schriften auf meinen Wanderungen begleitet. Diesmal nehme ich einen weiteren Denker mit, dem ich mich in vierlerlei Hinsicht sehr verbunden fühle. Mit mir in den Fernen Osten reisen einige Schriften von Henry David Thoreau. Ich bin schon gespannt, was er mir dort zu erzählen hat.

Es wird Zeit. Die letzten Vorbereitungen werden getroffen. Morgen bin ich auf dem Weg.

Hier kann man meinen Reiseverlauf in groben Zügen mitverfolgen:

Der ferne Osten 2009

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Betrachtungen – Kommentare – Aphorismen

Im Herbst 2010 kommt mein neues Stück auf die Bühne

Im April 2009 war es mal wieder so weit und ich schrieb ein Theaterstück. Nach einer der erfolgreichen Aufführungen von „Der Held“ war Hubert Petter, Obmann der Volksbühne Alpenland Thiersee, mit der Bitte an mich herangetreten, er würde gerne eines meiner Stücke inszenieren. Ich freute mich damals sehr, glaubte aber nicht, dass „Der Anschein“, „Der Stein des Sisyphos“ oder „Nebel“ für diesen Rahmen geeignet wären. Ein paar Wochen lang ließ ich meine Gedanken kreisen ohne auf irgendeine fruchtbare Idee zu stoßen. Und dann, Ende April, war es  so weit. Es war kurz vor Mitternacht und ich wollte mich eben schlafen lagen. Ich stand vor meinem Bett und ließ meinen Blick über die vielen Bücher in den Regalen über meiner Schlafstätte gleiten. Hinter jedem Titel ein Mensch und eine Geschichte. So viele Welten, die ich bereist hatte. Und dann geschieht es. Verschiedene Gestalten, verschiedene Aspekte unterschiedlicher Geschichten treten plötzlich aus der Masse heraus und vereinen sich zu einer neuen, zuvor noch nicht dagewesenen Kombination. Eine neue Welt entsteht. Es ist erst ein kleiner Ansatz und doch ist alles schon da. Denn der Rest ergibt sich von selbst.

Schlafen war nun kein Thema mehr. Es galt sofort alles aufzuschreiben, das da kam. Es galt die Fenster weit offen zu halten, solange der Wind noch wehte. Immer mehr Ideen und Facetten tauchten auf. Ein Glied fügte sich ins nächste und am frühen Morgen war das Drama mehr oder weniger komplett.

Da sich bisherige Leser recht angetan zeigten ist  es nun so gut wie sicher: Mein neues Stück „Gefangen“ wird im Herbst 2010 von der Volksbühne Alpenland Thiersee unter der Regie von Hubert Petter uraufgeführt werden. Ich bin schon sehr gespannt und freue mich darauf. Allen, die daran beteiligt sein werden, und besonders dir, lieber Hubert, wünsche ich viel Freude und Erfolg.

Tat twam asi

Hier ein paar Infos zum Stück:

Gefangen

Der Ort ist Tirol. Die Zeit ist heute. Obwohl es auf den ersten Blick anders erscheinen mag, ist “Die Gefangenen” weit mehr als ein einfaches Dialektstück. Denn in die enge Stube des Bauernhofes der Familie Brenner weht ein Wind der fernen Welt, welcher große Fragen mit sich bringt. Tragen wir nicht alle Masken? Masken, die unserem sozialen Status und den Verhältnissen, in denen wir leben, entsprechen? Spielen wir nicht alle Rollen? Rollen, die determiniert sind durch Geschlecht, Religion, Herkunft, Alter und Sprache? Wann kommt man denn schon dazu, man selbst zu sein? Sind wir nicht alle Schauspieler, die auf der Bühne gefangen sind, eingesperrt in die engen Mauern gesellschaftlicher Erwartungen?

Doch es gibt Menschen, die sich nicht einsperren lassen, Menschen, die den unsagbar großen Mut zeigen, einfach nur sie selbst sein zu wollen und es satt sind irgendwelchen Rollenbildern zu entsprechen. Für ihre Individualität nehmen sie den Hass und den Hohn der anderen in Kauf. Zumindest solange, bis nur noch ein einziger Weg erträglich scheint: die Flucht. Dies ist der Weg der Evi Brenner, der tragischen Heldin dieses Stückes.

Doch all dies ist längst Vergangenheit. “Gefangen” erzählt nicht von Evis Flucht, sondern von ihrer Rückkehr. Wie anknüpfen an ein Leben, das nicht mehr das ihrige ist. Wie ertragen, dass keiner erkennen will, dass sie nicht mehr jene ist, die einst vor allem floh?  Ein Stück der großen Fragen und tiefen Emotionen.

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Alpenlandbühne Thiersee

Betrachtungen – Kommentare – Aphorismen

Pyramidenutopie

Am Dienstag den 21. April werde ich bei der neugegründeten Innsbrucker Pyramide einen Vortrag über meine Geschichtensammlung „Utopien – Geschichten aus der Zukunft“ halten.

Pyramide

UTOPIEN. – Geschichten aus der Welt von Morgen
Geboten wird: ein literarisch-philosophischer Ausflug in verschiedene Szenarien einer möglichen Zukunft.

Die Welt ist im Wandel. Und wir mit ihr. Alles fließt. Doch wohin fließen wir? Was könnte sein in hundert Jahren, in tausend oder mehr? Niemand weiß das. Gewiss scheint nur: Jene, die glauben, alles würde bleiben, wie es ist, jene, die heute der Meinung sind, ihr Leben würde sich in einem mehr oder weniger konstanten Umfeld abspielen, während die Erde gemächlich ihre Runde dreht, jene täuschen sich gewaltig. Die waghalsigste Utopie von heute kann zum festen Bestandteil der Realität von morgen werden. Wer hätte schließlich im Jahre 1869 zu träumen gewagt, dass man nur hundert Jahre später auf dem Mond stehen würde? Wer hätte vor fünfzig Jahren die Entstehung des Internets erahnen können? Wer kann heute zuverlässig vorhersagen, was in fünfzig Jahren sein wird? Niemand. Denn in jedem Moment, in jeder Minute kann irgendwo auf dieser Welt ein verhängnisvoller Gedanke gedacht werde, eine neue Idee, eine neue Erkenntnis, welche die heutige Weltansicht revolutioniert und den Menschen vor ein weites, offenes Feld der neuen, ungeahnten Möglichkeiten stellt.
In insgesamt vierzig Erzählungen versucht Klaus Reitberger einzelne Menschen auf ihrem Lebensweg in verschiedenen Szenarien einer möglichen Zukunft zu begleiten. Mögliche Auswüchse verschiedener technologischer und sozialer Entwicklungen werden dabei ins Extreme getrieben. Welche Konsequenzen vermögen diese grundlegende Veränderungen für das Leben eines Einzelnen, für die Menschheit als Ganzes, für unser Weltbild und unsere Welt haben?

In allgemeinen Ausführungen und einigen Textausschnitten soll an diesem Abend ein Einblick in das Werk des Autors gegeben werden. Konkret werden wir uns vor allem mit Technisierungsutopie, virtueller Utopie, Sozial-/Sexualutopie, genetischer Utopie und Endzeitutopie beschäftigen.

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Nietzsche Vortrag

Am 10. März hielt ich im Spiegelsaal des Palais Pfeiffersberg einen Vortrag über einige Kerngedanken der Philosophie Friedrich Nietzsches, gespickt mit einigen seiner wortgewaltigsten Textstellen. Anschließend folgte noch eine recht angeregte Diskussion über die Grenzen von Philosophie, Literatur und Wahnsinn.

Eine Abschrift meines Vortrags finden Sie hier.

Einen Zeitungsbericht über den Abend gibt’s hier.

photo by Helmuth Oehler

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Uraufführung

Gestern, am 20. Februar 2009, feierte mein Theaterstück „Der Held“ in Kufstein seine Uraufführung. Der Abend war ein voller Erfolg. Die Schauspieler lebten ihre Rollen und ließen das Publikum spüren wie intensiv sie sich mit den Figuren des Stückes identifizierten. Ein voller Saal, dröhnender Applaus und die gespannte Stille, die während der berührendsten Szenen herrschte trugen zu einem wunderbaren Theaterabend bei, den das Publikum und vor allem auch ich selber sehr genießen konnten. Dank an alle, die dabei waren und dieses gelungene Projekt möglich gemacht haben.

Photo by Ekkehard Schönwiese

Photo by Ekkehard Schönwiese

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Jour fixe zu literarisch-philosophischen Grenzfragen

Am 10. März halte ich in Innsbruck wieder einen Vortrag. Diesmal geht es über Leben, Werk und Kerngedanken eines der umstrittensten und skandalträchtigsten Denker der Philosophiegeschichte – Friedrich Nietzsche

Achtung: Der Vortrag findet nicht wie ursprünglich angekündigt in der Müllerstraße statt, sondern im barocken Spiegelsaal des Palais Pfeiffersberg in der Sillgasse 8.

Nietzsche

Eintritt frei.

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